@ Ed.
"Das Evangelium ist eine ewig lautere Wunderrede. Die Schrift ist ein verschlossenes Buch mit sieben Siegeln. Der Buchstabe der Schrift, des Antichrists Schwert, tötet Christum. Die Schrift ist ohne das Licht, Leben und Auslegung des Geistes ein toter Buchstabe und eine finstere Laterne." Sebastian Franck (1499 – 1542)
Deshalb hatte sich Franck vom Luthertum wieder abgewendet, da es in allerlei theoretische Rechthaberei ausuferte.
"Wilhelm Stählin hat mit Recht von einer „Verschulung des Protestantismus” gesprochen. Dieser Prozeß hat schon bei dem älteren Melanchthon eingesetzt und hat sich dann im Zeitalter der Orthodoxie immer weiter verfestigt. Demnach war der Gottesdienst vor allem dazu da, um die Hörer über die theologischen Richtigkeiten zu belehren, die für wahr zu halten sind.
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Das Wort ist billig geworden. Es ist schwer, den Wörtern noch Vollmacht einzuhauchen. Damit aber ist über die Kirche des Wortes eine ernste Krise hereingebrochen.
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Wir jedenfalls wollen uns hüten vor jeder Art von Selbstzufriedenheit. Erschrockene Herzen, die unter der eigenen Unzulänglichkeit leiden, haben noch immer die größte Verheißung bei Gott. "(Der evangelikale Theologe Adolph Köberle in "Quatember" 1987)
„Kassel (idea) – Christen glauben nicht an die Bibel. Dieser Meinung ist der Bundespfarrer des Deutschen Jugendverbandes „Entschieden für Christus“ (EC), Rudolf Westerheide (Kassel). „Wenn wir an die Bibel glauben, machen wir sie zum Götzen“, erklärt Westerheide in seinem Jahresbericht, den er unter das Motto gestellt hat „Verstehst du, was du liest? – Was die Bibel ist und wie wir sie verstehen“.
„Der vom Gesetz geprägte Mensch … beginnt in der Regel, theologische Grenzen zu definieren, abzustecken und zu verteidigen. Rechtgläubigkeit und Pharisäertum gewinnen dann die Oberhand und werden irrtümlicherweise als die rechten Glaubensvorbilder angesehen“
Hans-Peter Royer, „Dunkler als Finsternis - heller als Licht“ S. 82/83
„Als die Christenheit den Weg des Denkens mit dem Herzen verließ, verfiel sie dem inneren Siechtum, gab sie dadurch doch die Denkform preis, die dem Religiösen allein entspricht. Es sind einzig die Heiligen gewesen, welche diesem verhängnisvollen Prozeß Widerstand geleistet haben.“ W. Nigg (in „Große Heilige)
„Die neue Natur des wiedergeborenen Menschen und die geistliche Wirksamkeit des Wortes Gottes müssen erkannt werden. Ansonsten wird jede Gruppierung, die den Anspruch erhebt, das geschriebene oder gesprochene Wort Gottes zu haben, keine lebendigen und mündigen Menschen hervorbringen. Stattdessen entsteht für die Glaubenden, meist unbeabsichtigt und unbemerkt, nichts weiter als ein religiös-gesetzliches System der Lebensführung, das sich, aus Angst, dem Wort Gottes ungehorsam zu sein, niemand in Frage zu stellen traut.“ (H. Bauer)
Digido



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