Eine wirklich bewegende Geschichte.
Ich denke grade, wie oft gibt es, auch in weniger dramatischen Momenten, Situationen, wo wir Gelegenheiten verstreichen lassen - wo es vielleicht nur ein warmes Lächeln, eines Händedrucks, einer liebevollen Umarmung bedarf, um dem anderen zu zeigen, dass er nicht allein ist.
Wie gut, wenn ich, wenn wir da aufmerksamer wären, sensibler, wacher, um solche Situationen wahrzunehmen, wo mich jemand braucht.
Wo ist heute jemand, der in meiner Umgebung darauf wartet?????
Diese Geschichte hat mich sehr bewegt, Honigmond.
Wir alle erleben oft, das Gott uns eine zweite Chance gibt. Mein Schwager dachte zum Beispiel daran, sich das Leben zu nehmen, weil er keinen Ausweg aus der für ihn unglücklichen Ehe mit meiner Schwester sah. Auch in seiner Kirchengemeinde bekam er nicht die erhoffte Hilfe, bis einige andere und ich bei seinem Pastor die Sachlage erklärten. Nun lebt er in Trennung,und kann sich zum ersten Mal seit seiner Ehe mit meiner Schwester, eine Hose kaufen.
Gott hat damit meiner Schwester und meinem Schwager eine zweite Chance gegeben. Neu anzufangen.
Diese Geschichte, ob nun wahr, oder zum Teil, oder ganz erfunden erinnert mich an einige von mir geliebte Menschen und zwar an die, welche mit Qualen und mit Leid versterben mussten.
Diese Geschichte berührt wieder Erinnerungen und ruft wach, wie verquickt unser Leben mit unseren geliebten und selbst mit den unbekannten Mitmenschen ist.
Solange wir die Überlebenden sind, so lange geben wir uns Antworten und müssen damit leben wie wir selbst uns einschätzen und zwar was wir versäumt oder getan haben, gegenüber denen die mit Qualen und Leid verstorben sind.
Mir tut es selbst ungewöhnlich gut, dass meine Geliebten, welche mit Qualen und Leiden verstorbenen sind, mein Bemühen, meine Zuneigung, meine Anteilnahme spüren und wahrnehmen konnten. Dass sie mein Aufgeben vieler Angelegenheiten, welche auch später ihre Wichtigkeiten nicht verloren haben und die daraus entstandene Anwesenheit, während des Leidens und in der Stunde des Todes annehmen konnten. Obwohl ich weder Qual, Leid und Tod verhindern konnte, wir waren uns Treu und so lange wie möglich beieinander. Ich bedarf keine Antworten wie: „Nun sind sie vom Leid erlöst. Jetzt geht es ihnen besser.“ Ich weiß, dass ich mehr nicht tun konnte und spürte und erinnere mich der unsagbaren Dankbarkeit auf ihrer und meiner Seite. Ich liebe immer wieder und werde es immer wieder tun und zwar anwesend zu sein, im Leben und im Sterben. Ich kenne nichts großartigeres, als mich selbst im Anderen zu lieben und seine Liebe in mir zu spühren.
lehit
Isaak
danke Isaak für deine Worte ... ich habe sie lange mit "mir herum getragen"
manchmal habe ich mich schon gefragt, ob man wirklich immer und immer wieder lieben kann und soll, wo doch kein Mensch für immer an unsrer Seite mitgeht...
aber dann wurde aus der Frage eine andere Frage:
Kann ich denn "nicht lieben, oder nicht mehr lieben", nur weil ich weiß, dass es ein Ende haben wird?
Ich glaube zu lieben und geliebt zu sein, ist ein Geschenk.
Zum Lieben gehört Loslassen nun aber mit dazu, oder ?
Viele Gedanken und kleine Alltagssituationen, in denen ich noch immer nachdenke...
alles Liebe
Honigmond
vor einigen Tagen, ich war im www eigentlich auf der Suche nach etwas komplett anderem, stoperte ich über dieses Video-
ich möchts euch hier gern hinterlassen ohne viele Worte.
LG Honigmond
Danke, liebe Honigmond,
das Video sagt so viel aus
und passt auch gerade heute zum Muttertag.
Nicht nur an so einem Tag, wir sollten viel öfter einander sagen, was wir wirklich denken und fühlen, was uns der oder die Andere bedeutet.
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