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  1. #1

    Standard Spiegelbilder unserer Seelen oder Gedanken

    Hallo zusammen,

    ich wage es jetzt doch einmal, meine Frage bzw meine Gedanken hier rein zu setzen, vielleicht können/dürfen wir "off topic" darüber menschlich austauschen.

    Seit Jahren begegnet es mir, dass Gläubige Menschen (ganz gleich welcher Religionen oder Glaubensarten) sehr hart und sehr bittere "Vorstellungen" von "Gott" ( das umfasst für mich alle verschiedenen Bezeichnungen dessen) in sich aufnehmen, weitertragen, davon überzeugt sind, ja sogar praktizieren.

    Ist das Spiegelbild menschlicher Gedanken und Vorstellungen? Spiegelt sich darin unsere Einstellung, unsere Wahrnehmung wider?

    Ich kann nicht ergründen, wie wir so hart über uns /und "Gott" denken können? Ich finde aus meiner Seele keinen Ursprung aus der Seele heraus.

    Denken wir Menschen, wir hätten einen "harten" "Gott", weil es anders nicht sein könnte?

    Doch ich erkenne nicht, woher so ein Denken und Empfinden kommt. Ist denn nur "gerechtes und hartes" das göttliche?


    Ich finde das nicht in meiner Seele und meiner Verwurzelung, doch es ist ja da, mir scheint es wird gar mehr und härter als Geduld, Liebe, Barmherzigkeit, Verbundenheit.


    Oder muss ich meinen Blickwinkel verändern?

    l firefly

  2. #2

    Standard

    Hallo Firefly
    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    ich wage es jetzt doch einmal, meine Frage bzw meine Gedanken hier rein zu setzen, vielleicht können/dürfen wir "off topic" darüber menschlich austauschen.
    Bin mir sicher daß wir das hier dürfen. Die Moderation ist bzgl. offenen und freien Meinungsaustausch in meinen Augen absolut vorbildlich.

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Seit Jahren begegnet es mir, dass Gläubige Menschen (ganz gleich welcher Religionen oder Glaubensarten) sehr hart und sehr bittere "Vorstellungen" von "Gott" ( das umfasst für mich alle verschiedenen Bezeichnungen dessen) in sich aufnehmen, weitertragen, davon überzeugt sind, ja sogar praktizieren.
    Kann ich (bei den aller meisten die mir bisher begegneten) nur bestätigen. Daher halte ich ihre Religionen auch für falsch während sie davon überzeugt sind daß ihre Religion - und somit ihr Gottes-Bild - "das eine einzig Wahre" sei... Paradebeispiel die rkk (aber nicht nur... die ekd und die allermeisten Freikirchen ebenso... Evangelikale + Pfingstler + Baptisten + ZJ + Calvinisten sogar ganz schlimm ).

    Und ja... auch das kann ich nur Bestätigen daß dies nicht nur auf die (sich selbst nennenden) Christentume beschränkt. Islam zB das genau gleiche. Judentum ebenso... auch der "Mainstream Buddhismus" in Ländern wo er die Hauptreligion darstellt ist zumindest in meinen Augen genauso betroffen. (es stimmt übrigens nicht daß der Buddhismus "keinen Gott" kennt wie viele meinen... aber das wär grad ein anderes Thema...)

    Der "Dark-Gott" ist also aufjedenfall ein interreligiöses Phänomen... und das schon seit Urzeiten.

    Ein Blick in eine der ältestens religiösen Schriften - das sog. "AT" - porträtiert den prinzipiell gleichen Dark-Gott wie er heute noch in den Herzen der meisten nach wie vor noch existiert und dort immer noch am Leben erhalten wird. In den meisten Christentumen wird dieser dann als "Vater von Jesus" betitelt was natürlich nie und nimmer stimmt... vielmehr das glatte Gegenteil der Fall ist.

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Ist das Spiegelbild menschlicher Gedanken und Vorstellungen? Spiegelt sich darin unsere Einstellung, unsere Wahrnehmung wider?
    Das würde ich auf jedenfall mit einem "freudschen Ja" beantworten. Ist imho ein Teufelskreis in welchen sie sich befinden. Und aus welchem ebenfalls die allermeisten auch gar nicht raus kommen wollen (außer evntl. nach ein paar harten Schicksalsschlägen wo einige dann vorsichtig anfangen "die Dinge" zu hinterfragen... aber auch nur evnentuell, ein Garant ist auch das nicht )

    Es gibt ja das alte (und imho Wahre) Sprichtwort: Zeige mir Deine Freunde und ich sag Dir wer Du bist.

    Um wieviel mehr gilt das dann erst für das Gottesbild welches man im inneren Lobpreist...?

    Das innere Gottesbild sagt imho sehr viel über den "inneren Zustand" aus... und unser "innerer Zustand" wiederum ist maßgeblich an den "außeren Zuständen" beteiligt, da alles was "im Geist" existiert nach Ausdruck - auch materiellen Ausdruck - strebt.

    Hat der Dark-Gott ersteinmal einen festen Platz im Herzen gewährt bekommen bestätigt "er" sich quasi selbst durch die Wahrnehmung die daraus entsteht... daher es eben auch ein Teufelskreis ist. (imho: ein "Lebens- und Generations übergreifender Teufelkreis"... aber das wär auch grad wieder ein anderes Thema, Stichwort Reinkarnation und Karma ...)

    Das Problem dabei ist daß ihr Dark-Gott natürlich ein haufen Unheil anrichtet und auch schon angerichtet hat was karmisch auch alles wieder gut gemacht werden muss... und da er als der "der einzig Wahre Gott" angesehen wird (was dieser für sich natürlich auch beansprucht und das auch bis aufs letzte Verteidigt wird ) sieht es echt nicht gut aus für jene die "ihn" im "inneren tragen" seit Menschen gedenken...

    Daß Dark-Gott natürlich die Lehre von Karma strikt ablehnt (oder verzerrt bzw. neutralisiert) versteht sich von selbst...

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Denken wir Menschen, wir hätten einen "harten" "Gott", weil es anders nicht sein könnte?
    Letztendlich kann ich es bis zum heutigen Tag auch nicht wirklich nachvollziehen wie man auch nur eine Sekunde dem "Hard-Dark-Gott" auch nur einen milliimeter Platz im Herzen gewähren kann... ich kann Dir diese Frage also auch nicht beantworten und wär daran selbst sehr interessiert. Es ist einfach irrational...

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Ist denn nur "gerechtes und hartes" das göttliche?
    Übrigens: Der Hard-Dark-Gott ist nicht "gerecht".
    Natürlich beansprucht "er" das für sich zwar ständig (wie so vieles). Aber mit Gerechtigkeit hat dieser nun wirklich nichts zu tun. "Gerechtigkeit" ist eines der missbrauchtesten Wörter in "seinem" Vokabular. (die Begriffe "Gnade" und "Liebe" übrigens auch)

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Ich finde das nicht in meiner Seele und meiner Verwurzelung
    Weil "er" imho dort auch nicht existiert. Er ist eine reine religiöse Erfindung im mentalen Gefängnis seiner Träger... und hat keine "wahrhaftige Realität".

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Oder muss ich meinen Blickwinkel verändern?
    Ich hoffe nicht :-) Du siehst "ihn" bei Dir imho deshalb nicht weil er bei Dir auch nicht im inneren existiert... bzw. Du "ihm" keinen Platz gewährst. Das geht allein schon aus Deinen Beträgen sehr ersichtlich hervor finde ich...

    Finds auch schade daß Du eher nur wenig schreibst hier... ich les Deine Beiträge gerne. Sie sind imho ein gutes "Gegengewicht" zum "pseudo-gerechten Hard-Dark-Gott(esbild)".

    lg Net.Krel
    Geändert von net.krel (02.01.2018 um 00:32 Uhr)

  3. #3

    Standard

    Hallo net.krel,

    Bin mir sicher daß wir das hier dürfen. Die Moderation ist bzgl. offenen und freien Meinungsaustausch in meinen Augen absolut vorbildlich.
    ich habe es wegen der Hinweise der Administration extra in den "off topic" Bereich gesetzt, weil ich respektiere und verstehe, dass in den "christlichen Glaubensthemen" eher nicht christliche Meinungen vielleicht außen bleiben sollen. (auch wenn es mir hier und da beim Mitlesen doch in den Fingern kribbeln würde ;-))

    Der "Dark-Gott" ist also aufjedenfall ein interreligiöses Phänomen... und das schon seit Urzeiten.
    "Dark- Gott", obwohl mir der Begriff neu ist, denke ich, zu verstehen, was du meinst.

    Übrigens: Der Hard-Dark-Gott ist nicht "gerecht".
    Mir scheint, das das (leider) sehr unterschiedlich ist, weil im Auge des Betrachters oder in dessen Wahrnehmung?

    Es scheint, als formuliert da jede Gruppierung (ich meine damit übrigens immer alle Gruppierungen und nicht nur und ausschließlich christliche, da ich nicht einseitig geprägt bin) eine "eigene Gerechtigkeit".
    Das ist von außen betrachtet befremdlich und sehr schwer bis überhaupt nicht zu verstehen.
    Deshalb würde mich tatsächlich und aufrichtig interessieren, wie Menschen das alles sehen, die innerhalb religiöser Gruppierungen leben.

    Ich hoffe nicht :-) Du siehst "ihn" bei Dir imho deshalb nicht weil er bei Dir auch nicht im inneren existiert... bzw. Du "ihm" keinen Platz gewährst.
    wie könnte ich auch?
    schaue ich in das, was geschaffen ist, Kreisläufe, Lebensabläufe und wie ich meine Wurzel erlebe, so ist da bei weitem nicht immer Verstehen, warum oder wozu Dinge mir oder anderen Menschen begegnen, die menschlich nicht wünschenswert erscheinen. Aber dennoch ist die Wurzel meiner Existenz so sehr lebendig und klar(ich finde dafür keine Worte in der Sprache)...
    dass ich Urteil oder Abwertung oder "zerstören und bestrafen" und all diese Begriffe nicht unter bringen kann, wenn ich dorthin gehe.

    Ich "gewähre" es nicht? Ich könnte mir nicht mal auch irgendwie vorstellen, das es dort Platz hat.

    Wir sind doch (so glaube ich) aus "EINEM" erschaffen- wie könnte dann ein Glaube oder ein Leben mehr oder weniger sein als das andere?
    Gerecht?- wir Menschen sind es selten, wenn überhaupt, denn unsere Augen sehen nur, "was vor Augen ist".
    Unser Ursprung könnte so etwas wie "gerecht" sein, weil völlig anders aus sich heraus, aber mir ist nie begegnet, dass es Ziel und Sinn aus diesem Ursprung heraus wäre, irgend eine "Gerechtigkeit" zu errichten.

    Projezieren wir Menschen da so etwas wie Wünsche hinein?
    Ich meine, klar, Menschen füllen sich oft ungerecht behandelt, schreien auf nach Gerechtigkeit, oder nach Antworten, Wegen, Halt.
    Aber wenn es innerhalb und zwischen den unterschiedlichen Wegen (Religionen) dann aber darüber zu Streit, Abwertung oder gar Kriegen kommt?
    Es ist so als ob sich darin dann alles spiegelt, was Menschen in sich tragen- doch das auf unseren Ursprung zu übertragen?

    Das wäre als ob ein Sohn wütend ist und doch neben seinem Vater stände und ihn fragen würde- "Warum bist du wütend auf mich? Du siehst so zornig aus."

    Es wäre leichter, es würde sich kein Mensch "ein Bild von dem EINEM machen", sondern erkennen, wieviel Projektion eher "blind macht" oder verschwimmen läßt?


    Finds auch schade daß Du eher nur wenig schreibst hier... ich les Deine Beiträge gerne. Sie sind imho ein gutes "Gegengewicht" zum "pseudo-gerechten Hard-Dark-Gott(esbild)".
    danke sehr freundliche Worte.
    doch ein "Gegengewicht" möchte ich gar nicht sein. Ich würde mich freuen, wenn wir mehr Austausch unter Menschen finden würden. Wir können nur voneinander lernen.

    Übrigens- mir fiel auf, dass du einige Male schriebst, "doch dies und das... wäre ein anderes Thema"

    Ich wünschte, das wir auch darüber austauschen könnten im "off-topic"?

    l firefly

  4. #4

    Standard

    Hallo Firefly

    wollt nur kurz vorweg erwähnen daß ich mir (nur rein für mich persönlich) eigentlich schon länger abgewöhnen will
    das Wort "Christ" oder "christlich" oder "Christlichkeit" in Verbindung mit dem zu bringen was ich
    entweder als Pseudo- oder Schein- oder false- oder gar gleich Anti-Christich betrachte.

    Gelingt zwar nicht immer... aber wird mit der Zeit.

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    ich habe es wegen der Hinweise der Administration extra in den "off topic" Bereich gesetzt, weil ich respektiere und verstehe, dass in den "christlichen Glaubensthemen" eher nicht christliche Meinungen vielleicht außen bleiben sollen.

    Ich glaub ich hatte es dir auch schon einmal geschrieben... aber ich zumindest kann nichts "nicht-christliches" (<-- nach meinem persönlichen Verständns von Christlichkeit) in Deinen Beiträgen erkennen.

    Stattdessen viel nicht-christliches (gelinde gesagt) in jenen Beiträgen der "Vertreter" die immer ganz besonderen Wert drauf legen ihre persönlichen Ansichten als "die Christlichkeit" schlechthin darzustellen...

    ...

    Der "pseudo-gerechte Hard-Dark-Gott" ist nicht gerecht.


    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Mir scheint, das das (leider) sehr unterschiedlich ist, weil im Auge des Betrachters oder in dessen Wahrnehmung?
    Die "Dark-Göttler" handtieren hier meist mit zweierlei Maß.

    zB beim Thema Koran. Sie picken sich da gerne ganz offensichtliche "ungerechte Dark-Gott" stellen raus - die der Koran natürlich auch enthält - und nehmen diese Stellen dann als Grund um den gesamten Koran zu falsifizieren... gleichzeitig aber völlig blind gegenüber all den Dark-Gott Stellen in der eigenen Bibel.

    Zweierlei Maß... (nebst fehlender Differenzierungsfähigkeit)

    Sie können (und wollen) nicht wahr haben daß die Entstehungsgeschichte des Korans und der der Bibel, ziemlich ähnlich ist... und überhaupt beide daraus entstanden Religionen sich in ihrem Prinzipien sehr ähneln. (persönlich halte ich beide Religionen für False-Religionen und die Religion, die von den Redakteuren der Bibel erfunden wurde, welche sie "Christentum" nennen, halte ich auch nicht für "christlich" sondern vielmehr fern ab davon...)

    Das nur eins von vielen Beispielen...

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Deshalb würde mich tatsächlich und aufrichtig interessieren, wie Menschen das alles sehen, die innerhalb religiöser Gruppierungen leben.

    Als "Beobachter" jener Religion welche sich "Christentum(e)" nennt kann ich nur sagen daß ich Heilfroh bin daß deren Auffassung von "Gerechtigkeit" an keinem zumindest mir bekannten Ort der Welt juristisch praktiziert wird.

    Das ist zumindest mein persönliches Fazit... es wär grad nur ein zu langes Kapitel die "(Ge)Rechtfertigungslehre" der ekd oder aber auch die Artverwandte "Sünden-Vergebende-Kreuz-Bluts-Opfer-Lehre" der rkk jetzt anzugehen... mit Gerechtigkeit haben aber beide - in meinen Augen - nicht das geringste zu tun sondern eher betrachte ich diese als ein religiös-elitäres Produkt fehl jeglicher Wahrhaftigkeit.


    Du gewährst "Dark-Gott" keinen Platz...
    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Ich "gewähre" es nicht? Ich könnte mir nicht mal auch irgendwie vorstellen, das es dort Platz hat.
    Jo :-) Das geht aus Deinen Beiträgen imho auch hervor.
    Ich sag ja: Ich zumindest - nach meinem Verständnis - kann nichts nicht-christliches erkennen in Deinen Beiträgen.


    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    ein "Gegengewicht" möchte ich gar nicht sein.
    Ja... da muss ich mich korrigieren. Stimmt.
    Hatte mich falsch ausgedrückt.

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Übrigens- mir fiel auf, dass du einige Male schriebst, "doch dies und das... wäre ein anderes Thema"
    Ich wünschte, das wir auch darüber austauschen könnten im "off-topic"?
    Gern. Wir hatten früher das Thema Reinkarnation und Karma oft und intensiv im Forum "behandelt" und in wie fern sie zu den Lehren Jesus passen. Wenn man so will gehöre ich zu der "Fraktion" :-) die sagen: Jesus lehrte Karma + Reinkarnation. Und die "Dark-Göttler" haben es im Nachhinein - "im laufe der Zeit" - zensiert, gestrichen, und am Ende bis zum heutigen Tag buchstäblich verdammt...

    Und bzgl. daß der Buddhismus "keinen Gott" kennen würde ist es ein ähnlich langes Thema.

    Meine Ansicht dazu in absoluter Kurzform: Buddha an-er-kannte - in meinen Augen - sehr wohl "die Quelle allen Lebens" (Gott)... aber zur damaligen Zeit war der Hinduismus (aus welchen der Budhismus ähnlich "Rund-Um-Erneuernd" entsprang.... wie zB das Christentum aus dem Judentum) derart von "Dark-Göttern" infiltriert (ähnlich wie im antiken-Judentum ja auch) daß die Lehre Buddhas sich mehr auf andere Apsekte konzentrierte... eben zB Karma und Reinkarnation.

    Und beide (scheinbar)"Off-Topic-Themen" zusammengefasst - ebenfalls in aller konenzentrierter Kürze - ist meine Ansicht wie folgt:

    Die Lehren Buddhas und die Lehren Jesus stellen - in meinen Augen - nicht nur keinen Widerspruch dar, sondern Harmonieren miteinander ziemlich gut.

    Jesus betrachte ich genauso - wie man sagt: "im Himmel zur rechten Gottes" --> wie Buddha... und beide waren - in meinen Augen - auf Erden aus sehr ähnlichen persönlichen wie auch "Allgemeinen" Gründen... nur in einer anderen Kultur und Zeit jeweils.

    ...

    Es scheint nur so als ob beide Lehren unvereinbar wären. Aber nur deshalb weil die offiziellen (angeblichen)Christentume - in meinen Augen - die Lehren Jesus bis zur Unkenntlichkeit entstellten... im laufe der Zeit.

    lg Net.Krel

  5. #5

    Standard

    wollt nur kurz vorweg erwähnen daß ich mir (nur rein für mich persönlich) eigentlich schon länger abgewöhnen will
    das Wort "Christ" oder "christlich" oder "Christlichkeit" in Verbindung mit dem zu bringen was ich
    entweder als Pseudo- oder Schein- oder false- oder gar gleich Anti-Christich betrachte.
    lass mich kurz schmunzeln bitte, denn ich musste den Satz zwar drei mal lesen, aber dachte mir am Ende- was für eine Mühe Begrifflichkeiten innerlich so auf zu spalten ;-) aber net. krel ist so gemacht :-)

    Zweierlei Maß... (nebst fehlender Differenzierungsfähigkeit)
    Selbstreflexion? Doch ist für mich eigentlich dann doch wieder fast logisch, denn wenn ich meine Religion, meinen Glauben über alles stelle, dann messe ich sofort auch unbewußt alle Menschen leider mit zweierlei Maß. Nahezu unvermeidbar.

    Sünden-Vergebende-Kreuz-Bluts-Opfer-Lehre"
    das ich da echte Schwierigkeiten mit habe, ist sicher nicht neu, doch wirklich Erklärung oder "Aufklärung" zum Verstehen finde ich nicht.

    Net. krel- du bist aus "Christlichen Formen" gewachsen, oder irre ich?
    Mir fällt auf, dass du (nicht abwertend gemeint) da sehr intensiv argumentierst.

    Das Buddhismus keinen "Gott" kennen würde, war mir neu. Wer sagt das?


    Kurz zusammengefasst- warum sollten Religionen aus einer Wurzel sich im Kern widersprechen?

    Interessant- aber irgendwie sah ich das noch nie so. Wer oder was betont da Widersprüche?

    l firefly

  6. #6

    Standard

    eine Zen- Erzählung, die ich irgendwann mal hörte oder las (weiß leider nicht mehr wo) ich erzähle sie sinngemäß nach:

    Buddha wurde von einem Mann gefragt: "Gibt es einen Gott?" Buddha antwortete mit "Nein"
    Kam ein zweiter Mann und fragte: "Buddha gibt es Gott?" Buddhas Antwort diesmal "Ja"
    Ein dritter kam und fragte:"Buddha hilf mir, gibt es Gott oder nicht. Was ist die Antwort?"
    Buddha setzte sich etwa eine Stunde mit dem dritten Fragenden hin und sie schwiegen.

    Dann sprang der Fragende auf und bedankte sich. "Danke, dass ich Hilfe bei dir fand!"

    Ein Beobachter der ganzen Szene wunderte sich nun- wie konnte es sein, dass Buddha drei unterschiedliche Antworten gab auf eine Frage?
    Darauf erklärte Buddha- der eine Mensch war Theist- wollte bestätigt haben, was er als einzig wahre Möglichkeit ohnehin glaubte.
    der andere Mensch war Atheist- er wollte bestätigt haben, dass es keinen Gott gibt.
    Beide schickte ich mit der Antwort fort, die sie in sich selbst trugen, denn eine andere hätten sie nicht akzeptiert.

    Doch der dritte Fragende war suchender, wirklich suchender und offen für etwas, was ich ihm zeigen konnte.


    passt vielleicht ein bisschen

    l firefly

  7. #7

    Standard

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    lass mich kurz schmunzeln bitte, denn ich musste den Satz zwar drei mal lesen, aber dachte mir am Ende- was für eine Mühe Begrifflichkeiten innerlich so auf zu spalten ;-)
    Ja :-) Ich versuch eigentlich immer unkomplizierte Sätze "zu baun"... aber bei dieser Sache gelingt es mir noch nicht so ganz. Aber wird sicherlich auch noch...

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Selbstreflexion? Doch ist für mich eigentlich dann doch wieder fast logisch, denn wenn ich meine Religion, meinen Glauben über alles stelle, dann messe ich sofort auch unbewußt alle Menschen leider mit zweierlei Maß. Nahezu unvermeidbar.
    Ja... zustimm.

    Sünden-Vergebende-Kreuz-Bluts-Opfer-Lehre
    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Schwierigkeiten [...]
    Macht imho gar nix. Opfertum = Dark-Gott-Konstrukt...

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    du bist aus "Christlichen Formen" gewachsen, oder irre ich?
    Das kommt jetzt echt ganz drauf an was man unter "christlich" versteht. Nach meinen Verständnis bin ich garantiert nicht christlich aufgewachsen. Weil ich die rkk-religion nicht als christlich betrachte. Du?

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Das Buddhismus keinen "Gott" kennen würde, war mir neu.
    Ahh echt? oki nee das freut mich natürlich. Hab vermutlich zu viel mit Religions-Rassisten zu tun gehabt :-) Die sagen das nämlich ständig...

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Kurz zusammengefasst- warum sollten Religionen aus einer Wurzel sich im Kern widersprechen?
    Ist wieder eine Standpunkt-Sache. Jede der bekannten Religionen behinhaltet (mindestens ursprünglich) einen wahren Kern um dem es geht. Auch in meinen Augen.
    Aus diesem Standpunkt betrachtet ist gegenseitiger Widerspruch natürlich Sinnlos und falls es doch (dauerhaft) passiert ist was schief gelaufen...

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Interessant- aber irgendwie sah ich das noch nie so. Wer oder was betont da Widersprüche?
    Imho der Großteil wenn nicht gar alle derjenigen die mein(t)en sich für "eine Religion" zu entscheiden und sich damit dann über andere zu stellen.
    Einer meiner Hauptkritikpunkte übrigens...

    Sie sind nicht gewillt über ihren "religiösen Tellerand" zu sehen. Identifizieren sich damit viel zu sehr. (Stichwort fehlende Selbstreflektion...) Erzeugen Widersprüche wo kaum oder gleich gar keine sind (zumindest ursprünglich)... von einem "gemeinsamen Kern" wollen sie nix wissen... Entweder "Ihrer" oder "keiner" ist quasi das Motto.

    Es ist das was bis hin zu Kriegen führte und weiterhin führen wird... ich nenn es: Religions-Rassismus (welcher nicht selten recht gut "geschminkt" ist... das übernehmen dann deren jeweiligen "Schriftgelee[h]rten")... geboren ist die - wie ich es nenne - "false-Religion"...

    Gott steht in meinen Augen völlig über ihren und überhaupt allen Religionen...

    Positiv betrachtet halte ich sie für "Hilfs-Mittel"... Wenn sie aber plötzilch "Absolutheit" beanspruchen halte ich sie für "Eitle-Stopper".

    lg Net.Krel

  8. #8
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    1

    Standard

    Selbstreflexion,
    welch schönes Wort,
    nur worin reflektieren wir uns?
    In uns selbst?
    Wo tragen wir denn so etwas wie einen Spiegel in uns?

    Stellen wir uns vor einen Spiegel, so sehen wir die Reflexion von uns,
    aber kann sich ein Spiegel selber reflektieren? Wohl eher nein.

    Wie also funktioniert eine Selbstreflexion, wenn uns der Reflektor fehlt?
    Wir erstellen also ein Idealbild von uns selber
    und vergleichen den angestrebten Zustand mit dem, was wir sind
    und erliegen dabei gerne einer Selbsttäuschung.
    Da wird dann das erstrebte Ziel nicht so sehr „hoch“ angesetzt
    und die eigene Art etwas großzügiger betrachtet--- -- - und dann paßt es schon- - -irgendwie.


    Darum erzähle, wie du dir Christus vorstellst und die weist, wie du bist.

    Oder worin willst du dich spiegeln können, um ein klares Bild deiner Seele zu erhalten?



    Der „Dark Gott“, oder wie auch immer der Bewohner der tiefsten Kälte und Finsternis bezeichnet wird,
    da sollte keine Spiegelung mehr möglich sein.
    Schließlich entwickelt Mensch seine ethischen Tugenden und die sind in der Finsternis unbekannt.
    So wie ein Spiegel nur Licht reflektieren kann.
    Wo Dunkelheit ist bleibt der Bereich einfach leer.


    Alles was zu Christus lenkt bringt Geist und Leben

  9. #9

    Standard

    Imho der Großteil wenn nicht gar alle derjenigen die mein(t)en sich für "eine Religion" zu entscheiden und sich damit dann über andere zu stellen.
    Einer meiner Hauptkritikpunkte übrigens...
    menschlich?
    Vielleicht steckt dahinter auch Unsicherheit?
    Ich würde nicht davon ausgehen, dass das immer im vollen Bewußtsein geschieht.

    Es ist das was bis hin zu Kriegen führte und weiterhin führen wird... ich nenn es: Religions-Rassismus (welcher nicht selten recht gut "geschminkt" ist... das übernehmen dann deren jeweiligen "Schriftgelee[h]rten")... geboren ist die - wie ich es nenne - "false-Religion"...
    Ich finde deine Wortschöpfungen interessant.

    Was eine sinnvolle Brücke werden kann für Menschen (Religion), die ja eigentlich in allen Richtungen immer weitergeben will über Generationen, was erlebt, erkannt, geglaubt wurde. wird leider viel zu oft zu Streit, Krieg und Grausamkeit.

    Gott steht in meinen Augen völlig über ihren und überhaupt allen Religionen...
    sonst wäre es nicht "die Wurzel", der Ursprung, das (die, der) was es ist.


    Weil ich die rkk-religion nicht als christlich betrachte. Du?
    ich habe eine lange Reise erlebt. Sehr bunt, sehr erdrückend, sehr verwundend manchmal, doch auch befreiend und gehörte keiner Religion .

    Vielleicht so gemacht, weil ich schon immer eine "freie Seele" war?
    Manchmal engte ich mich selbst ein auf meinem Weg und kämpfte mich wieder frei.

    (Selbst mein "Geburtsursprung" war so gesehen unterschiedlicher Religionen abstammend.)

    Was ich als "Christlich" verstehe? Ich bin mir nicht sicher. Denn es scheint sich ständig zu verwandeln, was mir als Christsein begegnet.

    Ich habe Entartungen selbst erlebt, die nicht mal menschlich begreiflich sind ebenso wie wundervolle Momente, wo ich "Christen" begegne, die plötzlich nicht mal mehr darauf bestehen, diese Kreuz- Opfer- Vergebungs... zu glauben ;-) (das waren dann eher sehr positive Überraschungen, weil ich das nicht kannte.)

    Mich umgaben und umgeben Menschen, die jüdische Wurzeln, ebenso wie Muslimische haben.
    Buddhismus ist mir nicht so fern, wie du es meintest :-)

    Ich habe Zeit verbracht in rkk, ev, freien Gruppierungen, doch das nahm mir die Luft und ich verstand es nicht wirklich.

    Doch das wäre nun eine sehr, sehr lange Lebensgeschichte und nicht richtig hier plaziert ;-)

    schönen Abend

    l firefly

  10. #10

    Standard

    oh glasgral, hallo ;-)

    Oder worin willst du dich spiegeln können, um ein klares Bild deiner Seele zu erhalten?
    in meiner Wurzel ;-)


 

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