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Hybrid-Darstellung

  1. #1

    Standard

    Hallo Provisorium.

    wir stimmen im Grunde überein. Es sind nur ein paar kleine Missverständnisse, die letztes Endes dazu führen, dass Du zu einem anderen Ergebnis kommst.

    Du siehst, wie ich, die
    Seele des Menschen nicht als etwas von Gott Getrenntes...genauer den "Seelengrund einer jeden Seele" als eins mit Gott...Der Seelengrund, also quasi das, was mit Gott eins ist, ist meinem Verständnis nach der "Kernbereich" der Seele und raum-, zeit- und eigenschaftslos. Dieser Kernbereich hat auch meiner Meinung nach die gleiche Qualität wie "die Göttliche Seele", denn sie ist Gott.
    Bis hierher stimmen wir widerspruchslos überein. Auch das Folgende sehe ich genau wie Du:
    Aber die menschliche Seele ist nicht ausschließlich Seelengrund, sondern sie hat auch einen "tätigen Teil", der von der Umgebung und der Umwelt in der sie lebt beeinflusst wird, während sie selbst natürlich auch von der Umgebung und der Umwelt Beeinflussungen erfährt. Durch diesen "tätigen Teil" äußert die Seele ihren Willen und ihr Begehren und dort finden eben all die "innerseelischen Prozesse" statt, die uns bewusst, bzw. nur teil- oder gar unbewusst beeinflussen und unsere Persönlichkeit und Gesinnung, grundsätzlich unseren gesamten Lebensstil formen.

    Von dem "tätigen Teil" der menschlichen Seele ist der Seelengrund abgetrennt, womit ich meine, dass er in keiner Weise von den "innerseelischen Prozessen" beeinflusst wird. Wann immer ich hier im Forum von meiner persönlichen Spiritualität oder von "geistiger Armut" spreche, meine ich damit auch eine zunehmende Bewusstwerdung dieses Seelengrundes, bei gleichzeitiger "Stillwerdung des tätigen Teils der Seele". Oder anders gesagt: Je ärmer ich im Geist werde, desto weniger stehe ich unter der Beeinflussung des "tätigen Teils der Seele" und desto bewusster wird mir der Seelengrund aus dem ich alles schöpfe, was ich substantiell bin

    Der Seelengrund ist tatsächlich unsterblich, der Bereich der "tätigen Seele" hingegen nicht. Also all das, was meine Persönlichkeit und mein Individuumsein formt und ausmacht, ist sterblich
    Das Missverständnis beginnt m. E. in der Fortführung des letzten Satzes
    und existiert nur, weil Gott es ins Sein gerufen hat und dort erhält! Solange ich an meiner persönlichen Individualität und mein Personsein festhalte, kann ich also sterben und deshalb bin ich als Mensch, meiner persönlichen Meinung nach, eben völlig abhängig von Gott.
    Schon weiter oben brachtes Du den Begriff SEIN ins Spiel, wodurch auch schon meine Ausführungen missverständlich wurden:
    Nun hast du [ich] gesagt: "weil Gott das Leben ist kann sich das Leben nicht von sich selbst zurückziehen und vernichten", was in Bezug auf das Leben an sich ja durchaus richtig ist, aber bezüglich des Lebens einer menschlichen Seele nicht stimmt, da diese Seele, dieser Mensch ja nur deshalb Leben hat, weil Gott ihr/ihm ihr/sein Sein schenkt!

    "Leben ist also etwas Formloses, das sich Formen schafft um an ihnen bewusst zu werden" und um aus etwas Formlosen etwas Geformtes zu schaffen, ist zwangsläufig Sein nötig, das dann mit Leben gefüllt werden kann. Die Formen also, die das Leben schafft, um an ihnen bewusst zu werden, sind Sein, haben Sein und benötigen auch Sein, um in Existenz treten zu können und genau von diesem Sein kann sich Gott meiner Meinung nach sehr wohl zurückziehen.
    Die körperliche Form, die Du anscheinend als SEIN betrachtest haben wir uns nicht gegeben, und deren physischer Ausdruck kann sehr wohl zerstört werden, wie man an jeder Leiche sieht.
    Im Anfang wurde in dieser Form, das formlose Leben oder in anderen Worten der unpersönliche Gott bzw., was das Gleiche ist, die menschliche Seele, der Seelengrund tätig und erzeugte so, was Du den sterblichen, "tätigen Teil" der Seele nennst.

    Vielleicht könnte man auch sagen, nun entstehen Seeleninhalte. Diese Seeleninhalte sind ja bei jedem Menschen anders. Durch diese Inhalte wird der ganz individuelle Charakter eines jeden Einzelnen geformt.
    Diese sich durch Tätigkeit der Seele ergebenden Inhalte sind aber durch keine andere Kraft geformt, sondern eben durch die Tätigkeit des "Lebens an sich" bzw. des "unpersönlichen Gottes" , der Seele, des "Seelengrundes" und folglich untrennbar mit ihm verbunden.
    Was einmal durch Tätigkeit entstanden ist, kann aber nicht rückgängig gemacht werden. Eine Fünf, die wir in der Schule geschrieben haben, haben wir trotzdem geschrieben, auch wenn wir später nur Einsen erhielten. Es wird also nichts vernichtet, sondern nur eine bestimmte Sache nicht fortgeführt. Man kann auch sagen, eine frühere Unfähigkeit, die zur Fünf führte wurde überwunden.

    Genauso können wir und auch Gott unsere Sünden nicht ungeschehen machen, sondern wir können nur aufhören zu sündigen und damit den Drang nach ihr überwinden.

    Du deutest an, dass durch das Bewusstwerden des Seelengrundes der "tätige Teil" immer mehr zur Ruhe kommt. Das ist ja tatsächlich der Weg der Erlösung. Aber auch hier wird nicht die Vergangenheit, in der man vom Seelengrund noch nichts wusste, nicht ausgelöscht, sondern durch Nichtfortführung überwunden.

    Nun sage ich, ein Mensch der fortwährend den Seelengrund ignoriert und so seine Seele immer mehr an das Raum-Zeitliche, also das Vergängliche und von ihm Getrennte bindet, muss zwangsläufig immer mehr durch das Raum-Zeitliche gemartert werden.
    Niemand kann ihn davon befreien als er selbst, da ja das die Tätigkeit seines nicht bewusst gewordenen Seelengrundes also Gottes ist. Der unbewusste göttliche Seelengrund kann sich nur über die Bewusstwerdung seiner selbst vom Leiden befreien.

    Verstehst Du jetzt?

    LG,
    Digido

  2. #2
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    890

    Standard

    Hallo NetKrel,

    so ... nachdem mit die Grippewelle erwischt hatte musste ich mein bisschen Forenzeit zwischen meinen alltäglichen Pflichten und meinem Gesundungsschlaf aus anderen Gründen bevorzugt in einem Hexenforum investieren,... aber ich habe dich nicht vergessen. Vorab möchte ich mich heute bei dir entschuldigen. Du hast recht, du hast mir nirgends unterstellt blind zu sein, meine Bemerkung diesbezüglich war dir gegenüber unfair – ich hatte dich da wie man sagt in den falschen Hals bekommen.
    Zum Thema Aussagen der Wissenschaft und Aussagen von Wissenschaftlern möchte ich an dieser Stelle auch nichts weiter sagen, ich habe meine Kritik begründet, wenn sie dich nicht zu überzeugen vermag, dann wird auch die Wiederholung meiner Argumente daran vermutlich nichts ändern. Und man darf ja auch mal bei seinem jeweiligen Standpunkt verweilen. Außerdem geht es am eigentlichen Thema vorbei.
    Zitat Zitat von NetKrel
    Du vertrittst (bzw. glaubst an) ein eher materialistisch-orientiertes Weltbild basierend auf einer - für mich zumindest - extrem komplexen und kaum mehr durchsichtigen Philosophie...
    [...]
    Deine Aussagen dazu Lior - so sehr ich Deine Höflichkeit Schätze - sind für mich derart komplex-theoretischer Natur... kaum "greifbar"... daß ich darin schon seit mehreren Beiträgen kaum mehr was Spirituelles finden kann.... Ich glaube aber nicht daran daß "das Prinzip der Realität" derart komplex zu erklären ist...
    Ich glaub daran daß "selig die Armen im Geist sind"... also nach Meister Eckharts Verständnis von "Arm im Geist"... Stichwort: Negative Theologie.
    Also vorab möchte ich bezweifeln, dass Eckharts Philosophie wirklich als so einfach bezeichnet werden kann. Zumindest nicht in ihrer Gesamtheit.^^ Aber um auf deine Bemerkung einzugehen: Ja du hast recht, mein Konzept ist vielleicht etwas abstrakter und komplexer als das anderer, das will ich nicht in Abrede stellen. Obschon es ganz sicher nicht materialistisch ist.^^ (Nebenbei, du hast mir noch nicht beantwortet welche Form des Substanzdualismus du vertrittst und wie deiner Meinung nach Geist die Materie beeinflussen kann – nur falls du das noch beantworten magst) Wenn du insofern dich mit dem Verstehen schwer tust und nichts spirituelles darin erkennen kannst, dann habe ich dafür durchaus Verständnis. Da es letztlich mein Glauben ist, muss er ja auch primär mir Zugang zur Welt des Spirituellen ermöglichen.^^
    Was ich aber problematisch finde ist, wenn man komplexe Sachverhalte zu sehr simplifiziert. Das beziehe ich jetzt nicht auf dich, ich erwähne es nur, weil sich diese Sehnsucht um Reduktion der Komplexität auch im zunehmenden Populismus unserer Tage zeigt und daher einen aktuellen Bezug hat – aber eben zerstörerische Auswirkungen haben kann, wenn Fakten und Zusammenhänge geleugnet oder ignoriert werden. Natürlich sind einfache Wahrheiten attraktiv insofern sie deutlich weniger kognitiven Arbeitsaufwand nötig machen. Aber wir leben eben nicht mehr in einer Welt, in der es donnert weil ein Gott durch den Himmel poltert, sondern weil komplexe aber größtenteils erklärbare Vorgänge zu einem Blitz führen, der wiederum den Donner verursacht. Und entsprechend bin der Meinung, dass die Prinzipien unserer Realität und noch mehr das Wirken des Göttlichen nicht so einfach zu erklären sind. Damit meine ich nicht etwa, dass man nicht auch mit einem einfacheren Glauben zu Gott finden mag. Denn es ist schließlich primär eine Sache des Herzens, nicht des Verstandes. Wir sind aber auch aufgerufen unserem Vermögen entsprechend die Wirklichkeit zu durchschauen, sozusagen – um dein Beispiel zu verwenden – den Computer, seinen Aufbau und seine Funktion zu verstehen und ihn nicht nur zu benutzen; auch wenn letzteres vielleicht im Alltag sehr viel wesentlicher ist. Denn wir sind ja nicht nur dazu berufen zu funktionieren sondern auch zu verstehen. Natürlich bringt es aber auch nicht den Computer nur von seiner technischen Seite aus verstehen zu wollen ohne ihn je zu benutzen.^^
    Zitat Zitat von NetKrel
    Du musst doch selbst zugeben daß in solch Riesengroßen "Gebilden" philosophischer Gedankenkonstrukten die aller meisten Menschen absolut nichts damit anfangen können.
    Für mich hat das nichts mehr mit Spiritualität zu tun Lior... sondern eher mit einer Art "Elite-Philosophie" die wahrscheinlich nur die verstehen die sie erfunden haben... falls sie sich nicht selbst darin schon verloren haben.
    Weißt du, ich mag den Begriff Elite eigentlich nicht. Den er suggeriert mittlerweile, dass eine Gruppe von Menschen insgesamt besser ist als eine andere. Und das ist sicherlich nicht der Fall. Auch bin ich der Meinung, dass alle Ansichten gleichermaßen berechtigt sind, auch wenn sie nicht alle im gleichen Rahmen recht haben können. Auf der anderen Seite finde ich es aber manchmal schon irritierend, dass wir in vielen Lebensbereichen besonders ausgebildeten Spezialisten eine gewisse Kompetenz einräumen. Ich meine mein Auto bringe ich zum Mechaniker, mein reparaturbedürftiges Notebook zum Elektrotechniker und ganz sicher lasse ich meine Mandeln nur von einem Arzt operieren. In allen Dingen mag zwar auch der Hobbyist es zu einer deutlich höheren Qualifikation bringen, aber auch dieser hat seine Grenzen. Und nirgends spreche ich von der gemeinen Mechanikerelite, nur weil gewisse Aspekte meines Autos meinen Horizont übersteigen. In anderen Bereichen aber wird oft so getan, als haben die jeweiligen Spezialisten, die sich durch eine mehrjährige Ausbildung quälen und eine entsprechende Berufserfahrung haben nicht nur nicht mehr sondern eher weniger Kompetenz als alle andere. Jeder ist heute z.B. ein Spezialist für Psychologie - außer dem Psychologen natürlich. Und das trifft auf die meisten Geisteswissenschaften zu. Ich komme heute jedenfalls oft nicht umhin mich zu fragen, wer diese Kluft zwischen der „Elite“ und dem „einfachen Menschen“ denn weiter vertieft. Und das ist meines Erachtens nicht nur das Versäumnis der „Spezialisten“ komplexe Zusammenhänge nach „unten“ zu vermitteln, sondern auch die mangelnde Bereitschaft der Laien (die wir alle in den meisten unserer Lebensbereiche sind) richtig zuzuhören und sich selbst bzw. ihr eigenes Wissen infrage zu stellen.
    Wie dem auch sei, ich bin mir sicher du gestehst mir zu, dass eine intensive Auseinandersetzung mit philosophischen Gedanken und Inhalten fast zwangsläufig auch zur Zunahme der Komplexität eigener Gedankenkonstrukte führt. Insofern hast du sicherlich recht, dass viele Menschen mit den in ihrem Abstraktionsgrad komplexeren Vorstellungen von Philosophen nicht viel anfangen können. Das heißt aber nicht, dass wo sie in spirituelle Überzeugungen integriert sind ihren Trägern nicht auch einen Zugang in diese Welt ermöglichen.^^

    Aber wenn ich in diesem Zusammenhang dir eine andere Frage stellen darf, die sich mir aufgedrängt hat. Du glaubst ja an Reinkarnation…. Würdest du denn auch die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass die Seele möglicherweise tatsächlich eine Entwicklung durchlaufen muss – ausgehend von einem sehr einfachen Verständnis der Welt hin zu einem Verständnis komplexer Zusammenhänge? Und die Entwicklung der Menschheit an sich sozusagen diese Entwicklung widerspiegelt? (Vom primitiven Menschen zum modernen Menschen) Das also deine Seele sich vielleicht in einem früheren Erkenntnisstadium befindet aber in zwei, drei oder auch einem Dutzend erneuter Inkarnationen nach und nach ein Verständnis dieser komplexen Gedankenkonstrukte entwickelt, die es ihr ermöglichen würde meinen Gedanken zu folgen? Ich will damit nicht andeuten, dass ich dir überlegen wäre oder dich in sonst einer Weise geringschätzen. (Es wäre ja auch nicht meine Überzeugung, dass die Seele einen solchen Prozess durchläuft) Ich frage nur deshalb, weil bei den meisten Vertretern der Reinkarnation scheinbar auch ein Überlegenheitsanspruch der eigenen Erkenntnisstufe mitschwingt und/oder an eine Überlegenheit z.B. der NewAge-Philosophie geknüpft zu sein scheint.
    Zitat Zitat von NetKrel
    Ich glaub daran daß man in ganz normaler Sprache ohne jegliches "Fachchinesisch) ebenso alles gut darlegen kann für jeden Verständlich und ich glaube auch daß umso versändlicher und klarer etwas vorgetragen werden kann... daß dies immer ein gutes Zeichen der "Schlüssigkeit und Wahrhaftigkeit" ist . (Jesus war ja auch kein Mega-Akademiker... Jesus nur mal als Beispiel genannt gerade…
    Ja da magst du recht haben. Auch wenn m.E. der Verzicht auf Fachchinesisch manchmal einen erheblichen Mehraufwand bedeutet, weil in diesen Begriffen oft mehr mitschwingt. Und dann braucht es meist noch einen zusätzlichen Satz der Erklärung. Oder weil es spezifische Begriffe sind, die sonst erst erklärt werden müssen. Ich meine als letztens mein Mechaniker mir erklären wollte was ein Domlager ist.... naja, das war ganz schön umständlich und hat es mir nicht so viel verständlicher gemacht.^^ Also verwechsle bitte nicht meine Unfähigkeit es in dir verständlichen Worten zu erklären mit der prinzipiellen Unmöglichkeit dies zu tun.^^ Aber weil du Jesus als Beispiel anführst… erstens glaube ich durchaus, dass er zur intellektuellen Elite seiner Zeit gehörte, zum anderen würde ich nicht behaupten, dass seine Aussagen so offensichtlich zu verstehen waren. Sonst würden sich Christen nicht fortwährend darum streiten wie seine Lehre zu interpretieren sei.^^

    So… an dieser Stelle möchte ich aber allen hier nun noch ein paar ruhige Feiertage wünschen. Und allen Christen, die dieses Fest als Ausdruck der Freude ob der Geburt ihres Erlösers feiern, wünsche ich Frohe Weihnachten und besinnliche Stunden.
    Euch allen ganz herzliche Grüße
    Lior

    Aber verwechsle bitte nicht meine Unfähigkeit es in dir verständlichen Worten zu erklären mit der prinzipiellen Unmöglichkeit dies zu tun.^^
    Geändert von Lior (20.12.2016 um 15:43 Uhr)
    Es sei bitte berücksichtigt, dass meine Besuche zeitweise durch lange Pausen unterbrochen werden. Sollte ich also eine an mich gerichtete Frage überlesen, bzw. nicht unmittelbar beantworten, dann ist dies bitte nicht als Ausdruck des Desinteresses zu werten - ggf. hilft auch mal eine Erinnerung.

  3. #3

    Standard

    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    so ... nachdem mit die Grippewelle erwischt hatte musste ich mein bisschen Forenzeit zwischen meinen alltäglichen Pflichten und meinem Gesundungsschlaf aus anderen Gründen bevorzugt in einem Hexenforum investieren
    :-) ... in einem Hexenforum? Du Lior? Und seid "ihr" euch einig geworden? (schmunzel) :-)

    Aber Grüß Dich zu aller erst nun sehr herzlich Lior. Es freut mich daß Du noch hier im Thread geantwortet hast und daß die Grippe hoffentlich auch wieder vorbei ist.

    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    Vorab möchte ich mich heute bei dir entschuldigen. Du hast recht, du hast mir nirgends unterstellt blind zu sein, meine Bemerkung diesbezüglich war dir gegenüber unfair – ich hatte dich da wie man sagt in den falschen Hals bekommen.
    Und auch ich möchte mich für jedes (bewust, halbbewust und/oder unbewust) ungute geschriebenes Wort von mir entschuldigen Lior...

    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    mein Konzept ist vielleicht etwas abstrakter und komplexer als das anderer, das will ich nicht in Abrede stellen. Obschon es ganz sicher nicht materialistisch ist.^^
    Als "Halbe Halbe" :-) würd ich es bisher einstufen... zumindest so wie ich es bisher verstanden hab.

    Denn es geht davon aus daß "Materie" (Betonung --->) elementarer Träger (und Schöpfungsquelle?) unseres Geistes/Seele ist.

    Zerfällt der "materielle Träger" zerfalle demnach auch unsere Seele und unser Geist und "löst sich auf"... und das erinnert mich dann schon an den Aussagen des Materialismus wenngleich natürlich nicht 1:1... quasi etwas abgewandelt.


    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    (Nebenbei, du hast mir noch nicht beantwortet welche Form des Substanzdualismus du vertrittst und wie deiner Meinung nach Geist die Materie beeinflussen kann – nur falls du das noch beantworten magst)
    (gerne... zumindest "die Kurzfassung"... wobei ich schon oft genau darüber geschrieben hatte)

    Erinnerst Du Dich noch an das Video von dem Biologen (Da Vinnci postete es seiner Zeit)... dort wurde es, imho, anschaulich vom Prinzip her erklärt wie ich es auch betrachte... auch in Bezug auf die Quantenmechanik.

    Aufjedenfall betrachte ich es so:

    Das was wir Materie nennen, betrachte ich als das Ergebniss und Produkt "des Geistes".
    Anders gesagt: Geist war zuerst da... dann erst die Materie da sie aus Geist entsteht.

    Noch anders gesagt: Raum und Zeit und alle Energie und Materie bestehen, in meinen Augen, in ihren "tiefsten Element" aus Geist...

    Und der Übergang ist fliesend... umso tiefer man die Materie untersucht umso weniger "Elementare Materie" findet man... stattdessen mündet es unweigerlich dorthin was ich zB "Spirituelle Ebene" nennen.

    Wenn wir zB unseren Körper bewust steuern, zB den (zuerst ja geistigen) Willen fassen zB unseren Arm nach oben zu bewegen... dann passiert hier in meinen Augen genau das wo Du mich gerade nach dem "wie" fragtest...nämlich:
    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    [...] wie deiner Meinung nach Geist die Materie beeinflussen kann?
    Wir wissen es nicht vollständig wäre meine Antwort. Wir haben nur (biologische, bioelektromagnetische und Neurologische etc...) Teilantworten und Beobachtungen, wie es dazu kommt... eben daß unser geistiger Wille - in dem Fall unserem Arm zu bewegen - in die phyiskalische Tat umgesetzt wird.

    Und noch weniger Antworten haben wir, wie unsere physkalische Realität von "Geist" erzeugt/erschaffen wird.

    In meinen Augen hängt unser phyiskalisches, körperliches Leben maßgeblich davon ab wie gesund unsere Seele ist... individuell als auch im Gesamt- Kollektiv.

    Wir müssen deshalb unbeindgt (alle) lernen daß unsere Seele gesund wird und bleibt.

    Solange zB Kriege oder Verbrechen aller Arten auf Erden geschehen... solange ist das - imho - ein deutliches Zeichen daß unsere Seele (im Kollektiv betrachtet) krank ist und davon davon auch immer Kränker wird.

    Wir können keinen Frieden erlangen - individuell als auch kollektiv - solange unsere Seele innerlich erkrankt ist. Und die Erkrankung wirkt bis auf die körperliche und materielle Ebene... aber da vieles Unbewust geschieht erkennen wir die Zusammenhänge sehr oft nicht.

    Wir wissen zB nicht (Betonung-->) vollständig "was" zB unseren gesamten biologischen Stoffwechsel steuert, wir haben oft nur Teilantworten... wir wissen aber eins, nämlich daß der Stoffwechsel passiert.

    Und so betrachte ich es auch mit "Geist und Materie/Körper"... wir wissen daß wir "Bewust-Sein" sind... aber wie wissen nicht (vollständig) wie das alles zusammenhängt und wie sich alles ergab.

    Aber wenn wir uns einig sind, daß eine gesunde Seele und ein gesunder Geist maßgeblich wichtig sind für auch körperliche und Gesellschaftliche/Soziologische Gesundheit und Frieden und Wohlergehen... dann ist das schon ein guter Schritt finde ich.

    Weil dann müssen wir "nur" noch darum bemüht sein daß wir - nebst allen körperlichen, biologischen und physkalischen Anstrengungen - um Gesundheit und Wohl und Frieden zu erlangen... uns auch von allem was unsere Seele betrübt und schadet meiden.... bzw. uns hinwenden zu dem, was ihr gut tut.

    Ansonsten bleiben unsere äußerlichen Anstrengungen mittel- und langfristig nur die "halbe Miete"...

    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    [...] wie deiner Meinung nach Geist die Materie beeinflussen kann?
    Zudem glaube ich daß uns Menschen die Fähigkeit zur "direkten Telekinese" auf alle phyiskalischen Objekte erst dann möglich sein wird, wenn wir im Kollektiv zu 100% gelernt haben miteinander in vollständigen Frieden und Einklang zu leben... vorher nicht. Sonst wäre das Fatal.

    Aber Grundsätzlich betrachte ich unseren Geist dazu befähigt... aber der absolute Großteil passiert unbewust.

    Sei es auf psychosomatischer Ebene als auch auf spiritueller <--> materieller Ebene. Sei es auf individueller als auch auf Kollektiver Ebene.


    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    wenn ich in diesem Zusammenhang dir eine andere Frage stellen darf, die sich mir aufgedrängt hat. Du glaubst ja an Reinkarnation…. Würdest du denn auch die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass die Seele möglicherweise tatsächlich eine Entwicklung durchlaufen muss – ausgehend von einem sehr einfachen Verständnis der Welt hin zu einem Verständnis komplexer Zusammenhänge? Und die Entwicklung der Menschheit an sich sozusagen diese Entwicklung widerspiegelt?
    Ja.

    Zitat Zitat von Lior Beitrag anzeigen
    Das also deine Seele sich vielleicht in einem früheren Erkenntnisstadium befindet aber in zwei, drei oder auch einem Dutzend erneuter Inkarnationen nach und nach ein Verständnis dieser komplexen Gedankenkonstrukte entwickelt, die es ihr ermöglichen würde meinen Gedanken zu folgen?
    Ja, auch das.

    Wobei ich dazu sagen muss daß ich unseren aller "Weg" als Mehrspurig gerne bezeichne.

    zB bist Du in der "Nicht-Verurteilung" (imho) eine gute Strecke schon gegangen was Du auch immer und immer wieder nicht nur gezeigt hast sondern (direkt und indirekt) dazu auch immer "ermunter[te]st" :-)

    Das ist - in meinen Augen - ein sehr wichtiger und unumgänglicher Aspekt... "des Weges"...

    Gleichzeitig aber lehne ich den von Dir vertretenden "Hybrid-Materialismus" (Panpsychismus) eher ab ... zumindest so wie ich diesen bisher verstanden hab... Da er in meinen Augen eben etwas noch zu sehr an dem Materialistischen Weltbild festhält... welches davon ausgeht daß nach dem Tod die Erfahrung des vorherigen Lebens "sich in Luft auflösen"... und daran glaub ich nicht weil für mich dieses Leben langfristig sonst ein sehr großes Stück an Sinn verllieren würde (langfristig betrachtet)

    ...


    Lior.. damit es nicht zu lange wird...

    Ich wünsche Dir und allen potentiellen Mitlesern auch noch schöne Feiertage...

    lg Net.Krel

    Geändert von net.krel (20.12.2016 um 17:16 Uhr)

  4. #4

    Standard

    Danke (@admins) für die Weihnachtsgrüße auf der Startseite... von mir auch an alle: Frohe Weihnachtsfeiertage. lg Net.Krel


 

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