@ Dominik
2 Fragen ......
1. Woher willst du so genau wissen, was Gott will und was er nicht will?
2. Ist für dich also JEDE Religion außerhalb der christlichen Religion sogleich eine satanische Sache?
ja
nein
habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht
@ Dominik
2 Fragen ......
1. Woher willst du so genau wissen, was Gott will und was er nicht will?
2. Ist für dich also JEDE Religion außerhalb der christlichen Religion sogleich eine satanische Sache?
Es ist natürlich die Frage, wann genau das Menschsein oder auch "beseelt sein" beginnt.
Wer das beantwortet mit: bei der Befruchtung,
dem soll gesagt sein, dass es nicht einmal jede 2. Eizelle bis zur Geburt schafft.
Somit wäre für die meisten menschlichen Seelen die menschliche Erfahrung bereits vor der Geburt vorbei.
Macht das Sinn?
Aus meinen Augen nicht!
Schon alleine diese simple Überlegung impliziert doch,
dass eine Seele mehr als einen Versuch des Menschseins haben sollte.
Und Dominik, welches Problem hast Du eigentlich damit wenn der Glauben von anderen von Deinem abweicht?
Folge Du Deinem Weg, das ist genug, wenn er Dich glücklich macht.
Wenn er Dich aber unglücklich macht, dann suche Dir einen anderen Weg.
Wer glaubt, mit anderen streiten müssen, nur weil sie etwas anders glauben, ist doch wohl eher nicht glücklich,
sonst hätte er das nicht nötig und würde wohlwollend auf seine Mitmenschen mit deren Glauben schauen!
Wer an das Gute im Menschen glaubt, der bewirkt das Gute im Menschen. >HIER KLICKEN<
Hey Dominik, hast Du evt. Interesse an meiner mobilen Folterkammer, Modell "Spanish Inquisition", BJ 1500 mit Update 2013. Günstig abzugeben. Ich glaube, ein solches Utensil würde zu Dir wie die Faust aufs Auge passen, quasi maßgeschneidert.
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Habe erst kürzlich einen interessanten Beitrag zur Reinkarnation in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung entdeckt.
LG,
doulos
Ja, ein wirklich interessanter Artikel! Schön finde ich den Schluss wo es heißt, dass man nicht nochmal von vorne anfangen muss, wenn man wieder reinkarniert ist. Es geht also voran...
Juchhu :-)
LG
Provisorium
Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)
Hallo Origenes (und Alle im Thread)
hab mit "Ja" abgestimmt.
Habe schon immer an Reinkarnation geglaubt. Schon als kleines Kind.
Bin Erz-Katholisch erzogen worden (besser gesagt: Es wurde versucht mich Erz-Katholisch zu erziehen :-) )
Aber die Lehre der Reinkarnation - als Kind allein nur so vom Hörensagen her - war mir schon immer vertrauter gewesen, erschien mir schon immer wahrer als die [r]katholische Lehre.
Und umso Älter ich wurde, umso überzeugter ich von Reinkarnation wurde.
Zur Lehre Jesus, so wie ich sie meine zu verstehen, seh ich nicht nur keinen Widerspruch, sah auch noch nie einen, sondern vielmehr daß die Lehre Jesus (nach meinen Verständnis), Reinkarnation und Karma zusammen passen.
Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich unterscheide (teilweise sehr) zwischen "Lehre Jesus", "christliche Lehre", "biblischer Lehre" und "kirchlicher Lehre".
Für viele wenn nicht gar für die meisten Christen sind das Synonyme... für mich jedoch nicht.
Einer der größten Irrtümer mit fatalsten Auswirkungen für die (nach meinen Verständnis) Lehre Jesus innerhalb der Vielzahl der verschiedenen Christentume ist in meinen Augen daß mehrheitlich gedacht wird, daß die Bibel irrtumsloses, unverfälschtes und einzig verfügbares Wort Gottes sei.
In meinen Augen hat dies der Lehre Jesus mit am meisten geschadet und zwar so stark daß davon nicht mehr viel übrig geblieben ist.
Nicht daß ich die Bibel komplett ablehne. Nein. Nur hat sie für mich einen ganz anderen Status als den, der ihr meistens gegeben wird.
Nur eins ist sie in meinen Augen aber nicht: Das einzige, irrtumslose, unverfälschte Wort Gottes.
Ich bin der (auch nicht ganz unbekannten) Ansicht daß Jesus Reinkarnation und Karma lehrte zu seiner Zeit und daß diese Lehre(n) nach seinem Tod ziemlich schnell "unter den Tisch gekehrt" wurden... und die Bibel entsprechend kanonisiert wurde... so das nahezu nichts mehr davon übrig blieb... nur noch ganz wenige Fragemente... falls überhaupt.
Im Thomasevangelium, ich glaube Vers 84 (oder dort in der Nähe), wird Jesus mit den Worten (frei) zitiert: "Heute erfreut ihr euch über Euer Bildnis daß ihr von euch seht. Aber könnt ihr auch eure Bildnisse, die vor euch waren, ertragen?"
(Nur zur Info: Ich erachte das Thomasevangelium nicht mehr und nicht weniger Apokryph als die 4 kanonischen Evangelien)
All dies gesagt... der Buddhismus (so wie ich ihn kenne) und die Lehren Jesus (so wie ich sie verstehe) stellen für mich nicht nur keinen Gegensatz dar, sondern ergänzen sich, in meinen Augen, hervorrangend.
Ich empfinde es als äußerst bedauerlich daß das Christentum den Buddhismus als Falsch- oder Konkurenzreligion betrachtet... äußerst Bedauerlich und als großen Verlust... vor allem für das Christentum.
Denn der Buddhismus (so, wie ich ihn kenne) enthält eben die Lehren über Reinkarnation und Karma die den Lehren Jesus entzogen wurden.
Die Lehre des Karmas jedoch ist, in meinen Augen, noch wichtiger zu verstehen bzw. zu verinnerlichen, als die Lehre der Reinkarnation wobei beides natürlich unweigerlich und eng miteinander verknüpft ist... klar.
In den meisten christlichen Theologien ist die Lehre des Karmas (die Jesus in meinen Augen auch lehrte) aber leider erst gar nicht möglich.
Denn der absolute Großteil der christlichen/biblischen/kirchlichen Theologien geht von einem sog. "doppelten Ausgang" nach dem Tod aus. Wo es quasi die "Endabrechnung" dann gibt. Entweder Himmel oder Hölle. Die [r] katholische Lehre hat wenigstens noch Fegefeuer als Zwischenstation enthalten.
Hier kann die Lehre des Karmas nicht angewandt werden... sie macht unter dieser Grundprämisse schlichtweg keinen Sinn, weshalb viele Christen natürlich Karam und Reinkarnation als Sinnlos, Unsinnig und letztendlich deswegen schlichtweg falsch betrachten... zudem die Bibel keine oder nahezu keine Hinweise auf Reinkarnation schließen läßt und die Lehren des Karmas (die in der Bibel nur leicht erhöht vorhanden sind) können nicht erfasst werden und werden dementsprechend nicht als solche erkannt bzw. je nach Übersetzung ziemlich unkenntlich (und das gar nicht mal absichtlich) übersetzt so daß es noch schwwieriger wird und wurde und ist diese mit der Lehre des Karmas in Verbindung zu bringen.
Deswegen halte ich die Bibel letztendlich für gänzlich ungeignet über diese in meinen Augen abhanden gekommenen Lehren von Jesus bzgl. Karma und Reinkarnation als Lehrbuch zu benützen.
Dafür jedoch sind die Evangelien bzgl den Lebensverlauf von Jesus für mich von großem Wert. Nicht daß ich diese dort für Vollständig halte... nein das sicher nicht... und ebensowenig daß ich alles für "garantiert unverfälscht" erachte... dies sicherlich auch nicht... aber dennoch anerkenne ich ihnen historische Relevanz bzgl. den Lebensverlauf Jesus.
Allerdings erachte ich den Lebensverlauf von Jesus, so spannend und interessant ich ihn finde, für zweitrangig. Erstrangig sind für mich seine Lehren.
Und hier hat die Bibel für mich eben schwere Defizite. Eben weil die Lehre des Karmas kaum mehr zu erkennen bzw. zuzuordnen ist und Reinkarnation nahezu komplett fehlt.
Die Stellen, wo (imho zurecht) vermutet wird von den eher wenigen "Pro-Reinkarnations Christen", daß es sich hier um Reinkarnations-Aussagen oder Themen handelte... diese sind viel zu wenig um die Lehre von Reinkarnation und Karma zu erleutern.
Diesen "Pro-Reinkarnations Christen" empfehle ich daher nicht, die Bibel für diese Lehren für sich zu benützen. Noch empfehle ich ihnen mit "aller Gewalt" nun den Rest ihrer Religion davon versuchen zu überzeugen daß diese Stellen Reinkarnation und/oder Karma ansprechen...
Die Bibel steht (leider) fest. Die Buchstaben sind im Prinzip in Stein eingemeiselt, die biblische Lehre versiegelt und wir haben um die 2 Milliarden Christen auf diesen Planeten wovon der Großteil das so für sich auch angenommen und aktzeptiert hat.
Daran mit noch aller Überzeugungskraft rütteln zu wollen daß halt die Bibel und das Christentum eigentlich Karma und Reinkarnation fehle, ist in meinen Augen nicht nur nicht möglich... sondern auch gar nicht sonderlich Nötig.
Es ist wäre Kontraproduktiv sogar.
Wer Bereit dazu ist, der wird von alleine darauf stoßen.
Wer nicht, der nicht und das ist auch nicht unbedingt weiter schlimm, solange man das allerwichtigste dabei aber nicht vergisst.
Und dieses, in meinen Augen, Allerwichtigste, enthält die Bibel, das Christentum, und auch die Kirchen, sehr wohl noch. Das ist das Gebot Jesus der Nächstenliebe.
Ohne dies ist ansonsten auch das Wissen und die Erkenntnis um Reinkarnation letztendlich Wertlos.
Karma und das edelste und höchste Gebot Gottes der Nächstenliebe jedoch bilden eine Einheit.
ZB.: Jemand der die Lehre des Karmas verinnerlicht hat, wird automatisch auch erkennen daß die Nächstenliebe daß ist, nach was es zu streben und zu halten gilt.
Und ebenso umgekehrt: Wer die Nächstenliebe lebt nach bester Kraft, sie als sein wirklich höchstes Gebot ernannt hat... der macht karmisch alles richtig.
Der muss nicht mal was von Karma wissen... er kann Karma als Lehre ablehnen... samt Reinkarnation... kein Problem.
Er geht dennoch genau den richtigen Weg zu Gott.
lg Net.Krel :-)
Hallo Provisorium und Netkrel,
ich freue mich über Eure positiven Reaktionen auf die Reinkarnation. Diese kann nun heute guten Gewissens - es sei denn aus Unwissenheit - nicht mehr geleugnet werden.
Für diejenigen, die die Lehre von Reinkarnation und Karma im Alten und Neuen Testament kennenlernen möchten, empfehle ich dieses Buch: "Warum gerade ich?..."
LG,
Digido
Vielleicht sollte man aber auch daran denken, dass bei der Antwort auch zwischen der Möglichkeit und der Regelmäßigkeit differenziert werden muss. Als ich z.B. mit Ja gestimmt habe, tat ich dies aus der Überzeugung, dass es theoretisch (vermutlich) möglich ist. (Wobei auch dies eher eine aus meinen Glauben folgende Annahme ist, als eine für mich ausreichend mit Fakten fundierte). Aber ich bin weit davon entfernt zu glauben, dass es mehr als nur eine äußerst seltene Ausnahme wäre, deren Wahrscheinlichkeit nur knapp über 0% liegt. Ist aber nur eine kleine Ergänzung - wo ich gerade über das Thema stolpere...
Geändert von Lior (15.05.2014 um 01:26 Uhr)
Hallo Frau Shane,
gemein hast Du mit den von mir Genanten, dass Du kein Wiederkommen auf die Erde für nötig hältst. Das ist definitiv falsch. Nirgendwo schreibt m.W. die Bibel von einem Eingehen in die Ewigkeit. In die Ewigkeit „eingehen“ könnte nur, was gleicher Natur mit ihr ist. Wovon aber die Bibel schreibt, ist, dass wir neue Menschen, vollkommen, gleichgestaltet in Jesu Bild werden müssten. Annäherungen daran, sind aber nur an einigen Heiligen feststellbar. Folglich konnten der Glaube und die Gottesliebe nur bei diesen dem Ziel sichtbar näher kommen. Die Heiligung aber ist selbst bei diesen noch nicht abgeschlossen, aber „ohne Heiligung kann niemand den Herrn schauen.“ (Hebr. 12,14) Glaube ist eben nicht einfach nur Wunschdenken, sondern Verwirklichung.
Außerdem müsste in der Frage nach dem Weiterleben in die Betrachtung einbezogen werden, was denn der Mensch wirklich ist. Ob er aufgrund seiner Beschaffenheit überhaupt dem Zentrum des Kosmos nahe kommen kann, und das allein infolge der Tatsache des physischen Todes, der ja faktisch für uns Menschen immer noch Folge der Sünde ist? Wird denn allein der Mensch durch die Materie, die ja der Leib ist, von Gott fern gehalten? Das ist doch absurd!Natürlich ist Jesus der Wendepunkt. Er ist der Typus des Neuen Menschen. Aber er ist doch erst keimhaft in uns und muss bis zur Fülle wachsen. In allen Menschen aber lebt er verborgen, denn er ist des Menschen wahre Natur, das Leben selbst, das ewig ist und als solches mit allem Befreiungen bewusst werden muss. Genauso wenig, wie der physische Tod bei Christen Ursache der Fülle des Heils sein kann, genauso wenig kann der Tod eines Nichtchristen Ursache der Fülle des Unheils (ewige Qual) sein. Ewig „verdammt“, ist das Falsche. Das Falsche kann nie richtig werden. Aber in keinem Menschen ist nur Falsches, ist nur vollendeter Hass. Nichtchristen sind im schlimmsten Fall Unwissende.Ja, Jesus ist der Wendepunkt in Sachen „Eintritt in die Ewigkeit“, und zwar insofern, als dass sich in der Erkenntnis Jesu (als Erlösungsweg) dieser bahnbrechende Einschnitt vollzieht, allerdings nicht irgendwann und irgendwo, sondern hier und jetzt.Ja, so läuft das richtige Leben. Aber wer von den vielen, die sich für „wiedergeboren“ halten, sind „selig im Hier und Jetzt“? Wem von ihnen ist es bewusst, dass sie den größten Anteil ihres Wohlgefühls eigentlich aus den Annehmlichkeiten unserer Gesellschaft beziehen und nicht aus Gott? Was bleibt übrig, wenn man ihnen diese nehmen würde? - Und Du meinst, jene, die so wenig Freude, die unabhängig vom Äußeren ist, haben, könnten dann, wenn ihnen nach dem Tod fehlt, woran noch im Irdischen ihr Herz hing, ohne dieses glücklich sein? Dann könnten sie es nämlich auch hier.Selig im Hier und Jetzt (bis in alle Ewigkeit) sind meiner Ansicht nach die, die sich bereits während ihres Erdenlebens mehr und mehr über ihre Erlösung in Christus bewusst werden, sich zunehmend von den Störfrequenzen ihrer noch irdischen Wahrnehmung befreien und so maximal ihre Erlösung schon in diesem Leben auskosten können.Wie ich eben schon sagte, ist das eine völlig aus der Luft gegriffene Behauptung. Seligkeit, Glück kann nicht einfach jemanden quasi übergeben werden. Glücklich machen kann den Menschen nur die Erfüllung seiner Wünsche. Alles andere bedeutet ihm nichts.Selig nach dem Tod (bis in alle Ewigkeit) werden meiner Ansicht nach die sein, die sich im Laufe ihres Erdenlebens nicht um die tiefere Bewusstwerdung ihrer Erlösung in Christus bemüht und sich nicht von den Störfrequenzen ihrer irdischen Wahrnehmung befreit haben. Dennoch werden auch sie, spätestens dann eben nach ihrem physischen Tod, in die volle Fülle der Gottheit eingehen.
Der physische Tod steht in wirklich keinem funktionellen Zusammenhang mit der Änderung der Persönlichkeitsstruktur. Nicht umsonst heißt es, dass der Weg zum Leben schmal und die Pforte eng ist. Wovon wir uns hier nicht befreit haben, werden wir auch „dort“ nicht befreit sein.Abgesehen davon, dass die ewige Verdammnis nicht mit dem physischen Tod in Zusammenhang steht, sondern einfach ein Verworfensein alles Falschen bedeutet, etwas im Sinne solange Du noch rechnest, dass zwei und zwei fünf oder drei oder sonst was sein könnte, liegst Du falsch, ist es zutreffend, dass man sich für die Wahrheit, also das, was der Mensch im tiefsten Innern ist, entscheiden muss.Als „ewige Verdammnis“ werden meiner Vorstellung nach nur diejenigen ihre eigene Entscheidung (Achtung: ihre eigene Entscheidung!) erleben, die sich bewusst gegen den Erlösungweg „Christus“ und für den Selbsterlösungsweg entschieden haben.
Der Begriff „Selbsterlösung“ wird leider heute von unerleuchteten Christen zur Verteufelung alles dessen verwendet, was sie aus der Gottsuche und -verwirklichung anderer Kulturen nicht verstehen. Ohne Selbsterlösung kann auch der Christ nicht erlöst werden. Wer die Hände in den Schoß legt und darauf wartet, dass Gott etwas tut, wird vergebens warten. Erlösung geschieht immer auf der Grundlage mehr als nur ein vergängliches, vom Äußeren abhängiges Wesen zu sein.Dem ist völlig zuzustimmen. Aber man lehnt ja etwas Gutes nur dann ab, wenn man das Gute nicht erkennen kann. Solange aber noch die Möglichkeit besteht, dass jemand erkennen könnte ist kein Grund und auch keine Möglichkeit vorhanden, endgültig dem Menschen den Zugang zum Guten zu verwehren.Aber nicht, weil der liebe Gott „diese bösen Menschen“ „straft“, sondern weil sie im Nachhinein erkennen werden, dass sie etwas besseres hätten haben können, als sie selbst bewusst gewählt haben und dass es ihnen sogar angeboten wurde und dass sie vielleicht sogar schon mal mit der Überlegung beschäftigt waren, es dann aber aus irgendwelchen Gründen wieder verworfen haben ... Die „ewige Qual“ wird meiner Vorstellung nach also nicht eine von Gott ausgehende Qual sein – Gott wird diese Menschen lieben wie eh und je! –, sondern eine von ihnen selbst ausgehende Qual. Die Qual der Selbstverdammnis. Sie werden sich selbst nicht mehr lieben können, wenngleich auch Gott sie liebt. (Und sich selbst nicht lieben/annehmen zu können, ist echt die Hölle!)Leider hast Du Die Ungeheuerlichkeit der Behauptung, mit dem physischen Tod sei endgültig die Qualität eines Menschen entschieden, nicht bemerkt. Es ist doch schauderhaft, wenn ein liebevoller Familienvater und Gatte, der sich in seinem Leben nichts hat zu Schulden kommen lassen, ewig (!!!) gequält würde, während ein wirklich schlimmer Verbrecher, nur weil er sich in der Stunde seines Todes bekehrt, auf Grund dieses Aktes sofort und ewig höchste Seligkeit genießen sollte.
Paulus? Er war in meinen Augen ein wirklich gereifter, geheiligter Christ. Und was er aus seinen Schauungen berichtet, sehe ich überhaupt nicht im Widerspruch zu den „bekannten Fakten“. Im Gegenteil: Paulus erklärt ziemlich gut diese höhere Dimension (Erlösung in Christus), vor deren Hintergrund derartige Fakten sogar gut einzuordnen wären, wenn man sie denn von der Dimension des Paulus aus betrachten würde.
Nein, ich meinte nicht Paulus, sondern die Zeugnisse etwas fortgeschrittenerer – und deshalb glaubhafterer – Christen, die in ihren Schauungen sahen, dass eben die Toten nach dem Tod noch die gleichen sind, wie auf Erden, lediglich eben mit dem Unterschied, dass dort Leiden herrschte, wo diejenigen Wünsche nicht mehr befriedigt werden konnten, die dazu die Sinneswelt benötigten.
Aus Nahtoderlebnissen wird uns der gleiche Sachverhalt berichtet.
Das ist eben auch logisch, und nicht die absurden Vorstellungen, die die Mehrheit der Christen diesbezüglich beherrscht.Ich freue mich, dass Du das so siehst. Und deshalb kann eben das, was nach dem physischen Tod folgt, keine Endgültigkeit haben. Der Mensch kommt nach diesem wieder auf die Erde, um unter neuen Bedingungen sich nach der einen oder anderen Richtung zu entwickeln bis er eben einestages im Positiven oder Negativen kristallisieren wird.
Ja, das passt.
Auf den „zweiten Tod“ müssen wir hier nicht eingehen. Wir wollen ja nicht spekulieren, sondern nur von dem reden, was wir wissen können.
Jedenfalls ist der Auferstehungsleib das Endresultat völliger Heiligkeit. Ein solcher Leib wird sich fundamental vom gegenwärtigen unterscheiden.Da stimmen wir überein. Die mangelnde Heiligkeit wird ihnen noch viel Leid bringen.Im ersten Tod sind alle gleich, das sagt die Bibel auch (weil alle schuldig wurden wie Adam und damit Erben dieses ersten Todes sind). Dieser erste Tod wird sich dann wohl angenehmer oder unangenehmer anfühlen, je nach persönlicher Heiligung auf Erden ... das würde ich auch so erwarten. Aber die Bibel spricht darüber hinaus auch noch davon, dass ein „zweiter Tod“ den in Christus Erlösten nichts mehr anhaben kann. Das wäre dann die Dimension, die ich oben beschrieben habe. Und hier geht’s dann meinem aktuellen Verständnis nach darum, ob die Seele aufersteht oder … (reinkarniert?), je nachdem, ob sie die Erlösung in Christus oder die Selbsterlösung gewählt hat. Ich schreibs in Klammern, weil ich darüber zu wenig weiß und die Bibel es so nicht nennt. Die Bibel sagt, dass die Alternative zur Auferstehung der „Tod“ ist, aber angesichts des (geistlichen) Lebens in einem Auferstehungsleib wäre das (geistliche) Leben in einem Reinkarnationsleib mit „Tod“ vielleicht auch trefflich beschrieben. Jesus nennt ja auch in Lukas 9,60 lebendige Menschen „Tote“ … Aber das ist jetzt Spekulation, die ich auch nicht unbedingt weiter verfolgen muss. Ich muss nicht unbedingt wissen, wie das heißt, was ich eh nicht will. Es kann Reinkarnation heißen oder Tod oder irgendwie anders. Ich werde jedenfalls auferstehen.
Ja, da gibt’s jetzt wohl nichts mehr einzuwenden. Meine Haltung zum Thema Heiligung dürfte hellstrahlend durchgeschimmert sein :) Ich will auch nicht im ersten Tod den Mangel spüren, etwas befriedigen zu müssen, was dann nicht mehr möglich ist. Bloß nicht! Das zu vermeiden, dafür verwende ich einen großen Teil meiner Lebenszeit. Und ich empfinde auch jetzt schon wirklich Sorge um die Christen, die sich um die Heiligung herumschlängeln mit dem Argument, Werke können eh nicht erlösen. Sie werden – wohl in dem von dir beschriebenen Sinne und in dem von mir beschriebenen „ersten Tod“ – die Früchte ihrer faulen Saat essen müssen. Aber es wird sie nicht umbringen!Hier weiß ich nicht, was Du meinst. Wer will sich selbst erlösen? Ich kenne niemanden, der das behauptet.Viel größer ist daher meine Sorge um diejenigen, die sich um die Annahme des Erlösers herumschlängeln mit dem Argument, sie können sich selbst erlösen.Inwiefern geht es „Selbsterlösern“ - was immer das sei – im „ersten Tod“ besser und dann nicht mehr?Denen geht’s im ersten Tod vielleicht noch besser als den anderen, aber im zweiten dann nicht mehr.Wie kommst Du auf die Idee, dass die Reinkarnation etwas anders darstelle als es in Wirklichkeit sei? Nur Menschen können etwas falsch darstellen.Ich persönlich möchte deshalb alles ausschöpfen, was Gott mir bereitet hat – sowohl meine Heiligung als auch, und das in ganz besonderem Maße, meine Erlösung in Christus.
Ich geb mein Bestes. Den fehlenden Rest tut Gott hoffentlich in seiner Gnade dazu ;)
Nee du, ganz im Gegenteil: Wenn ich das richtig sehe, dann stellt sie den Tod als Leben dar (in oben erläutertem Sinne) und macht die Konfusion damit perfekt. Die erstmals gelungene Theodizee findet sich in der Bibel, welche ich in ihrer Gesamtheit für wesensmäßig identisch halte mit der Person Jesus Christus. Wir sind nur zu doof sie wie mündige Erwachsene zu lesen, sondern lesen sie voller Vorurteile, voller Verletzungen, voller enttäuschter Hoffnungen, im Grunde voller Misstrauen und Missverständnisse im Herzen. Wie mit einem kindlichen Trotz, der alles ablehnt, was er nicht versteht. Aber wir sind selbst dran schuld, dass wir sie nicht verstehen, wenn wir ihr keine echte Chance geben.
Liebe Grüße
Frau Shane
Da wir heute, insofern wir die nötigen Voraussetzungen mitbringen, wissen können, dass die Reinkarnation eine Tatsache ist, dann ist sie nichts anderes, als lediglich ein Fakt, den man nicht unterschlagen kann. Sie macht der Konfusion ein Ende, wie sie einerseits von den Materialisten und andererseits von den unerleuchteten Christen heraufbeschworen wurde. Denn nun erst kommt Ordnung in das System! Reinkarnation ist der funktionelle Hintergrund, der es dem Menschen ermöglicht immer wieder neu Entscheidungen zu treffen, bis er die Vollendung in positiver oder negativer Hinsicht erreicht hat. Alles Leid, dass einen Menschen trifft hat er seiner eigenen Unvollkommenheit oder seinem eigenem Wunsch nach Wachstum im Guten zuzuschreiben.
Wenn das keine Theodizee ist...
Ich empfehle Dir das Buch „Warum gerade ich? - Schicksalsfragen im Licht neuester Erkenntnisse“ von Manfred Reichelt zu lesen. Da findest Du viele wunderbare Gedanken an Hand der Bibel dazu.
LG,
Digido
Geändert von Digido (02.08.2014 um 11:22 Uhr)
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