Herr, mein Gott!
Wieder bricht ein neuer Tag an.
Ich weiß nicht, was er mir bringt,
doch du weißt es.
Manchmal will mir bange werden,
doch dann denke ich daran,
dass sich damit die Situation auch nicht ändert.
Ich will dir vertrauen!
Ich leg in deine Hände,
was du an Sorgen schickst,
an Freuden schenkst.
Ich weihe dir die Meinen,
die ich liebe,
damit du gnädig ihre Wege lenkst.
Ich weihe dir die Menschen,
für die ich bete,
lass sie dein werden, sein und bleiben.
Ich weihe dir mein Wirken,
segne du es.
Ich weihe dir mein Ruhen,
lass es schöpferisch sein.
Ich weihe dir die Freuden des Erfolges,
indem ich dankbar deinen Ansporn seh.
Ich weihe dir den Ansturm der Versuchung,
gib du mir Kraft,
dass ich ihr widersteh.
Ich weihe dir mein Herz und was es einschließt.
Ich weihe dir mein Wollen, gut zu sein.
Herr, mein Gott,
bleib bei mir,
hilf mir,
lass mich nie allein!

Kurt Scherer
aus dem Buch "Zu Seiner Zeit"