Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
dass ich nie nur ein einziges exegetisches Verfahren anwende, um mir die biblischen Texte zu erschließen.
Eindeutig... das weis ich

Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
Ich untersuche sie jedoch immer auch hinsichtlich ihrer tiefenpsychologischen Ebene
Wo ich auch immer gespannt zuhöre, genauso wie bei Drewermann und auch gerne bei Worthaus (wobei ich rein persönlich Drewermann bevorzuge... einfach aus dem Grund weil Drewermann frei von Institution - oder Theologischen Fakulitäten - ist... somit imho noch freier und noch "mehr aus sich" heraus spechen kann... ).

Die tiefenpsychologische Bibelexegese ist für mich völlig legitim und ihre Aussagen/Deutungen bzw. "Transformationen der Texte" Grundsätzlich ebenso.

Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
und im Rahmen der histiorisch-kritischen-Methode.
Ebenso eine absolut gute Sache.

Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
Das ich auf die Texte jedoch einfach meine Schablone legen würde und sie mir dadurch irgendwie zurechtdeute, kann ich persönlich nicht sehen.
Die "persönliche Lesebrille" ablegen glaub ich kann niemand :-) Alles wird immer durch "unser ganzes Sein" gefiltert/gefärbt... und kommt auch entsprechend so wieder raus.

Das ist imho unumgänglich und eigentlich ja auch völlig normal. Nicht nur beim Bibellesen/deuten sondern eigentlich bei Allem.... bei der ganzen "Dauer-Interpretation" des persönlichen Lebens und "der Welt"... von A-Z.

Daran hängt alles ab... vom "inneren Status-Quo"... vom "inneren Stand".

Das bestimmt in aller erster Linie immer den jeweils vertretenden Standpunkt (bzw. Standpunkte).

Ich stimme der Pädagogik und natürlich ebenso auch der Psychologie voll und ganz zu daß unser Wachbewustsein nur die Spitze des Eisbergs ist und der Rest im Unterbewustsein existiert.. schlummert...

Unser Wachbewustsein reitet quasi auf den Wellen des eigenen unterbewusten Ozeans.

Individuell als auch Kollektiv. Daher die Geschichte eines Landes/Volkes - wie zB Israel - aufjedenfall als Deutungskullisse dienen kann um zutreffende, allgemeine, spirituelle Aussagen zu treffen die dann auch auf einen persönlich zutreffen (können).

Weil wir in der tiefsten Ebene "unseres Seins"... unserer "Existenz" alle Eins sind... und es dort keine Trennung gibt.

Weder zwischen uns, noch zwischen Gott und uns.

Diese Ebene aber geht noch tiefer als die konventionelle Pädagogische/Psychologische Sicht. Stufenlos über --> in die Spirituelle Ebene.

Also dort, wo wir "Aufwachen" wenn wir körperlich sterben... und von wo wir auch gekommen sind bzw. - gegebenenfalls - nochmals her kommen werden wenn es unserer gesamt-Entwicklung von Nutzen ist.

Der Eisberg geht also noch (imho: deutlich -->) tiefer --> als lediglich "nur" zurück bis zur frühkindlichen diesigen Existenz.

Und all das bestimmt elementar unseren jetzigen aktuellen Standpunkt... und unsere Sichtweisen.

Das ist der Grund warum manche eher in "der Oposition" sind (wie zB ich) ... und andere wiederum kein oder eher weniger Interesse daran haben sondern eben auf eher anderes konzentriert ist.

In meinen Augen dient unser gesamtes aktuelles Leben - und darüber auch hinaus - unserer Entwicklung. Imho unaufhörlich.

Selbst sogar auch dann --> wenn wir einmal dort ankommen --> wo jeder aus reinster Erkenntnis sagen kann --> daß er nun Im Reich Gottes eingegangen ist... und er alle Trennungen als Illusionen erkennt... die Einheit allen Lebens erkennt... jeden einzelnen Menschen als seines Bruder und Schwester zu 100% erkennt und "den Vater" als den "Kern" von uns allen... selbst dann geht "die Reise" in meinen Augen noch weiter.


lg Net.Krel