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Betreff: Johannes der Täufer und Jesus ...



Hallo Digido,
ich denke, deine Annahmen lassen sich nicht wirklich mit den biblischen Zeugnissen vereinbaren, das geht nicht nur aus den bereits angeführten Passagen hervor (siehe mein voriges Posting), sondern läßt sich durch weitere Belege ergänzen:

Laut den Schriften wußte Johannes wer Jesus war, ob nun durch den HG inspiriert oder durch eine andere Autorität, auf jeden Fall wurde Johannes genau in Kenntnis gesetzt. Darum verblüfft es ja, wenn wir später erfahren, daß Johannes nach der Begegnung am Jordan Jesus fragen läßt, ob er der von Gott verheißene Messias ist, wo er ihn doch bereits als Lamm Gottes ausgwiesen hatte. Zudem darf man nicht vergessen, daß er selbst kein zufälliger Zeuge war, sondern auserkorene Wegbereiter, der die Aufgabe hatte, Jesus zu bezeugen, seine Wege zu ebnen und das jüdische Volk auf sein Kommen vorzubereiten.

Grüße
A.

Ich sehe nicht, dass das, was ich schrieb, dem biblischen Zeugnis widersprechen könnte. Aber wahrscheinlich liegt Deine Auffassung an einer falschen Vorstellung vom Reden Gottes. Kann kann nicht reden, denn er hat keinen Mund. Er kann auch keinem Menschen irgendeinen Auftrag einprägen.
Das "Reden Gottes" ist, wie wir heute auch durch vielfache Zeugnisse wissen, ein Innewerden der Seele, eine empfindungsartige Wahrnehmung, die natürlich mehr oder weniger auch gestört sein kann, besonders wenn es um die Erinnerung daran, im bewussten Leben gehen soll.

Ausserdem kenne ich auch nicht meine gesamten früheren Erdenleben, und weiß deshalb auch nicht, was mir zur Vollendung noch fehlt.
Also Wissen um etwas ist immer lückenhaft. Selbst Jesus musste erst zunehmen und Weisheit und Erkenntnis und Gehorsam lernen. Auch er musste, selbst als er bereits für Gott wirkte, immer wieder meditieren, ja, sich sogar mit Elia und Mose beraten...

LG,
Digido