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Baum-Darstellung

  1. #11

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    Lieber Ed,

    zunächst mal möchte ich Dich bitten, keine neuen Begrifflichkeiten zu erfinden. Den Begriff "Gerechtfertigung" gibt es nicht. Es gibt natürlich "sich rechtfertigen" und "gerechtfertigt werden". Das richtige Substantiv, auch bzgl. der verschiedenen christlichen Glaubensauslegungen, heißt Rechtfertigung. Und innerhallb der Glaubenslehren zieht der Begriff der Rechtfertigungslehre, und die Frage, wodurch wir vor Gott gerecht werden.

    Eines möchte ich noch kurz klarstellen: Im folgenden möchte ich nicht widerlegen oder alles für falsch erklären, was Du geschrieben hast sondern lediglich meine Glaubensauffasungen kund tun, die der der alten Kirche und damit der altkatholischen Glaubenslehre entspricht, die ich ja bekanntlich nicht für allein gültig halte und sich von der römisch-katholischen in einigen entscheidenden Punkten unterscheidet.

    Zitat Zitat von ed Beitrag anzeigen
    Wer aber seine Gerechfertigung nicht Jesus anvertraut, sondern sie in eigene Hände nimmt, soll sehen wie er zurechtkommt.
    Denn Gott hat uns die Gerechtfertigung angeboten. Im Glauben an Jesus. So wie Er den Israeliten in der Wüste die Heilung von Schlangenbissen angeboten hatte, im Blick auf die kupferne Schlange.
    Wenn jemand das Angebot Gottes damals mißachtet hat, mußte sterben.
    Wer das Angebot Gottes heute mißachtet, bekommt das Leben nicht.
    Das Angebot Gottes ist, dass jeder durch die Erlösungstat SEINES Sohnes und durch SEINE Gnade das Heil, das ewige Leben, erlangen kann. Dazu muss man sich in einem gerechten Stand befinden. Die Protestanten sehen sich bereits durch den Glauben an unseren Erlöser allein gerechtfertigt. In den katholischen/orthodoxen Kirchen kommt jedoch noch die Verantwortung für die eigenen Taten bzgl. des Erlangens des Gnadestandes hinzu (in unterschiedlichen Variationen). Und diesbzgl. ist auch meine Überzeugung, dass der Glaube allein nicht ausreicht. Man muss das eigene Leben bzgl. der Nachfolge Christi so gut man es vermag anpassen, insbesondere wenn es um wirklich schwere Sünden geht. Wirkliche Reue und Umkehr sind wichtige Bestandteile. Und das Vortäuschen derselben nützt natürlich gar nichts, da ER die Wahrheit in uns erkennen wird.


    Zitat Zitat von ed Beitrag anzeigen
    Denn mann muß sich dessen bewußtwerden, was es heißt: Gerechtfertigung.
    ....
    Genau in diesem Sinn muß auch die Gerechtfertigung Gottes verstanden werden. Alle, die an Jesus glauben, b.z.w. ihm vertrauen, hat Gott für unschuldig erklärt.
    Das ist eben aus meiner glaubentechnischen Sicht ein Unterschied zwischen unseren Auffassungen. ER hat uns durch die Erlösungstat SEINES Sohnes nicht generell und vor allem individuell für unschuldig erklärt sondern uns durch die Hinwegnahme "der Sünde der Welt" die Möglichkeit gegeben, wieder in den Stand der Gnade zu gelangen. ER hat uns damit nicht von unserer eigenen Verantwortung freigesprochen und keine "Generalamnestie" verliehen.
    Geändert von Sarandanon (28.08.2014 um 13:17 Uhr)


 

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