@Geli

Mk 12,29 Jesus antwortete ihm: Das erste ist: »Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr; ..... 32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn er ist einer, und es ist kein anderer außer ihm;

Der Schriftgelehrte hier bei Markus 12 weist ausdrücklich auf Gott hin, weg von der Gesprächsgruppe, unter welchen ja auch Jesus steht, hin auf den einen und einzigen Gott, und Jesus beansprucht hier keinen Teil davon für sich.
Rein von der Situation, dem Glauben und der Kultur ist es hier ferne, eine Gottheit Jesu für möglich zu halten. Auch eine Gottheit "Geist" gibt es nicht, das wurde alles später definiert und personifiziert. Im Gegenteil, Jesus intervenierte in keiner Weise. Jesus schliesst sich nicht von der Gottessohnschaft aus, sondern schliesst sich aus der Gottheit aus. Vielleicht hatte ich das nicht verständlich geschrieben.


Hmm, da steht auch, dass Ephraim (Israel) der Erstgeborene Gottes sei (Jer 31,9, damit du nicht lange suchen musst). So ist Israel auch göttlich? Und wer ist nun der zuerst Erstgeborene, da wir inzwischen 2 Erstgeborene Gottes haben?

Geboren, was heisst geboren, oder gezeugt? Das Wort ist ja identisch. Woraus sind die nun gezeugt oder geboren? Was meint nun Gott, wenn er sagt, dass sei sein erstgeborenerer Sohn?

Wenn der Mensch nun ein Elohim ist, ist er auch göttlich und ist er dann Gott?
Engel, sind die auch göttlich? Sind sie deswegen Gott?

Eine Praline schmeckt himmlisch oder göttlich, ist es dann der Himmel oder Gott?

Eine Idee kann satanisch sein, ist sie deshalb Satan oder gar vom Satan?


Also „göttlich“ sein bedeutet nicht, Gott zu sein.

Es gibt da bei Hiob auch himmlische Gottessöhne, wo ja auch Satan darunter ist. Sind die denn auch Gott? Ich kann mir gut vorstellen, dass der Messiach einer dieser Gottessöhne ist, aber das gehört ja nicht in diesen Thread, irgendwo habe ich diese Gedanken schon mal hier geschrieben und etwas erläutert.


Zu Joh 10: Dort klagen die Juden (welche Juden überhaupt? Weshalb wird hier so pauschalisiert, also der Text ist in sich nicht so präzise, man merkt die grosse Distanz zum damaligen Geschehenen), dass sich Jesus Gott gleich machen würde mit dem Anspruch als Gottessohn. Jesus hält ihnen dagegen, dass es ja geschrieben steht, dass der Mensch ja auch ein Elohim sei, ein Gott sei, was ja demnach genau so eine Häresie und„lästerlich“ ist. Wo soll denn da der Unterschied noch sein, zwischen dem Anspruch auf Gottessohn oder dem Recht auf Elohim gemäss dem Zitat aus Psalm 82? So will Jesus da vielmehr auf den hohen Stellenwert des Menschen eingehen, und er ist sich seiner Sendung sehr bewusst. Er stellt sich aber dem Menschen gleich.



Lehit

Alef