Aus der Aidlinger Bibellese:

Wir haben alle schon darunter gelitten, dass Gott so verborgen ist in unserem Leben. Wohl sind Natur und Geschichte, Seele und Gewissen voll geheimnisvoller Hinweise, die uns veranlassen, nach dem letzten Grund aller Dinge zu fragen. Aber niemals werden uns bei solchem Grübeln die vielen Rätsel aufgelöst, auf die wir überall stoßen.

Die Weihnachtsbotschaft aber ruft uns zu: Mag die Welt noch so dunkel und verworren sein, mag sie uns quälen und erschüttern durch Widersprüchlichkeiten aller Art, es gibt eine Stelle in der Welt, da hat sich der Lichtglanz der göttlichen Wahrheit und Liebe für uns aufgetan. Das ist da, wo das Leben des Sohnes Gottes in der Welt, in der Geschichte, in unserem Dasein erscheint.

Wir wollen uns in diesen Tagen von Herzen freuen an dem geschmückten Lichterbaum, an so manchem Geschenk. Aber unsere tiefste Freude soll doch darin ihren Grund haben, dass der ewige Gott einen Bund der Liebe mit uns geschlossen hat, der nie mehr gebrochen werden kann.

Selbst wo wir untreu werden, bleibt Gott treu und wartet auf uns, dass wir wiederkommen möchten.