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Baum-Darstellung

  1. #11

    Standard

    Zitat Zitat von Plueschmors Beitrag anzeigen
    Das beschwören Fundamentalisten immer wieder, allerdings ergibt sich die Bibliolatrie mit unausweichlicher Konsequenz aus der fundamentalistischen Lehre; oft steht die Bibel sogar noch höher als Gott, wenn man Aussagen liest wie "Gott hat sich an die Bibel zu halten".
    Gott hält sich an sein Wort, denn er ist treu.

    Das entscheidet sich allein an Jesus Christus und unserem von ihm gebildeten Gewissen.
    Wie ich sehe, nicht so viel an Jesus, wie an eurem gebildeten Gewissen. Denn selbst Jesu Worte werden in Frage gestellt, umgedeutet und eurem Verständnis angepaßt.

    Macht es Dir Angst, daß der Heilige Geist die Menschen unterschiedlich lenkt und führt?
    Wenn es der Heilige Geist wäre! Ist es aber nicht.
    Selbst Luther hatte ihn vermutlich nicht, woher solltet ihr ihn haben?

    Der christliche Glaube ist eine höchst individuelle und persönliche Sache, kein unpersönlicher Kollektivismus.
    Und das ist komplett falsch. Falscher geht's nicht.
    Denn der Sinn des ganzen ist die Gemeinschaft, und zwar im folgenden Sinne:
    Eine besondere Untersuchung über den grundsätzlichen Unterschied zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft stammt von dem deutschen Soziologen Ferdinand Tönnies in Gemeinschaft und Gesellschaft von 1887 (viele Auflagen). Tönnies entwickelte darin den Ansatz, dass „Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“ beide den Gegenstand der (von ihm damit in Deutschland begründeten) „Soziologie“ ausmachten. Beide sind ihm Formen sozialer Bejahung, wobei der Wille, sich als einen Teil eines Kollektivs zu sehen (sich selbst notfalls als Mittel, das Kollektiv als Zweck – der Wesenwille), „Gemeinschaften“ ausmache – indes der Wille, sich eines Kollektivs als eines Mittels zum eigenen Nutzen zu bedienen (der Kürwille), „Gesellschaften“ konstituiere. In der Reinen Soziologie der Begriffe schlössen also die Begriffe „Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“ einander aus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft

    Und die Kirche, der Leib Christi, soll so eine Gemeinschaft sein.

    Pierre Teilhard de Chardin, Theologe und Naturwissenschaftler (Geologe, Antropologe und Paläontologe), führt in seinen Büchern "Der Mensch im Kosmos" und "Die Entstehung des Menschen" dazu, daß die Gemeinschaft die nächste Stufe der Evolution ist. Allerdings keiner blinden und zufälligen, sondern einer von Gott geplanten und gesteuerten.

    Dazu ist Jesus gestorben und auferstanden! Um eine neue Schöpfung in die Wege zu leiten.
    Individualismus aber ist schlicht und einfach Hochverrat. Verrat an Jesus, an seinem Tod und seiner Auferstehung.


    Natürlich kommt das aus Beobachtungen und persönlichen Erlebnissen. Wie kommst Du darauf, daß dem nicht so sei?
    Auf deinen ersten Post antwortete Kasper:
    Zitat Zitat von Kasper Beitrag anzeigen
    Ich für meinen Teil könnte das gar nicht so pauschal beantworten, denn auch hier gibt es ja nicht DEN typischen christlichen Fundamentalisten. Und die Mehrheit der mir bekannten Fundamentalisten sind meist so ganz anders als jenes Bild, dass durch die vordergründige Präsenz in vielen christlichen Internetforen vermittelt wird. Es sind zumeist warmherzige Menschen, um Ehrlichkeit und Tugendhaftigkeit bemüht, die bei aller Konsequenz in ihrem Glauben sich dennoch nicht über andere erheben, sondern ganz im Gegenteil auch in der Lage sind zuzugeben, dass sie weder Beweise noch Sicherheiten haben als allein die Gewissheit aus ihrem Glauben, eben deshalb aber anderen eine andere Meinung auch nicht absprechen.
    Das basierte auf Beobachtung und Erfahrung.
    Worauf du anwortest:
    Zitat Zitat von Plueschmors Beitrag anzeigen
    ich habe mich ein wenig bemüht, nicht zu pauschalisieren, sondern ein einigermaßen klares Bild zu zeichnen von dem, was ich mitsamt der Allgemeinheit unter christlichem Fundamentalismus verstehe.
    Dein Verständnis ist also von der Vorstellung der Allgemeinheit geprägt. Ein Produkt der Propaganda.

    Fundamentalismus tut nichts Gutes. Du wirst meine Beweggründe besser verstehen, wenn Du die befragst, die unter fundamentalistischer Herrschaft leiden: Im Islamischen Staat, Libyen, Afghanistan usw. etwa die jungen Mädchen und Frauen, die eben noch fröhlich gespielt und studiert haben und jetzt fremden Männern zu Hause in der Burka zu Willen sein müssen; im Christentum z.B. die Homosexuellen und "Besessenen", die wie Aussätzige gemieden und ausgegrenzt werden, von Ketzerverbrennungen der Vergangenheit mal ganz zu schweigen.
    Du wirfst hier islamischen Fundamentalismus mit dem Christlichen in einen Topf, und mischt noch eine gute Portion Taten der katholischen Kirche hinzu, die mit der Bibel absolut nichts zu tun hatten, sondern auf dem Mist gewachsen waren, den du heute vertrittst. Nämlich daß der Heilige Geist in den Menschen zugen ist und sie lehrt, unabhängig von der Bibel.
    Nun ja, anders kannst du offensichtlich deine Behauptung nicht aufrecht erhalten.
    Aber das einzige, was ich hier über christliche Fundamentalisten rauslese, ist, daß sie Homosexuelle und "Besessene" meiden. Wohlbemerkt, meiden, nicht verfolgen. Und das ist ihr volles Recht.

    Aber auch was die islamischen Staaten betrift hast du nur aus der Propaganda.
    Also, entweder plapperst du nur fremden Klatsch nach, oder du verbreitest ihn bewußt. Wirst du dafür bezahlt?

    Lehren wie der Kreationismus etwa basieren auf einem völlig verkehrten Verständnis der Bibel.
    Die naturwissenschaftliche Evolutionstheorie ist ein kompletter Blödsinn. Ein Wunschdenken der Gottlosen.
    "Man muß nicht das Wissen beseitigen, um dem Glauben Platz zu machen. Vielmehr muß man bereits etwas glauben, um überhaupt von Wissen und Wissenschaft reden zu können." (W. Stegmüller)
    Und was glauben die gottlosen Wissenschaftler?
    "Die Evolution ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben aber daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar." (Sir Arthur Keith)
    "Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, daß eine lebendige Zelle von selbst entsteht; aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen." (Biochemiker Ernest Kahane)

    Und dieser absurde, unsinniger Glaube ist heute in der modernen Welt weit verbreitet.
    "Es ist unglaublich was die Ungläubigen alles glauben müssen." (Kardinal Faulhaber)

    Und wenn einige Vernunftgeleitete ihre Stimme gegen diesen Unsinn erheben, werden sie der Irrlehre beschuldigt.

    "Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von Lebewesen hervor ..." (Gen. 1:24)
    Das ist der Befehl zur Evolution.
    Weiter steht aber:
    "Gott machte alle Arten ..."
    Ein Wiederspruch? Nein. Das zeigt daß Gott diese Evolution gelenkt hat. Denn nur er weiß, wie ein Genom verändert werden muß damit eine neue, lebensfähige Art entsteht.
    Der VW Golf hat auch eine Evolution durchgemacht, von Golf 1 bis Golf 7. Diese Evolution aber hat einen Schöpfer.
    Genau so in der Tierwelt.

    Immerhin billigst Du einigen Texten auch eine Sinnbildlichkeit zu, was schon als Erfolg zu werten ist. So denken nicht viele Fundamentalisten.
    Stimmt nicht. Auch sie billigen den, nicht nur einigen, wie auch ich, Texten Sinnbildlichkeit zu. Was aber ihrer Historizität nicht im Wege steht. Wie bei dir.

    Du bist über Luther offenbar ganz falsch informiert.
    Ich bin über ihn genug informiert, daß ich ihn nicht für einen Propheten halte. Nicht mal für einen Lehrer, im biblischen Sinne. Denn er hat die Bibel nicht verstanden.
    Aber da war wie Salomo schreibt:
    "Nicht den Schnellen gehört im Wettlauf der Sieg, nicht den Tapferen der Sieg im Kampf, auch nicht den Gebildeten die Nahrung, auch nicht den Klugen der Reichtum, auch nicht den Könnern der Beifall, sondern jeden treffen Zufall und Zeit." (Koh. 9:11)
    Es war an der Zeit, daß die Bibel verbreitet werden sollte. Die Druckerpresse war ja bereits erfunden. Und Erasmus von Rotterdam hate auch das N.T. bereits übersetzt. Das Luther zur Grundlage seiner Bibelübersetzung nahm, und etwas überarbeitete.
    Jetzt brauchte Gott Menschen, die für diese Sache brennen. Und er gab lutherschen Reformation gewissen Erfolg.

    Daß Luther ein Fundamentalist (in deinem Sinne) war, sieht man aus seinem Konflikt mit Calvin bezüglich des Abendmahls.
    Galvin nahm das Brot als Leib, und Wein als Blut Christi im übertragenen Sinne, metaphorisch, Luther aber wörtlich.

    Kann man alles, kann man alles, nichts ist unmöglich, man muß sich allerdings biegen und krampfen... Man kann es aber auch einfach metaphorisch deuten und einfach annehmen, daß Gott die Zeit angehalten hat.
    Auch das wäre eine wissenschaftliche Erklärung.
    Geändert von ed (04.12.2014 um 17:34 Uhr)


 

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