Mir war nicht bewusst, das das AT nicht mehr für uns zählt. Hättest du das Jesus damals gesagt, hätte er dir sicherlich eine sandale ins gesicht geworfen (siehe leben des brian) ;-).
"Laß mein Volk ziehen...." heisst es immer wieder bei Mose. Ja, dieses alte gospel lied kennen wir gut: "Let my people go!" Aber dabei bleibt es nicht, Gottes aufruf heisst vollständig:"Laß mein Volk ziehen, damit es mir dient!".
Das volk wird auf zweierleiweise befreit, einmal von der sklaverei des pharaohs. Und später als das gesetz verkündet/festgehalten wird von der sklaverei sich selbst dienen zu müssen. Der weg zur wahren freiheit liegt darin, Gott zu dienen. Und der weg wird beschrieben vom gesetz.
Das gesetz wird immer wieder als gut beschrieben. Es wird als "geliebt" beschrieben. Es zeigt uns den weg zur freiheit.
Das problem ist aber nicht das gesetz - das problem sind wir. Wie wir so oft in der lage sind aus einem unglaublichen geschenk einen haufen mist zu machen.
Ich erkenne einen problem damit, wie christen mit diesen geschenk umgehen. Einerseits sagen wir, es ist nicht mehr gültig, weil christus es für uns erfüllt hat. Das kann tür und tor für alles möglichen verrückten und widersprüchlichen handlungen öffnen mit dieser neu gewonnen "freiheit". Andererseits wird dann auf das AT schielt (was ja net mehr zählen soll) und gerade das ausgewählt, was gut passt.
10 Gebote? - Top, nehmen wir.
Den 10ten geben? - Jupp, sorgt dafür, das wir kohle kriegen.
Homos sind ein greuel? - Klaro, alles was ander ist muss schlecht sein.
Kosher leben? - Nee, blutwurst ist geil, für diese freiheit hat Jesus seinen blut gegeben. :-(.
Wir sind frei, aber wählen uns aus, was uns passt und was nicht. Notfalls denken wir uns neue gesetze aus wie: Nicht tanzen, Nicht rauchen, Keine weltliche musik hören etc.
So haben wir freiheit, aber grenzen diese freiheit mit gesetze ein, damit wir die freiheit überhupt erfassen können. Den anderen sagen wir, das sie gar nicht frei sind, sondern "gesetzlich".
Dem gegenüber steht eine freiheit, die einfach versucht das beste hier und jetzt zu tun und zu befolgen, wie es möglich ist. Das tun und befolgen erfolgt aus vertrauen und nicht aus angst. Den Gott hat nicht einen geschenk gegeben, damit er uns hinterher einen reinwürgen kann.




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