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  1. #1

    Standard

    Hallo
    Ich war schon länger nicht mehr hier und habe jetzt nicht alle 10 Seiten durchgelesen

    Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, wenn ich nur "ganz allgemein" zum Thema schreibe, von meinen Erfahrungen mit christlichen Fundamentalisten her.


    Mein Fazit aus meinen bisherigen Erlebnissen:
    Mir scheintdas "Fundament" dieser Strömung (in ihrer negativen Ausprägung, nicht die gute Ausrichtung auf das Fundament Jesus Christus) ist eine Art "Werkgerechtigkeit. Mit der "Verfeinerung", dass an die Stelle des "guten Werk" der "richtige Glaube" steht, den der Mensch "erbringt".
    Der "richtige Glaube" ist dabei exakt definiert nach dem "Glaubensinhalt", was alles unbedingt geglaubt werden muss und was unter keinen Umständen geglaubt werden darf.


    Dadurch wird aus einer "lebendigen Gottesbeziehung" (Leben im Dialog und das Vertrauen auf einen Gott, der auch jemanden, der nicht alles richtig versteht und glaubt, leiten und führen und ihm die nötige Erkenntnis zur richtigen Zeit schenken kann für das, was wirklich wichtig ist im Leben) eine "Ausrichtung an einem "toten" Dogmenkonstrukt, um Gott dadurch zu gefallen.


    Weil die "Exaktheit des Geglaubten" so heilsentscheidend ist, führt das natürlich auch zur Intoleranz gegenüber "Abweichlern", in denen "lauwarme Kompromissler mit dem Zeitgeist" gesehen werden und die als schlimme Irrlehrer bekämpft werden müssen, weil ihre Lehre so "verführerisch gut klingt" und sie als "Wölfe im Schafspelz" die wahren Gläubigen zu Fall bringen können, wenn sie nicht mit allen Mitteln bekämpft werden.

    Hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht?
    Padma

  2. #2

    Standard

    Hallo Padma,

    Zitat Zitat von Padma
    Hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht?
    ja, diese Erfahrungen macht wohl jeder, der in irgendeiner Form mit dem Fundamentalismus zu tun hat. Fundamentalismus bedeutet ja gerade, unter keinen Umständen abzuweichen von der engen, starren und fest betonierten Heilslehre, keinen Millimeter, auch wenn der eigene Verstand, die allgemeine Vernunft und endlich auch unsere innere Stimme sich dagegen sträuben. Fundamentalismus ist eine kranke Art zu glauben, die den Kranken noch kränker macht, ein Gefängnis der Seele; ein Teufelskreis, in der die Droge der fixierten Lehre als einzige Sicherheit im Leben gilt. Das wissen Leiter fundamentalistischer Gemeinschaften auch sehr gut und machen sich das für ihre Machtgelüste zunutze, sie machen die Gläubigen regelrecht abhängig. Das geschieht vor allem in Sekten, aber auch anerkannte kirchliche Gemeinschaften stehen oft in der Gefahr, geistigen Mißbrauch an den Gläubigen zu verüben, gerade in unabhängigen Gemeinden.

    Viele Menschen haben eben ein tiefsitzendes Bedürfnis nach Sicherheit, Einfachheit und Autorität, besonders in einer Welt, in der diese Bedürfnisse immer unzureichender befriedigt werden. Das ist der Grund, warum Fundamentalisten auch Zulauf haben: Da steht nicht Gottes Segen dahinter, sondern die reine Angst vor dem Morgen. Diese Angst muß ernstgenommen werden, wie auch die auslösenden Bedürfnisse. Es muß aber auch klar gewarnt werden, im Fundamentalismus das Heil zu suchen, das es nur in der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus gibt und nicht in einer gleichgeschalteten Masse "Heiliger Soldaten Gottes". Das gegenwärtige Massaker an Kindern in Pakistan ist eine Frucht des Fundamentalismus, nicht des Islams. Und es wird auch nicht aufhören, wenn Fundamentalisten nicht erkennen, daß sich das Heil nicht in Kollektivismus, Dogmen, Fremdbestimmung oder sonst außerhalb des eigenen Herzens finden läßt.

    Ich bete, daß jeder Fundamentalist zu sich nach Hause kommt, in sein Herz kommt, zu Gott kommt. Amen.

    Liebe Grüße, Plueschmors.

  3. #3

    Standard

    Zitat Zitat von Padma Beitrag anzeigen
    Mir scheintdas "Fundament" dieser Strömung (in ihrer negativen Ausprägung, nicht die gute Ausrichtung auf das Fundament Jesus Christus) ist eine Art "Werkgerechtigkeit. Mit der "Verfeinerung", dass an die Stelle des "guten Werk" der "richtige Glaube" steht, den der Mensch "erbringt".
    Der "richtige Glaube" ist dabei exakt definiert nach dem "Glaubensinhalt", was alles unbedingt geglaubt werden muss und was unter keinen Umständen geglaubt werden darf.


    Dadurch wird aus einer "lebendigen Gottesbeziehung" (Leben im Dialog und das Vertrauen auf einen Gott, der auch jemanden, der nicht alles richtig versteht und glaubt, leiten und führen und ihm die nötige Erkenntnis zur richtigen Zeit schenken kann für das, was wirklich wichtig ist im Leben) eine "Ausrichtung an einem "toten" Dogmenkonstrukt, um Gott dadurch zu gefallen.
    Auf die Bewehgung "The Call" trifft deine Beschreibung nicht zu. Da wird, meines Erachtens nach, zu viel auf "lebendigen Gottesbezug" gesetzt, und zu wenig auf das Wort Gottes.

    Im Judentum stand die Tora über jede persönliche Gotteserfahrung.
    Jede persönliche Gotteserfahrung mußte mit der Tora übereinstimmen, in ihr Bestätigung finden.
    Und das hat Jesus nicht geändert.

    Bei den Heiden dagenen, die kein Gesetz Gottes hatten, das als Maßtab aller Gotteserfahrungen galt, und an dem diese gemessen werden sollten, standen die persönliche Götter- Gotteserfahrungen an erster Stelle. Dann kann kein Hochstappler als Betrüger entlarvt werden.
    Diese Sichtweise hat sich auch die die Christenheit eingeschlichen.
    Und dann kommt folgendes raus:
    http://video-stream.cz/cz/video/diMO...bens-Grundkurs
    Diesen Betrug kann man nur mit der Bibel wiederlegen.

  4. #4

    Standard

    Ja, Plueschmors, das kann ich mir gut vorstellen, dass so ein Bedürfnis dahinter steht, gerade in der heutigen Zeit, wo es doch sehr an echten Idealen fehlt und so viel aus "mehr Schein als Sein" besteht. Da sehnt man sich doch nach verbindlicher Wahrheit, auf die man sich ohne ständiges Infrage-stellen-müssen einfach verlassen kann.
    Dieses Bedürfnis finde ich ja auch sehr legitim.
    Aber wenn das auf Kosten der Freiheit und Lebendigkeit des Glaubens geht, läuft irgendetwas falsch, meine ich.

    @ Ed, diese Bewegung kenne ich nicht, musste erst einmal googeln.
    Bei Wiki habe ich aber diese Beschreibung gefunden:

    Wesentlicher Zweck dieser Ferienfreizeiten war es, die Teilnehmer zu einer bibeltreuen Lebensführung anzuleiten,
    http://de.wikipedia.org/wiki/The_Cal...emeinschaft%29

    Das hört sich eigentlich schon so an, als ob die Bibel doch eine grosse Rolle spielen würde.

    Allerdings ist mir auch das schon begegnet, was du beschreibst - "abgehobene Schwärmerei", Suche nach bestätigenden Gefühlserlebnissen usw. Insbesondere von manchen Mitgliedern der Pfingstbewegung.
    Das habe ich bisher aber eher nicht als "fundamentalistisch" bezeichnet, sondern eher als "abgehoben vom Fundament" Richtung "Subjektivismus".
    Aber wenn ich die Bewegung gar nicht kenne, möchte ich mir darüber lieber kein Urteil zutrauen.
    lg
    Padma

  5. #5

    Standard

    Moin,

    Zitat Zitat von ed
    Im Judentum stand die Tora über jede persönliche Gotteserfahrung. Jede persönliche Gotteserfahrung mußte mit der Tora übereinstimmen, in ihr Bestätigung finden.
    sagen wir statt Judentum eher im Pharisäer- und Schriftgelehrtentum... Jesu Auftreten in den Evangelien macht vor allem eines sehr klar: Der Fundamentalist will die Begegnung mit Gott am einmal ergangenen Gesetz messen, er will Gott verfügbar halten, in die Tasche stecken. Jesus aber läßt sich nicht einbetonieren und ans Gesetz fesseln, vielmehr vertieft und überbietet er es durch liebevolle Vergebung. Dennoch hält der Fundamentalist am Gesetz fest und will Gott darin bannen und töten, Joh 19,7: "Wir haben ein Gesetz und nach dem Gesetz muss er sterben." Und das ist die eigentliche Perversion: Der fundamentalistische Geist, der eigentlich das Gute will, schafft ausschließlich Böses bis hin zum Tode Gottes. Ein solcher Glaube geht auch heute noch über Leichen.

    Zitat Zitat von Padma
    Dieses Bedürfnis finde ich ja auch sehr legitim. Aber wenn das auf Kosten der Freiheit und Lebendigkeit des Glaubens geht, läuft irgendetwas falsch, meine ich.
    Sehr richtig, die wenigsten fühlen sich auch wohl dabei; falscher Glaube kann sehr, sehr krank machen. Allerdings leben auch einige davon, wie gesagt, "Leiter"... Das sind Hirten ohne Gnade, Wölfe im Schafspelz, die die Schäflein zur Gesetzlichkeit anhalten und darin versklaven. Hier ist jedem dieser Schäflein die Befreiung zu wünschen.

    Liebe Grüße, Plueschmors.

  6. #6

    Standard

    Zitat Zitat von Padma Beitrag anzeigen
    diese Bewegung kenne ich nicht, musste erst einmal googeln.
    Kannst ja zunächst das von mir verlinkte Video "Jesu' junge Garde" ansehen.
    Mann sieht den an, daß die Botschaft von Jesus sie angesprochen hat. Sie brennen für Jesus.
    Aber sie werden viel zu schnell in die Mission eingespannt. Die Bibel kennen sie nur oberflächlich.

    Bei Wiki habe ich aber diese Beschreibung gefunden:
    Wie gesagt, selbst ihre Lehrer kennen die Bibel nur oberflächlich. Sonnst wüßten sie, daß der Staat nicht zu retten ist. Er ist dem Untergang geweiht.
    Die Christenheit sollte eine Paralellgeselschaft, b.z.w. eine Gemeinschaft sein, die die Staaten überflüsseig macht und nach und nach auflöst.
    So aber investiert diese Jugend Zeit und Kraft in die Christianisierung des Staates, der sich zuletzt als das Tier aus Offenbarung entpupt.

  7. #7

    Standard

    Hallo ed,

    Zitat Zitat von ed
    Für vSatan und seine Spießgesellen.
    es ist Gift für die Seele:

    Fundamentalismus bedient das Bedürfnis nach Rückhalt, Autorität und Führung. Die richtige Ordnung gibt äußeren Halt und Sicherheit. Antworten auf die Fragen „Woher“ und „Weshalb“ machen Verankerung möglich. Die Relativität der Weltanschauung in der pluralistischen Gesellschaft schafft Verunsicherung und bedeutet auch eine Relativierung jeglichen absoluten Wissens. Daher erfolgt wieder der Rückgriff auf höhere, absolute Normen und Werte. Christlich fundamentalistische Gruppen bieten verlässliche Strukturen und klare moralische Regeln. Chaos und Ungewissheit können vermieden werden – Reglementierung und Zwang sind gelegentliche Folge. Fundamentalismus birgt die Gefahr der fanatisierbaren Intoleranz. Dämonisierung und Abwehr der bedrohenden liberalen Gesellschaft führen zur isolierenden Radikalisierung durch eine sichere Gemeinschaft, und damit zur Trennung von der übrigen Gesellschaft.
    Fundamentalismus ist asozial, herrisch, selbstentfremdend und gerade dadurch krankmachend. Wie Padma hier auch schon beschrieb, daß "ein reifer Glaube auch von weltlichen und falschen religiösen Sicherheiten und Abhängigkeiten befreit". Fundamentalismus ist keine Glaubensstärke, sondern aus allgemeiner Unsicherheit herausgeborene Angst.

    Die Bibel ist kein zeitloses Kompendium göttlich unfehlbarer Fakten, sondern ein Glaubenszeugnis. Als solches spricht es eine andere Sprache als die Wissenschaft. Mit dieser kann aber gegen eine rein materialistische Weltsicht Einspruch erhoben werden - zum Beispiel gegen den schrankenlosen und ökonomisierenden Zugriff der Gentechnik auf den Menschen. Soziale, religiöse Werte überleben nicht durch unhinterfragbare Dogmatisierung. Indem sie flexibel sinnorientiert vorgelebt werden, bieten sie Sicherheit in Freiheit.
    http://sekten-info-nrw.de/index.php?...d=126&Itemid=1

    Zitat Zitat von ed
    Der deutsche Staat ist also gottlos.
    Ein Staat ist ein Staat, eine politische Ordnung, er kann nicht gottgläubig oder gottlos sein, gläubig oder nicht ist nie eine Frage des Kollektivs, er kann sich aber gewisser Ideen für sein System bedienen, und der deutsche Staat bedient sich zweifellos gewisser christlicher Ideen, freilich noch mehr als so manch anderer Staat. Darum ist er aber nicht gottgläubig, sondern bestenfalls von christlichen Ideen inspiriert. Insgesamt ist die Bundesrepublik Deutschland ein Gemisch verschiedenster Ideen, die alle zusammen unser pluralistisches System ergeben. Eine Idee davon, erstmals im antiken "heidnischen" Griechenland verwirklicht, ist die Demokratie. Ich persönlich halte es mit der Demokratie nach Winston Churchill:

    Zitat Zitat von Winston Churchill
    Demokratie ist eine furchtbar schlechte Regierungsform, aber ich kenne keine bessere.
    Zitat Zitat von ed
    Die Vebündeten der Gottlosen, die Pseudochristen, sie sind es, die die Christenheit mit ihrer Bibelkritik überall der Lächerlichkeit preisgibt.
    Man muß schon sehr verzweifelt und am Ende sein, im liberalistischen Glauben Vernunft zu entdecken.
    Der Liberalismus hat im Gegenteil die Voraussetzung, alle Vernunft zu töten, dann erst kann man liberalistisch glauben. Man muß sein Gehirn und Herz mit Schlagworten und Parolen gewaltsam zum Schweigen bringen, eine mehrfache Gehirnwäsche erleben, dann kann man auch Liberalist sein.
    Naja, das Nachäffen und Verdrehen beherrscht Du immerhin gut. Du verstehst sicher, daß ich nicht auf Kindergartenniveau mit angeblich Erwachsenen diskutiere. Auch wenn Du Fundamentalist bist, würde ich mich freuen, wenn Du noch eigene Worte findest, auch wenn diese Dir verdächtig sind. Ich kann gut verstehen, daß Du keine Gemeinde finden kannst oder willst mit Deinen extremen Ansichten und Deinem bockigen Verhalten, noch nicht einmal in den berüchtigten rußlanddeutschen Gemeinden.

    Zitat Zitat von ed
    Falsch. Auch die Monarchie ist eine heidnische Erfindung.
    Die Bibel schreibt Theokratie vor.
    Das ist die übliche Haarspalterei, denn es ist jedem Christen klar, wer der Monarch und König ist, den die Bibel verkündet: Jesus Christus.

    Liebe Grüße, Plueschmors.
    Geändert von anonym018 (18.12.2014 um 15:27 Uhr)

  8. #8

    Standard

    Beitrag gelösche! Admin
    Die in diesem Beitrag benutzte Formulierungen sind unangemessen und beleidigend, was wir bei Gnadenkinder nicht lesen möchten.
    Vielen Dank für Euer Verständnis!
    Geändert von GnaKi-Team (18.12.2014 um 21:31 Uhr) Grund: unangemessene Ausdrucksweise! Admin

  9. #9

    Standard

    Zitat Zitat von ed
    Das Fundament eines Christen ist Jesus Christus, und alles was er und seine Aposteln gelehrt haben.
    Genau das ist der Punkt - dass das nicht klar auseinander gehalten wird.
    Jesus Christus ist nicht nur eine Vorschriftensammlung für ein heiliges Leben, die aus der Bibel heraus extrahiert werden kann. Wenn man das so macht, hat man dasselbe wie das mosaische Gesetz, lauter exakte Definitionen und Festlegungen für alle Eventualfälle, bei dem oft genug Mücken ausgesiebt und Kamele verschluckt werden (so wie Jesus es den Pharisäern und Schriftgelehrten vorgeworfen hat). Aber kein wirklich neues Leben aus der Kraft der Auferstehung und in der Freiheit, in die der Geist führt. Nur ein neues Gefängnis im toten Buchstaben.
    lg
    Padma

  10. #10

    Standard

    Zitat Zitat von Padma Beitrag anzeigen
    Genau das ist der Punkt - dass das nicht klar auseinander gehalten wird.
    Was soll auseinander gehalten werden? Jesus, und was er gesagt hat?
    Willst du sagen, daß du einen Jesus kennst, der gar nichts gesagt hat?


 

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