Ich möchte auch aus rein wissenschaftlicher Sicht mich hier zu Worte melden, ohne persönlich eine Wertung abzugeben. Dazu möchte ich zum einen den berühmten
Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt zu Wort kommen lassen und ein Textauszug vorstellen der aus einer Zeitschrift für Geisteswissenschaften und Theologie entstammt, den Verlag darf ich leider aus Verlagsrechtlichen Gründen hier nur per PN benennen – also bei Interesse nachfragen)
Jacob Burckhardt: „Wenn dem Kaiser Konstantin überhaupt etwas heilig war, dann einzig die Sonne (als Sol-Invictus, Mithra) und Reichsgott Jupiter. Sie waren für ihn Gott und Gottes Sohn in einem. Diese seine Glaubensvorstellungen brachte er im Jahr 325 in das von ihm berufene Konzil von Nicäa ein. Allerdings hütete er sich dabei den Namen Jupiter zu nennen (Sol-Invictus), sondern sprach nur von Gott, weil ihm wohl bewusst war, daß die Christen in Jupiter wie auch in allen sonstigen römischen Göttern lediglich Götzen erblickten. Auf diese Weise gelang es Konstantin, sich als römischer Kaiser ins Christentum einzuschleichen, dieses dem Zustrom der Heiden zu öffnen und so heidnische Kulte in die christliche Kirche einzuschleppen. Dank Konstantin fand der Heide in der späteren Dreifaltigkeitslehre, also im Trinitätsdogma, seine vertraute römische Götterdreiheit wieder, jene drei „Dämonengeister“, die Zeichen tun und zu den Machthabern des ganzen Erdkreise ausziehen, um sie zum großen Tag ihres allmächtigen Gottes zu versammeln (Off.16/14). Konstantin machte aus dem Kreuzestod Jesu einen Kult, hinter dem kein anderer stand als Jupiter alias Baal, der erklärte Widersacher des Herren der Bibel. Der Kaiser feierte insgeheim die Kreuzigung Jesu als Sieg seines Herren, des Baal, den er durch Orakel zu befragen pflegte. Zeugnis von der Baalshörigkeit Konstantins legt seine nachtschwarze Siegessäule ab, die er auf dem Forum seiner neuen Hauptstadt Konstantinopel hatte errichten lassen. Hoch auf der Prunksäule erhob sich einst des Kaisers Standbild, in das er eine ganz besondere Siegestrophäe hatte einbauen lassen: Ein Stück vom vermeintlichen Kreuz Christi....
Gläubige Christen durchschauten zwar Konstantins heidnische Tücke; aber was vermochten sie gegen den allgewaltigen Kaiser auszurichten? Sie konnten sich ja nicht einmal gegen den von ihm zum Gesetz erhobenen neuen Kalender wehren. Nur soviel vermochten sie zu tun: sie zählten die Tage weiterhin so, wie sie es bisher gewohnt waren, (nach jüdischem Ritus). Dies taten sie, bis Kaiser Justinian (527-565) dem ein Ende setzte. In dem Konstantin listenreich den Christen zum Schein entgegenkam, gelang es ihm, das Christentum heimlich in der Wurzel zu vergiften und dadurch zu lähmen. Dies war den früheren Kaisern trotz äußerer Machtanwendung nicht gelungen.
Die Christenheit verschloß ihre Augen vor der heidnischen Niedertracht Konstantins; auch sah sie über den Kulturkampf hinweg, der seit dem 4. Jahrhundert zwischen Christen und Römern tobte. Man nahm einfach an, durch das Konzil von Nicäa im Jahr 325 habe der Kaiser das Römerreich mit der Christenheit versöhnt. Die beklemmende Frage ist: Mit wem hatte sich die Christenheit versöhnt?“
Als weiteres Beispiel sei hier rein interessenhalbe noch Weihnachten angeführt.
Kein anderes Fest der Christenheit lässt so deutlich seinen Ursprung historisch belegen.
Artikel:
„Prüfen wir die Aussagen über die Geburt Jesu, wie sie seit Jahrhunderten der Christenheit verkündet werden, dann wird deutlich, daß diesbezüglich tatsächlich viel Unwahres gelehrt und geglaubt wird. In die Lehre über Jesus wurde einiges an heidnischem Gedankengut eingeschleppt, das nichts mit der geschichtlichen Wirklichkeit zu tun hat. Als erstes ist der 25. Dezember zu nennen, der bis heute als Weihnachtsfeiertag gefeiert wird. Dieses Datum galt jedoch nicht seit Anfang des Christentums als Feiertag der Geburt Jesu, sondern erst seit dem Jahre 336, wo Konstantin der Große bestimmte, daß die Christen den Geburtstag Jesu an einem hohen römischen Festtag zu begehen hätten. In der antiken Welt feierte man an diesem Tag das Fest der Wintersonnenwende, das bei den Römern als der Gedenktag und Geburtstag des Sonnengottes Sol Invictus/Mithras galt, für den auch Jupiter Amon steht. Bei den Ägyptern feierte man an diesem Tag die Wiedergeburt des Osiris, der, nachdem er wegen Freveltaten aus dem Himmel gestürzt worden war, in der Unterwelt zu neuem Leben erwachte. Isis, seine Schwester-Gemahlin, verhalf ihm zu dieser Wiedergeburt, indem sie den vom Sturz daniederliegenden - wie eine fürsorgliche Mutter - aufpäppelte. Den hintergründigen Sinn des Bildes, daß Isis mit dem Osiris - Kind (in der Mythologie zwar stets als Horus - Kind oder Harpokrates, das heißt Unterweltherrscher, bezeichnet) auf dem Schoß zeigt, haben die Romchristen nicht verstanden. Indem Konstantin aus politisch-opportunistischen Gründen einen hohen heidnischen Festtag zum Feiertag der Geburt Jesu bestimmte, war er einerseits den damals bereits verweltlichten Christen entgegengekommen, andererseits hatte er aber die Anhänger der in Rom überaus zahlreich vertretenen heidnischen Götterkulte nicht vor den Kopf gestoßen. Es war dies einer von vielen perfiden Beiträgen des Sonnengottanhängers Konstantin zur Unterwanderung frühchristlichen Gedankengutes mit heidnischen Elementen. Den echten Christen war wohl bewusst, daß der 25. Dezember der Geburtstag des römischen Sonnengottes Sol - Invictus war. Welche Schmach dies für sie bedeuten musste, wird dann ersichtlich, wenn man erkennt, wen die ersten Christen in diesem römischen Götzen erblickten: Für sie war Sol - Invictus kein geringerer als der Herrscher der Unterwelt, der gewalttätige Herr über die von Gott getrennten und damit der geistige Widersacher Christi. Echte Christen erkannten in Sol Invictus den vielgesichtigen Totengott mit den unzähligen Namen, der - wie bereits erwähnt - bei seinen Anhängern unter anderen auch in der Gestalt des Mithras, des Jupiter/Giove Ammone oder des Osiris auftrat.“



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