... aus dieser Sicht laesst sich die Johannes-Offenbarung natuerlich nicht "dekodieren".
Sonst wuerde ja zB bei den dort erwaehnten "feurigen Pfuhl", im weltlichen Sinne, an ein physikalischen Ort eines "feurigen Pfuhls" gedacht werden...
Nein... man muss sie natuerlich aus mystischer Sicht betrachten. Immerhin ist sie das mystischste Buch all der "biblischen Buecher" ueberhaupt...
Also ist "der Mystiker" am geeignetsten, diese zu "dekodieren"... zu 'deuten"... denn die haben ja den besten Zugang zu den mystischen Weisheiten... die solln das also machen...
Uebrigens: Die Johannes-Offenbarung wurde ja, zumindest laut Eigenzeugnis, von Jesus selbst (ueber seine/n Engel) dem Johannes "gegeben". (Off 1,1)
Man kann zwar schon anhand den Evangelien sehr gut sehen dass Jesus (auch) ein Mystiker war... aber die Johannes-Offenb... treffender: Diese dem Johannes "durch Engel/n gegebene Jesus Offenbarung" macht es ultimativ deutlich, wie sehr Jesus ein Mystiker war/ist... also sofern sie natuerlich Authentisch ist was ich gar nicht mal so sehr ausschliesse... denn von der mystischen Bildersprache her passt sie noch recht gut in Jesus Gleichniss-Bildersprache zu seinen Lebzeiten... er sprach ja in den Uebrlieferungen der Evangelien schon sehr viel in mystischen Bildern...
Geändert von net.krel (14.09.2015 um 10:07 Uhr)
Oder aber zu verwirren. Denn Sprachbilder müssen nicht zwangsläufig mit Mystik zu tun haben.
http://www.textakademie.de/textertipp_2012090.htmlSprachbilder entstehen, wenn wir Worte nicht mehr in der eigentlichen Bedeutung gebrauchen, sondern sie bewusst in andere und neue Zusammenhänge oder in eine übertragene Bedeutung setzen.
Die Absicht: Sprache und Aussagen zu beschleunigen, für Aufmerksamkeit zu sorgen, aber auch komplexe Themen oder komplizierte Verknüpfungen einfach und schnell zu beschreiben. Oder anders gesagt: Sie mit einem klaren Bild in den Köpfen der Leser zu installieren.
Und das gelingt! Weil sich bildhafte Übertragungen deutlich schneller im Gehirn einnisten – als komplizierte Umschreibungen. Und weil sie dort auch länger verweilen, als theoretische Ausführungen. Wieso? Bildhafte Sprache spricht nicht nur ein Teil unseres Gehirns an, sondern beide Areale. Die Wissenschaft sagt: Informationen werden dann am schnellsten verarbeitet, wenn sich beide Gehirnhälften angesprochen fühlen. Ein Beispiel: „Die Verwirrungen und Verzerrungen der letzten Wochen wurden letztlich und abschließend bereinigt“ ist nicht so klar und schnell wie „Wir haben Licht ins Dunkel gebracht – jetzt ist alles geklärt“.
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