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  1. #1
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    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Das hat in meinen Augen den besonderen Vorteil eben daß sie nicht zu sehr an bestehenden vorgesetzten Glauben samt Dogmen kleben bleiben können.
    Auf der anderen Seite schweben sie gerade deshalb aber auch Glaubensmäßig immer in der Luft irgendwie... wobei ich das für das wesentlich kleinere Übel halte.
    Oh, so schlimm ist das gar nicht. Für mich funktioniert das ganz gut.^^

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    glaube.com hat in ihren "AGBs" enthalten daß man die Bibel nicht in Frage stellen darf bei der Teilnahme in den Foren :-)
    Mit diesen AGBs hätte ich noch nicht mal das Problem gehabt. Schließlich kann ich mich– wenn es denn vorausgesetzt wird – gedanklich ja auf die Annahme einlassen, dass die Bibel nicht in Frage zu stellen sei. Sprich Kritik an der Schrift mit Blick z.B. auf ihre Entstehungsgeschichte als solche ist dann eben zu unterlassen. Dennoch lässt sich ja das Verständnis derselben hinterfragen und diskutieren. Zumindest in einem gewissen Rahmen.^^ Und es lassen sich bereichernde Einsichten aus dem Glaubensleben der User gewinnen. Abgesehen davon erwächst doch nur aus gegenseitigem Verständnis echter Respekt und letzlich Nächstenliebe.

    Im neuen Forum hingegen ist in der Einleitung nicht nur gefordert, dass (wie im alten Forum) man sich an „unstrittig gemeinsamen Werten (orientiert)“, sondern dass man diese zwar nicht glauben muss, so aber auch nicht ablehnen darf. D.h. ein Christ wäre wohl willkommen, wenn er denn nicht an die Dreieinigkeit glaubt aber ihr gegenüber aufgeschlossen ist. Aber schon ein Christ, der den besagten Dreieinigkeitsgedanken ablehnt, würde demnach die Kriterien nicht erfüllen. Zudem hat man soweit mir bekannt nach einer Diskussion zu dem Thema und damit vermutlich bewusst darauf verzichtet den Passus mit zu übernehmen, nachdem lediglich Interessierte (d.h. vermutlich gegenüber fundamentalistischen Bekenntnissen Bekehrungsunwillige) und Anhänger anderer Glaubenslehrern zum friedlichen Austausch ebenfalls willkommen sind.
    Und damit ist ein klares Zeichen zur Absicht des Forums gesetzt, die es für mich zu respektieren gilt. Es wäre in meinen Augen unhöflich und die Autonomie der Betreiber missachtend sich über diese Vorgaben hinwegzusetzen, schließlich haben sie das Recht dazu. Das nur zu den näheren Hintergründen meiner Entscheidung.
    Es sei bitte berücksichtigt, dass meine Besuche zeitweise durch lange Pausen unterbrochen werden. Sollte ich also eine an mich gerichtete Frage überlesen, bzw. nicht unmittelbar beantworten, dann ist dies bitte nicht als Ausdruck des Desinteresses zu werten - ggf. hilft auch mal eine Erinnerung.

  2. #2

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    Zitat Zitat von Kasper Beitrag anzeigen
    Das nur zu den näheren Hintergründen meiner Entscheidung.
    Danke. Das find ich interessant. Aber ist es nicht auch etwas zuuu Bürokratisch gedacht? Ich mein daß glaube.com ein totalitäres System abbildet dürfte ja klar sein. Und daß sie es nun mit den neuen "AGBs" noch totalitärer machten wundert ja nicht wirlich weil das haben solche "Systeme" nunmal an sich.

    In wie fern aber das dann in der Praxis auch forciert wird steht ja nochmal auf einen anderen Blatt. Also daß man zB "laut AGBs" einer ihrer Dogmen zB der Dreieinigkeit "aufgeschlossen" sein muss um überhaupt posten zu dürfen ist zwar jetzt rein bürkratisch mal so festgelegt worden :-) aber ob die das auch durchziehen das bezweifle ich dann doch bischen :-)

    Du?

    Ich glaub ich muss mich mal bei denen wieder melden um das auszukundschaften :-) lach :-)

  3. #3
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    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    In wie fern aber das dann in der Praxis auch forciert wird steht ja nochmal auf einen anderen Blatt.[...] aber ob die das auch durchziehen das bezweifle ich dann doch bischen :-)
    Du?
    Nein, ich glaube auch nicht, dass sie das so radikal durchziehen. Aber es geht ja auch nicht um die Frage, ob sie radikal sind in der Umsetzung ihrer Regeln, sondern wie ich zu ihrem, in den Regeln sich manifesierenden, radikalen Anspruch stehe. Das hat wie gesagt für mich auch etwas mit Respekt und Konsequenz zu tun. Und wo Menschen wie ich nicht willkommen sind sondern bestenfalls geduldet, muss ich mich auch nicht aufdrängen. Außerdem verliere ich wie gesagt nur wenig – lesen kann ich ja immer noch.^^
    Es sei bitte berücksichtigt, dass meine Besuche zeitweise durch lange Pausen unterbrochen werden. Sollte ich also eine an mich gerichtete Frage überlesen, bzw. nicht unmittelbar beantworten, dann ist dies bitte nicht als Ausdruck des Desinteresses zu werten - ggf. hilft auch mal eine Erinnerung.

  4. #4
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    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Alles klar, ist angekommen. "Religiöse bipolare Störung". Glaubenskonflikt quasi.
    Ja, ein Glaubenskonflikt. Aber ein konstruierter Glaubenskonflikt. Also ein Konflikt der darauf beruht, dass man Paulus glaubt, der sagt, dass man zu einer neuen Kreatur werden müsse, dass mit einem etwas nicht stimmen würde, wenn man fleischliche Begierden habe. Und ich hielt es zum Beispiel für eine fleischliche Begierde, dass ich "Stairway to Heaven" von Led Zeppelin für einen guten Song hielt! :-)

    Ne wirklich, man wird da übersensibel für alles Mögliche! Man richtet seinen Blick sozusagen nur noch negativ auf Gott aus, nämlich dadurch, dass man der Sünde flieht und wähnt, dass man dann bei Gott rauskommen würde. Man fällt sozusagen immer wieder ins Gesetzliche, obwohl man ja weiß und glaubt, dass man vom Gesetz frei ist und man die Gnade Gottes genießt, sich also nicht erst durch bestimmte Werke die Gunst Gottes verdienen müsse.

    Trotzdem achtet man ganz besonders auf seine Werke und wenn es mit denen mal nicht so stimmt, dann nimmt man sich das selbst übel, ganz egal, ob die Lehre nun sagt, dass man durch Werke sowieso nicht gerecht werden kann. Und innerhalb der Gemeinschaft wird man auch immer auf Werke aufmerksam gemacht. Man kontrolliert da sehr genau!

    Ich bin ja auch Zimmermann und nicht nur Altenpfleger und wenn man Zimmerergeselle wird, dann bekommt man auf traditionelle Art und Weise einen Ohrring gestochen (mit Hammer und Nagel - Autsch :-)). Ich wurde dann darauf aufmerksam gemacht, dass ein Ohrring ein Zeichen von Homosexualität sei und ich ihn doch bitte ablegen soll! Was soll man dazu sagen?

    Nach dem Herzen wird da nicht wirklich gefragt, sondern vielmehr nach Äußerlichkeiten und nach dem Tun und als ich nicht länger das tun wollte, was die anderen gerne wollten, bin ich nicht mehr erwünscht gewesen. Na klar, man muss das Böse aus der Mitte verbannen...;-)

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Oder war's der Philliper Brief... ich wusst's selbst nicht mehr so genau. Römer gilt als der authentischste Brief? Oh Gott... weil grad Römer 13,1-7 (Die Stellung zur staatlichen Gewalt) hab ich echt fast schon als Beweis angesehen daß der Brief eine römische Staatspropaganda war. Aber dann würde das bedeuten das es seine Meinung gewesen wäre... Oder ist Ro 13,1-7 ein "römisch-kaiserlicher" Einschub... die Variante gäbe es dann auch noch :-)

    Ach... was solls... das ganze Analysieren ist doch eh nur ein Stochern um Dunkel. Einfach niemand kann mehr mit Sicherheit sagen sondern immer nur Vermuten und Abwägen wie diese Briefe nun zustande gekommen sind. Man ist somit gezwungen (und das ist auch gut so find ich) sich den Inhalt anzusehen und dann mit sich selbst abzustimmen in wie fern das alles Vertretbar und "göttlich" sein soll... und vor allem in wie fern das alles noch mit den vermeintlich überlieferten Aussagen (inkl. der Apokryphen) von Jesus in Einklang zu bringen ist.
    Na ja, lieber net.krel, das ist halt eine nicht enden wollende Geschichte. Wegen mir darf das wirklich gerne jeder so sehen, wie er es sehen möchte.

    Allein der Glaube an die Authentizität und die Verbindlichkeit der Paulus Briefe, macht den Gläubigen ja nicht zu einem "bösen Menschen". Sorry, "böser Mensch" ist ein ganz ein blödes Wort, aber mir fällt gerade kein besseres ein.

    Was ich sagen will ist, dass ein sozusagen "klassisch gläubiger Christ" selbstverständlich ein ganz wunderbarer Mensch sein kann, mit einem rechtschaffenen und lebendigen Glauben, der absolut in Ordnung ist. Ein Glaube, der sich nicht über andere Gläubige stellt, der sich als gleichwertig betrachtet und nur für sich halt diesen Glaubensweg geht, weil es eben sein persönlicher Weg ist und er darin seinen Frieden gefunden hat.

    Ich wünsche generell allen Menschen das Beste, egal ob gläubig oder nicht gläubig und auch wenn dann ein gläubiger Mensch Vorstellungen folgt, die ich persönlich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, heißt das ja nicht, dass diese Vorstellungen nicht die genau richtigen Vorstellungen für diesen Menschen sind, hinsichtlich der Situation, in der er sich gerade befindet.

    Ich muss dabei immer an die Geschichte von Maria und Martha denken, die Jesus zu Besuch haben. Maria setzt sich zu Jesus und hört ihm zu und Martha ist damit beschäftigt Jesus zu bewirten und hätte gerne von Maria etwas Hilfe. Aber Jesus meint, dass Maria schon das richtige gewählt habe und das nicht von ihr genommen werden soll.

    Für gewöhnlich wird diese Geschichte dann so ausgelegt, dass die kontemplative Maria gegenüber der aktiven Martha "einen Vorteil" hätte, also das Bessere tun würde. Aber Meister Eckhart legt die Geschichte so aus, dass Maria halt die Kontemplation nötiger gehabt habe und die aktive Martha "spirituell betrachtet" schon ein bisschen weiter sei. Sie ist schon über der Phase der Notwendigkeit der Kontemplation hinaus und konnte für Gott aktiv werden. Eines Tages wird Maria auch dahin kommen und nicht länger "nur" kontemplativ sein müssen. Vorerst braucht sie aber noch die Kontemplation und kann noch nicht so richtig aktiv werden.

    Und so steht jeder (gläubige) Mensch an seiner Stelle und man kann als Außenstehender nur schlecht beurteilen, was nun für diesen Menschen das Beste ist. Aber in Gott geht letztlich nichts verloren, man kann also ganz beruhigt sein. :-)

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Ja @FrauShane hat natürlich den Splitter im Augen des anderen gut erkannt (was ja aber auch nicht sonderlich schwer is weil ich daraus auch kein großes Geheimnis mach)... natürlich gilt Gesagtes auch für mich und meiner negativen Bindung zur rkk.

    Natürlich muss ich ihr Verzeihen all ihre Gräultaten und Heuchelei. Weil sonst nützt mir die Vergebung Gottes auch nichts. Weil ich durch den Kampf den ich gegen die rkk führe mich auch gleichzeitig an diese Welt samt ihren Geschehnissen binde... geht ja schon ein paar lange jährlein so würd ich mal sagen :-)

    Aber was ist das schon für eine Seelenwunde? Es gibt noch viel tiefere und schwerere die die Menschen haben. Ich gehe nicht davon aus daß ich "in das Himmelreich eingehen kann" ohne mindestens zuvor innerlichen Frieden mit der rkk geschlossen zu haben (und wer weiß was noch alles so ansteht). Nicht daß ich ihr all ihre Gräultaten und Hinterlistigkeiten dadurch unter den Tisch kehren will... ganz sicher nicht. Aber ich sollte es so machen wie das @Provisorium es imho mit ihr macht: Hinfallen, kurz vieleicht bischen aufregen, aufstehen, und einfach weitergehen. Gar nicht große Gedanken über sie noch machen und schmunzeln zur "alten betagten störrischen Dame" sie soll doch machen was sie will und wenn sie sich noch 1000 Jahre in ihren Vatikan einsperrt und von dort aus der Welt verkündet: "Ich bin die einizge Kirche Gottes auf der ganzen Welt"... soll sie doch... was juckts?
    Na ja, ich weiß ja nicht was in deinem Fall da nun konkret vorgefallen ist und es geht mich auch gar nichts an, aber die Wunde(n), die dir geschlagen wurden sind nun Teil deines Lebens und meiner persönlichen Erfahrung nach bleiben da immer zumindest unangenehme Narben zurück, an die man leider auch immer wieder erinnert wird.

    Aber Gott hat mit Wunden und Narben gar kein Problem, er nimmt und empfängt dich als den, der du bist und vielleicht ist es ratsam, dir im Bewusstsein deiner Wunden, deiner Narben und deiner Verletzlichkeit, den Blick auf Gott nicht allzu sehr verstellen zu lassen, von denjenigen, die diese Wunden einst schlugen?

    Ich wünsche dir jedenfalls einen unverstellten Blick auf Gott, eine klare Aussicht nach innen, ein Gewahr werden des Reiches Gottes in dir und das du dich lösen kannst von allem, was dich gebunden hält, oder danach trachtet, dich halten zu wollen. Ich wünsche dir Freiheit und Friede!

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen daß Du einmal nur in evangelikalen Kreisen unterwegs warst :-) Da gabs aber dann irgendwann mal auch eine Verwandlung oder?
    Da war ich noch sehr jung. Das war vom 13. bis zum 18. Lebensjahr. Immerhin 5 Jahre und 5 sehr intensive Jahre! Dann war ich dem zunehmend entwachsen und folgerichtig bin ich dann auch aus der Gemeinschaft, in der ich damals war, rausgeflogen, war also nicht mehr erwünscht.

    Dann habe ich meinen Glauben ohne Gemeinschaft weiter gelebt und mich zunehmend der Philosophie zugewandt, weil mir die Bibel nichts mehr Neues geben konnte, meine Fragen nicht mehr beantworten konnte. Da war nur noch Leere, die ich dann mit Nietzsche, Rousseau, Descartes, Kierkegaard und anderen zu füllen versuchte.

    Aber geglaubt habe ich immer und irgendwann bin ich dann bei Meister Eckhart gelandet und das war eine Offenbarung! Eckhart hat mir dann mein ganzes Leben erklärt. Er wusste was geschehen war und kannte sogar das Heilmittel. Er hat mich neu beten gelehrt und mir gesagt, warum es damals das Allerbeste und Allernützlichste gewesen war, dass ich mich so leer gefühlt hatte.

    Gott war ganz konsequent mit mir, weil ich ihn ja auch darum gebeten hatte, aber ich muss zugeben, dass mich das damals überfordert hatte (ganz genau so, wie du es in deinem Post bzgl. Gebetserhörung beschrieben hast).

    Jetzt mache ich kleine Schritte, bin achtsamer, nicht mehr so ein Wildfang und das bekommt mir sehr gut. Mit Gott bin ich in Frieden!

    LG
    Provisorium
    Geändert von Provisorium (22.08.2014 um 18:32 Uhr)
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  5. #5

    Standard

    Das war ein sehr schöner und Gut-tuhender Beitrag von Dir @Provisorium. Hab dem glatt nichts hinzuzufügen... das gibts sogar auch mal bei mir :-) Ich lass ihn schön wie er ist so im Raum stehn. Danke. lg Net.Krel :-)

  6. #6
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    Ich hätte gerne an dieser Stelle meine persönliche Meinung zu Paulus gesagt:
    Paulus war ab und zu vom Geist Gottes beseelt. „Ab und zu“ eben, nicht immer. Ich sehe ihn fast vor mir, wie er beseelt vom Hl. Geist, von der Liebe schreibt, vom Erlöst sein vom Zusammenhalt innerhalb der Gemeinden. Ich meine Gottes Geist immer wieder zu entdecken. Wäre das Christentum eine Weltreligion ohne Paulus? Vielleicht wäre das Christentum eine kleine unbedeutende, vielleicht schon vergessene Sekte der Juden.
    Doch da gab es eben noch den Menschen Paulus. Der sich überlegt hat, was er den Griechen, oder Römern schreiben muss, um zu gefallen. Der es gut gemeint hat, aber eben nur ein Mensch war, der von Frauen und ihren Kopfbedeckungen schrieb, um die Griechen nicht zu erschrecken. Der meinte jede Regierung sei von Gott eingesetzt, nur um den Zorn des römischen Kaisers nicht zu erwecken.
    Ich halte die Bibel eben nicht für Gottes unverfälschtes Wort. Weil es eben Menschen geschrieben haben. Und das ist gut so. Müsste ich sie wörtlich nehmen, würde ich mich vom Christentum abwenden.
    Menschen, auch „vergeistigte“ und „von Gott beseelte“, sind halt nur Menschen. Menschen machen eben auch Fehler.
    Liebe Grüße
    Renate
    Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
    doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

    (1. Korr. 13,13)

  7. #7

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    Zitat Zitat von Renate Beitrag anzeigen
    der von Frauen und ihren Kopfbedeckungen schrieb
    Das Thema finde ich besonders spannend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass manche Übersetzer von einer "Macht" auf ihrem "Haupt" sprechen und das entsprechende Kapitel im 1. Korintherbrief ja sogar benennt, wer denn das "Haupt" der Frau und wer die "Macht" über ihrem Haupt ist ... Das wäre wohl aber ein neues Thema, wenn nicht gleich ein ganzes Buch.

  8. #8

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    Gut ge/beschrieben @Renate... ich seh's übrigens auch so.

  9. #9
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    Hallo FrauShane,

    es tut mir sehr leid, aber ich habe nicht im Geringsten eine Ahnung, was du mir mit eigentlich sagen möchtest!

    Du behauptest zwischen uns stünde ein Beziehungsthema und dass ich dir ein falsches Bild und mein Denken übergestülpt hätte, dass ich deine Worte von deiner realen Person trennen würde usw. Das alles kann ich nicht sehen! Ich schreibe und reagiere hier lediglich auf Posts und habe hier, in diesem speziellen Fall, ganz einfach nur ehrlich gesagt, was ich fühlte.

    Damit wollte ich dir weder etwas überstülpen, noch ein Beziehungsthema draus machen, oder deine Worte von deiner realen Person trennen. Ich habe einfach nur meinen Eindrücke bezüglich dieses Threads zum Ausdruck bringen wollen! Wenn ich damit komplett falsch lag und du das ganz anders siehst, dann habe ich damit kein Problem und ich finde, dass du damit auch kein Problem haben müsstest, denn schlussendlich unterhalten wir uns hier ja nur miteinander und halten nicht übereinander Gericht!

    Umso weniger kann ich verstehen, welche Dimensionen du aus meinen Posts heraus liest! Du betrachtest mein theologisches Denken als Manifestation eines Beziehungsproblems...

    ...weil ich dir anhand einiger thematischer Punkte aufzeigen möchte, wie sich auch dein theologisches Denken als ein (und zwar dasselbe!) Beziehungsproblem manifestiert...
    ...reihst Vorurteil an Vorurteil...

    ...die Überlegenheit der christlichen Lehre gegenüber der buddhistischen...[]... Aber angesichts der Tatsache, dass ihr Paulus nicht akzeptieren könnt, wollte ich bei Jesus bleiben, den ihr akzeptieren könnt...[]...Net.Krel ist sehr oft ab vom Schuss, wenn es um die Einschätzung meiner Worte, meiner Persönlichkeit und meinen Beweggründen geht, und auch dir passiert das häufiger...[]...Wenn ihr an die Bibel genauso herangeht (misstrauisch, voreilig Unterstellungen zusammenreimend, dabei Unrecht tuend und es nicht mal merkend), dann ist es kein Wunder, dass ihr zu so vielen Dingen so negative Sichtweisen habt und an bestimmten Stellen auch wahrscheinlich nicht final durchbrecht...[]... Aber ich bin traurig darüber, dass du dich nicht wenigstens korrigieren lässt...
    ...und zu dieser, noch lange nicht vollständigen Auswahl an Vorurteilen mag ich dir jetzt mal was sagen!

    In deinen Augen mag die christliche Lehre ja der buddhistischen Lehre überlegen sein, aber das ist eben nur in deinen Augen so! Für mich persönlich ist die Lehre zweitrangig und das Herz des Gläubigen das Entscheidende. Eine verstandesmäßig verarbeitete Lehre, ein verinnerlichtes Lehrgebäude mag ja eine feine Sache sein und wahrscheinlich brauchen wir Gläubigen alle, mehr oder minder, eine Identifikation mit einer der vielen Lehren, die uns zu Gott führen sollen, aber letztlich ist es nicht der Glaube an eine bestimmte Lehre, die uns Gott näher bringt, sondern ein ihm gegenüber aufgeschlossenes Herz, eine offene Seele, die Bereitschaft zu ihm umzukehren, sich ihm zuzuwenden. Und wenn das jemand auf Grundlage welcher Lehre auch immer angehen und vollenden mag, ist das in meinen Augen gleichwertig! Wir Beide haben also, so denke ich, kein Beziehungsthema am Laufen, sondern wir schauen nur mit unterschiedlichen Augen in die Welt hinaus. Und das ist völlig ok!

    Ich habe nie gesagt, noch gedacht, dass ich Paulus nicht akzeptieren könne. Ich akzeptiere ihn sehr wohl, ich halte nur einige Lehren und Aussagen von ihm für falsch. Würde ich Paulus generell nicht akzeptieren, würde ich mich nicht so intensiv mit seiner Lehre auseinandersetzen. Aber da ich mich mit seiner Lehre auseinandergesetzt habe und ihm, wie gesagt, einige Jahre meines Lebens sogar geglaubt habe, kann ich nicht behaupten, dass ich ihn nicht akzeptieren würde. Ich habe nur die Diskrepanz zwischen seiner Lehre und der Lehre Jesu gesehen und bekomme das einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Ich stehe Paulus also kritisch gegenüber, aber nicht vollends ablehnend. Und ich möchte nicht als einer bezeichnet werden, der Paulus nicht akzeptiert, nur weil ich seine Lehre differenziert betrachte und auch weiterhin differenziert betrachten möchte!

    Es mag ja sein, dass du dich von net.krel und mir missverstanden fühlst, aber ich kann dir, zumindest was meine Person betrifft, versichern, dass ich dir, soweit es mir möglich ist, so offen wie ich nur kann begegnen möchte. Ich habe kein schlechtes Bild von dir und schon gar nicht habe ich dich bereits irgendwie abgestempelt! Selbstverständlich habe ich mir von dir, wie auch von jedem anderen User hier bei den Gnadenkindern, ein Bild gemacht (anhand dessen was und wie du schreibst), aber dieses Bild entspricht exakt dem Bild, dass sich jeder Mensch von seinem Gegenüber macht, wenn er mit ihm in schriftlichen Kontakt steht - nicht mehr und nicht weniger! Das ich dabei auch mal weit ab vom Schuss bin, dürfte deshalb selbstverständlich sein. Das ist eine ganz natürliche Sache und in der Wissenschaft nennt man das "Fremd- und Selbstbild" und nicht selten driften die beiden Bilder sehr weit auseinander....Das ist normal!

    Desweiteren gehe ich an die Bibel weder misstrauisch, noch voreilig Unterstellungen zusammenreimend und dabei Unrecht tuend heran und ich merke sehr wohl, wenn ich einem Text gegenüber doch einmal voreingenommen sein sollte. Mein Verhältnis zur Schrift ist ein Inniges, von tiefster Liebe und Sehnsucht geprägtes! Ich hatte mich ihr völlig hingegeben, zu Zeiten, wo Gleichaltrige, (zurecht), das Einströmen ihrer Hormone in die Blutbahn mit reichlich Alkohol und Partys zu begrüßen verstanden! Ich hatte mich jedoch, wie empfohlen, in mein Kämmerlein zurückgezogen und ich habe es nicht bereut!!! Ich bin unendlich dankbar für meinen Glauben und mein Glaube ist untrennbar mit der Schrift verbunden, auch wenn ich sie heute anders verstehen sollte, als du es vielleicht tust. Misstrauisch, unterstellend, ihr Unrecht tuend und mir irgendwas zusammenreimend habe ich sie jedenfalls nie betrachtet (jedenfalls nicht bewusst) und ich finde auch nicht, dass ich der Bibel gegenüber negative Sichtweisen hätte. Ich sehe sie einfach so, wie sie sich mir im Laufe der Zeit zu erkennen gegeben hat. Und damit bin ich sicher auch noch nicht am Ende!

    Über was bist du denn nun konkret traurig? Das ich mich nicht korrigieren lasse? Inwiefern? Soll ich all meine Lebens- und Glaubenserfahrungen sausen lassen und fortan so glauben, wie du es dir wünschst? Soll ich deiner Vorstellung von gesunder Lehre folgen? Was ist eigentlich los mit dir, FrauShane? Du sagst, du würdest mich in die Hölle fahren lassen, aber bist gleichzeitig traurig, weil du das Vorurteil in mich hineinprojezierst, dass ich der Bibel (inklusive, natürlich, Paulus!!!) keine Chance geben würde. Woher weißt du das alles? Alles was du weißt, wenn du mal ehrlich bist, ist, dass du mich in die Hölle fahren lassen würdest! Von meinem Verhältnis zur Bibel und Gott verstehst du rein gar nichts!

    Und weshalb ist das so? Das ist, weil du mir ein Bild überstülpst (du mir, nicht ich dir!), weil ich in deinem Gedankengefängnis gefangen bin und in Ketten liege und nun überträgst du dein für mich gebautes Guantanamo, auf deine Person! Du suchst die Opferrolle, willst den Spieß umdrehen, meine einfachen und aus lauterem Herzen geborenen Fragen verkehren und das ganze gipfelt dann in deinem Satz:

    Du vertraust mir nicht in dem, was ich über mich selbst sage, sondern stülpst mir dein Denken über und machst dir ein Bild von mir, das anders ist, als ich in Wahrheit bin.
    Ja wer bist du denn in Wahrheit? Ich habe dich hier bisher nur kennen gelernt, als die FrauShane, die mich in die Hölle fahren ließe, die wähnt, dass ich mich nicht korrigieren lassen würde und meint, dass ich der Bibel keine Chance geben würde!

    Und du sprichst nun davon, dass ich dir mein Denken überstülpen würde?

    Ich kann dir sagen und dir versprechen, dass ich dich sein lasse, was immer du auch sein möchtest! Und ganz egal was auch immer du seist, ganz egal wohin dich dein Weg auch führen mag, ich wünsche dir das Himmelreich!

    Aber eins macht es mir wirklich schwer! Du sagtest, du musstest weinen, als du meine Worte last. Du meinst, du könntest verstehen, was damals in und mit mir geschehen war! Du nennst es "paulinische Bedrängnis", "Römerkampf", "Sündenfokus", hast dir also feine Worte dafür ausgedacht, aber glaube mir, da stülpst du mir was über! Wäre es nicht so, hättest du nicht die Vorurteile aufgereiht, die ich weiter oben erwähnte!

    Denn ich hatte mein ganzes Herz gegeben und nie habe ich etwas davon zurück behalten, noch zurück verlangt! Dein Urteil über mich ist falsch! Und deine Tränen entsprechen wohl eher eine aus der Tiefe deines Selbst kommenden Befriedigung, als ein aufrichtiges Mitfühlen meines Schmerzes und meiner Bitternis! Und doch behauptest du, dass ich es sei, der dir etwas überstülpen wolle!

    Ne, FrauShane, davon verstehst du nichts! Und da kannst du nicht von deiner Person auf mich schließen. Genauso wenig wie du behaupten kannst, dass ich dich in ein unzulässiges Bild pressen würde! Ich wollte mich hier nur nett unterhalten, aber du machst gleich eine existentielle Sache draus, so als würdest du mich kennen! Mich und meine Kämpfe, meine Einstellung, mein Herz...

    Aber nichts davon kennst du. Du kennst nur die Liebe zu deinen Worten, deinen Ausdrucksmöglichkeiten, deine Selbstverliebtheit! Du kehrst die Dinge gerne um und machst gern viele Worte und glaubst, dass viele Worte überzeugen!

    Aber mich überzeugst du nicht im Geringsten! Und warum? Weil du z.B. Johannes für einen Augenzeugen Jesu hältst. Das war er aber nicht. Johannes erzählt immer nur von einer Allegorie Namens Jesu:

    Sowohl die literarische Gestalt als auch das theologische Profil des Joh sprechen dagegen, dass ein Augenzeuge und Jünger Jesu sein Verfasser war. [ ]
    Sein theologisches Profil weist den Verfasser des Joh als einen Autor aus, der die Wirksamkeit Jesu mit erheblichem Zeitabstand und auf einem hohen Reflexionsniveau betrachtet. Damit dürfte er kaum zur Generation der ersten Zeugen gehören. Da der Verfasser intensiv Traditionen nutzt, deren Ursprung im hellenistischen Judentum zu suchen ist, war er selbst möglicherweise Judenchrist. Dafür könnte auch die Geschichte der Adressaten sprechen. (Quelle: http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/neues-testament/evangelien/johannes/ )

    Na ja, die Bibelwissenschaften...Egal!

    Aber weißt du was ganz schlimm für mich ist? Das du nicht spürst, wie aufrichtig und ehrlich ich bin! Nicht, dass mein Herz daran hinge, dass du spürst wie aufrichtig und ehrlich ich bin, aber ich würde dir niemals einfach so etwas überstülpen wollen! Du sprachst davon, dass für dich Mission etwas mit "Vorbild" und "Missverständnisse aufklären" zu tun habe! Deshalb und nur deshalb wähnte ich, dass deine Posts etwas mit Mission zu tun haben könnten! Aber offensichtlich bist du nicht hier um ein Vorbild zu sein und Missverständnisse aufzuklären, sondern viel mehr, weil du dich behaupten willst und verliebt bist, in die Art dich mitzuteilen und dich auszudrücken!

    Ach, liebe FrauShane,

    ich hatte keine "paulinische Bedrängnis", keinen Römerkampf" und auch keine "Sündenfokus", ich hatte alles verloren...

    Die Krähen schrei'n
    Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
    Bald wird es schnei'n –
    Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

    Nun stehst du starr,
    Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
    Was bist du, Narr,
    Vor Winters in die Welt – entflohn?

    Die Welt – ein Tor
    Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
    Wer Das verlor,
    Was du verlorst, macht nirgends Halt.

    Nun stehst du bleich,
    Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
    Dem Rauche gleich,
    Der stets nach kältern Himmeln sucht.

    Flieg', Vogel, schnarr'
    Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
    Versteck' du Narr,
    Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

    Die Krähen schrei'n
    Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
    Bald wird es schnei'n –
    Weh dem, der keine Heimat hat!

    Ich danke dir für deine Tränen, aber meine hast du nie gekannt!

    LG
    Provisorium



    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  10. #10

    Standard

    Ja... FrauShane... also ich kam ja auch vor in der Anklageschrift :-)

    Das Provisorium schrieb ja schon einiges dazu dem ich mich nur anschließen kann weil es auch mein Eindruck ist.

    Der Intellekt ist meiner Ansicht nach eigentlich dazu da um Klarheit zu schaffen und die Dinge gut zu ordnen... wenn das nicht der Fall oder das Ergebnis ist dann stimmt da einfach was nicht... beim Lesen Deines letzten Beitrags und aber auch in vielen anderen dreht sich bei mir eigentlich (oft) nur der Kopf.

    Die von @Provisorium angesprochene "Fremd-Projektierung" der eigenen Defizite auf andere, die Selbstverliebtheit, imho auch eine gute Portion Überheblichkeit und ebenfalls ein "ständiger Geschmack des Paradoxen" und "nicht Greifbaren" bilden wir uns (bzw. ich) auch nicht ein sondern das taucht ja fast ständig auf... ein wirklichs Bild von Dir hab ich jedenfalls nicht... weil das eigentlich gar nicht möglich ist weil einem beim Lesen ja ständig der Kopf dreht :-) allerhöchstens flatternde Fragemente eines Bildes welche sich aber ja ständig ändern... und zwar anhand von dem was Du (von Dir) schreibst.

    Deswegen mein Tipp... (gut gemeinter Tipp): Versuchen einfach klar und deutlich ohne Verästelungen und Verschnörkelungen die Dinge auf den Punkt zu bringen was das Anliegen ist, was die Meinung/Ansicht ist. Ohne von 100ste ins 1000ste zu kommen. Abstaktionen vermeiden und einfach Konkret am liebsten Volksmündlich die Dinge beim Namen nennen.

    Lange Texte sind für mich persönlich kein Problem... die les ich alle durch. Anklagen und Kritk ist auch kein Problem... für mich zumindest nicht.
    Aber es muss doch echt bischen geordnet sein, zumindest so daß man dem allem irgendwie folgen kann auch.

    Das hat imho auch nichts mit dem Flair des Forums zu tun sondern das werden Dir in anderen Foren die Leute auch früher oder später sagen,.

    Das wäre also mein Senf dazu...

    Grüße Net.Krel


 

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    Letzter Beitrag: 13.10.2006, 15:03

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