Lieber Gerd, dass Wort Dogma lässt keinen Spielraum in sich für eine Diskussion, für Denken, für Freiheit und Entscheidung. Deshalb ist das Wort Dogma auch mit dem Wort Diktat und Diktatur sinnbedeutend Verwandt.

Ich denke aber, dass es Glaubensgrundsätze geben sollte, die einen bestimmten Rahmen nicht sprengen sollten. Es sei denn, es lässt sich begründen! Hier hat Israel wahrhaft mehrfach über seinen Schatten springen müssen, denn Gott lehrt sein Volk bis zum heutigen Tag und diese Lehre ist oft genau das Gegenteil von dem, was wir uns gerne als Dogma fest schreiben würden. Doch es gibt in der Tat eine Wegweisung, die einem Menschen so viel Freiraum wie möglich lässt, gerade zu laufen und doch nicht zu fallen. Doch es ist harte Arbeit, es ist hartes Tun, es ist hartes Ringen, es ist, wie Jeschua so richtig sagte - Überwinden!

Ich weiß um deine Kämpfe und ich weiß darum lieber Gerd, wie schlimm solche Leute wie ich sind, die ALLES außer dem EINEN in Frage stellen!

Doch bedenke einmal folgenden Gedanken: Ein Rabbi fragte mal einen anderen Rabbiner, warum alles so schwierig auf dieser Welt sei, da sagte der andere: Nicht schwierig, nur Kontrastreich, weil wir ohne Kontraste nur grau sehen würden, doch dadurch nie die Fülle erkennen könnten, die Fülle des Höchsten! Wer Gott nur auf schwarz und weis reduziert, der Reduziert ihn zum schwarz - weis Maler und ignoriert die Farbenpracht seiner Schöpfung!

Samu