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Baum-Darstellung

  1. #11

    Standard

    Guter Beitrag liebe Starangel und gut daß Du 2. Tim. 3.16 erwähntest

    Dazu mein Kommentar:

    Bibelübersetzungen werden ja in der Regel von Anhängern des Bibelfundamentalismus getätigt, meistens sind es Hardcore Anhänger...

    2. Tim. 3.16 eignet sich da sehr gut, um den "Grad" des Bibelfundmentalismus der jeweiligen Übersetzer zu ermitteln.... zieht sich dann - natürlicherweise - entsprechend durch die ganze Übersetzung.

    luther war zwar auch ein Bibelfundamentalist (zB seine Erfindung: "sola scriptura") aber dieser Grad war anscheinend noch nicht das Ende der Fahnenstange des B.Fundametnalismus.

    zB strich er ein paar "Bücher" aus der rkk-Vulgata-Bibel aus "seinem Kanon" raus... bisher galten diese (der rkk zumindest) als "unfehlbares Wort Gottes"... luther dagegen deklarierte sie kurzerhand als Apokryphen, sprich "Unbekannter und Fraglicher Herkunft"...

    So schnell also wurde aus Teilen des bisher "unfehlbaren Wort Gottes", bei luther, eine "fragliche nicht mehr vertrauenswürdige Schrift".

    Sola Scriptura diente ihm dann als Top-Argument um den Ablass-Schwindel der damaligen rkk-Dark-Priester auffliegen zu lassen. Von daher gar nicht mal so schlecht...

    Daher ist die luther Übersetzung der Bibel auch nicht so Hard-Core Bibel-Fundametnalistisch ausgefallen.

    zB konnte er ja schlecht 2. Tim. 3.16 Bibelfundamentalistisch übersetzen, während er gleichzeitig aus eben dieser Bibel 7 Bücher raus strich...

    Daß er die Moses Bücher aus dem AT jedoch nicht mit-löschte spricht allerdings noch für eine starke Dark-Gott Bindung...

    Nochmals Luthers Übersetzung:
    "Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit".

    Im Vergleich nun zur zB der "Neue evangelistische Übersetzung":
    "Die ganze Schrift ist von Gottes Geist gegeben und von ihm erfüllt..."
    ("Bibel" statt "Schrift" traut sich bisher noch keiner Schreiben... würden sie zwar schon am liebsten aber sie wissen natürlich auch selbst daß dies ein zu offensichtlicher Zirkelschluss wäre und ihre "Fälschung" recht schnell auffliegen würde...)

    Daher wendeten dann die Hardliner folgenden Trick an:

    "Hoffnung für Alle":
    "Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben..."
    Im Kirchentum-Kontext ist "heilige Schrift" quasi ein Alias für "Bibel"... so suggeriert der Bibelfundamentalist dem Leser hier ein, daß Paulus - oder ginge es nach ihnen: Gott selbst, hier ihre Jahrhunderte später erstellte "Bibel" gemeint habe würde...)


    Ein weiterer manipulativer Trick, die "Genfer Übersetzung":
    "Denn alles, was in der Schrift steht, ist von Gottes Geist eingegeben"
    Suggeriert: Alles... in der Bibel... von Gott... (inkl. Dark-Gotts Mordaufrufe)


    Auch recht Dreist ist die "Neues Leben- Bibel" Übersetzung:
    "Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben..."

    Die "Züricher Bibel" Übersetzer scheinen keine ganz so schwere Hardliner gewesen zu sein:
    "Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung, zur Zurechtweisung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit"

    Meiner persönliche Deutung dieser Paulusstelle:

    Nicht eine spezielle Schrift... sondern jede Schrift, sofern der Autor von Gott inspiriert war, dient zB "zur Erziehung in der Gerechtigkeit".

    Auf heute übertragen kann man zB auch genauso gut sagen: Die Bibel ist nicht "einziges Wort" Gottes... sondern jedes "Informations-Medium" kann es potentiell sein... sofern die Information göttlich inspiriert ist.


    Also eine glatte Absage an den damaligen (AT-)Schrift-Fundamentalismus den Paulus da machte...

    Bezogen auch ausserhalb von "Schriften" kann man sagen: Jeder, der von Gott authentisch inspiriert ist, ist "sein Wort".

    Etwas was dem Bibelfundamentalismus und dem Relgions-Rassisten ein Dorn im Auge ist...

    Sie würden Paulus - wenn er in heutiger Sprache zu ihnen spräche - genauso ablehnen wie sie es damals taten und als "Abweichler" bezeichnen... und nach ein paar Generationen im Nachhinein zu ihren Zwecken zu instrumentalisieren...

    So haben sie aus ihn zB einen angeblichen Lehrer der "Kreuztod-Theologie" gemacht... und ebenso einen angeblichen Vertreter des Bibelfundamentalismus (durch manipulative Übersetzungen wie zB 2. Tim. 3.16)

    Und ganz am Ende haben sie aus Paulus "Gottes unfehlbares Wort" selbst gemacht in dem sie seine Briefe - aber nur im Sinne ihrer Interpretationen - als "Gottes unfehlbares Wort" deklarierten...

    Genauso wie sie aus Jesus "Gott selbst" gemacht haben (Trinität) und immer noch tun.

    Gleiche Vorgehensweise, gleiche "Handschrift", gleicher Hokuspokus...
    Geändert von net.krel (15.01.2018 um 14:13 Uhr)


 

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