Zeuge, das ist an sich schon ein Skandal, aber das stimmt so inhaltlich eben nicht, denn was beinhaltete das Kaiseropfer?Es wude nicht dem, sondern für den Kaiser geopfert:
Wäre die historische Faktenlage wirklich so, dann würde ich Herrn Sieger gerne zustimmen, aber hier irrt er sich gewaltig oder kennt die Hintergründe nur ungenügend. Dazu folgende Beweisführung:http://www.joerg-sieger.de/einleit/nt/01gesch/nt06.htm
8. Die Römer und der Tempel in Jerusalem
Bei aller Rücksichtslosigkeit mit der die Römer vorgingen, ließen sie den Tempel in Jerusalem doch weitgehend unangetastet. Er genoss staatlichen Schutz.
Die Großzügigkeit dieses Schutzes erwies sich bereits darin, dass das Betreten des heiligen Bezirks hinter der Tempelschranke Nichtjuden bei Androhung des Todes verboten war. Die Römer ließen entsprechende Warnschilder in griechischer und lateinischer Sprache anbringen.
Interessant ist dabei die Tatsache, dass die Juden zweimal am Tag im Tempel ein Opfer für den Kaiser und das römische Volk darbringen mussten.
Auch in sofern nahmen die Römer auf jüdisches Empfinden Rücksicht, als sie es vermieden, mit den Feldzeichen, die ja die Kaiserbilder trugen, in Jerusalem einzuziehen.
Doch das Prachtgewand des Hohenpriesters nahmen sie in der Tempelburg Antonia in sicheren Gewahrsam. Und auch über die Finanzverwaltung des Tempels hatte der Statthalter vermutlich eine Art Oberaufsicht.
Und die Oberaufsicht über die Finanzverwaltung hat wohl kaum den Tempel, als Handelsort vorgeschrieben. Jesus rebellierte nicht gegen die Oberaufsicht des römischen Staathalter über die Finanzverwaltung, sondern gegen den Mißbrauch des Tempels als Handelsort.
Philo überliefert in der Legatio ad Gaium, dass durch Erlass des Pilatus in Jerusalem goldene Schilde des Kaisers Tiberius aufgestellt wurden. Erst nach massiven Protesten führender und einflussreicher Juden am Hof des Tiberius, wurden diese Schilder wieder entfernt.
Ein zweiter Vorfall wird uns erneut von Josephus Flavius berichtet, welcher sich nur wenig später ereignet hat (Bellum II und Ant. XVIII) Hier wird dann sogar im Tempel der Schilderkult getätigt und dies geschah durch römische Soldaten, welche zwangsläufig den Tempelbezirk betraten und auch im innersten des Tempels ihre Arbeiten verrichteten.
Dieser Vorfall führte dann zu blutigen Auseinandersetzungen.
Der dritte Punkt wären die Münzprägungen durch Pilatus, auf welche auch indirekt Jesus eingeht, und eine einzige Provokation für gläubige Juden sein musste. Denn damit zwang Pilatus indirekt jeden Juden dazu ein Götterbildnis bei sich zu tragen.
Nicht zu vergessen sei hier Kaiser Caligula, welcher unter Gewaltanordnung gegen Juden für sich göttliche Ehren beanspruchte, welche er jedoch nicht mehr durchsetzen konnte, da er ermordet wurde.
Nun zu den Händlerhöfen. Wir haben es ja hier nicht mit klapprigen Marktständen zutun, sondern festen Bauten, welche schon Herodes bauen lies um die katastrophalen hygienischen Zustände im Vorhof zu beseitigen.
Zugleich sollten den jüdischen Pilgern, welche aus allen Ecken und Enden des Imperiums kamen die Möglichkeit gegeben werden ihre verschiedensten Währungen (Münzprägerecht hatten damals noch die Provinzen) in sog. Tempelgeld umzuwechseln. Hier nahm der römische Staat auch Geld – eine sog. Wechselsteuer. Das Geld wurde nun in sog. Tempelgeld gewechselt und dann konnte man damit Opfergaben kaufen.
Die Händlerhallen und der Tier- und Opfergabenverkauf fand im Vorhof des Tempels statt und wurde von der sog. Tempelwache überwacht. Diese Tempelwache waren ausgebildete Soldaten – im Sold des Tempels und bestand aus ehemaligen jüdischen Legionären, welche in römischen Armeen ihr Handwerk gelernt haben. Sie unterstanden einzig der Befehlsgewalt des Statthalters und nicht des Hohepriester! Ihr Hauptquartier war in der Burg Antonia, der römischen Festung, welche direkt an den Tempelbezirk anschloss und von wo aus man einen weiträumigen Blick auf das gesamte Tempelareal hatte. Damit entging nichts den wachsamen Augen der römischen Armee.
Ich weiß nicht wo du recherchiert hast?Ich hab etwas recherchiert. Er konnte beides sein: Prokurator und Praefekt prokurator et praefectus.
Dazu muß man nun folgendes wissen. Pilatus entstammt der eques - niedrige ritterklasse – kommt ursprünglich aus der Prätorianergarde, welche einst Tiberius zur Macht verhalf. Als Günstling des Tiberius wird er erwähnt und Tiberius ermöglichte es diesen niederen Ritterstand erstmals zu höheren Ansehen zu kommen. Bisher blieb ihnen der Centuriostatus vorbehalten. In aller Regel waren Prokuratoren Zivilangestellte und persönliche Beauftragte des Kaisers. Ihr Amt unterschied sich deutlich von dem des Präfekten. Tatsache ist, das es einheitliche historische Überlieferungen zu Pilatus gibt (außer Tacitus), welche ihn als Präfekten ausweisen.
Richtig!Zumindest nicht gemäß dem gängigen Verständnis der Tanach.
Dann aber bekommen sie einen Eifer, den Auferstandenen zu verkünden, und legen die Tanach entsprechend aus. Woher dieser plötzliche Wandel, wenn nicht aus der Begegnung mit dem Auferstandenen?
Woher kommt ihr Sinneswandel? Wohl daher, dass sie den Auferweckten erlebten. Das bestreite ich nicht! Ich bestreite jedoch, dass sie in ihm einen Gott sahen. Ich bestreite nicht, dass sie in ihm den kommenden Messias sahen.
- Richtig, Gott hat ihn zum Messias gemacht. Gott war es, so sollte es auch sein. Ja und ich habe dagegen nichts einzuwenden, dass Gott diesen Jeshua eine besondere Stellung einräumt. Das glaube ich sogar.Der Jude Jeschua mußte aber im Grabe bleiben, wie jeder normale Jude.
Durch seine Auferweckung aber bezeugte Gott seine hervorragende Stellung.
Wie Petrus sagt: "Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht ..."
Und Paulus fügt hinzu: "... indem er ihn von den Toten auferweckt hat, wie es schon im zweiten Psalm geschrieben steht: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeut."
Daß die Heiden ihn für einen Gott halten, ist normal. Schließlich sollten alle Juden, b.z.w. Israeliten für die Heiden Götter sein. Hat Gott nicht gesagt: "Ihr seid Götter"? Und Paulus in Athen: "Wir sind von der Art Gottes"?
Es kommt auf den Blickwinkel des Betrachters an.
Oder wollen die Juden immer noch wie andere Völker sein?
Was Paulus anführt verstehe ich im Kontext, denn zu und über mehreren Gesalbte / Propheten sagte Gott gleiches und noch mehr!
- Dass Heiden ihn für Gott halten finde ich absurd! Denn wie ein Paulus schon wusste: Gott wohnt im unzugänglichen Licht, ist unsterblich... . Das ist für mich der richtige Sachverhalt. Hat Gott wirklich gesagt, dass wir alle Götter sind? Ich halte das für ein Gerücht. Das wir göttlichen Ursprungs sind, ja, es scheint so zu sein. Übrigens Tiere und Pflanzen sind es auch, ja selbst die Steine.
- Jüdische Menschen sind wie andere Völker! Sie bestehen aus Fleisch und Blut wie alle anderen Menschen auch, sind sterbliche Wesen, nicht irrtumsfrei und, und … . Was soll sie bitte unterscheiden von anderen Menschen. Gott gab ihnen keine übersinnlichen Besonderheiten. Was sie unterscheidet ist ihr Selbstbewusstsein als Israelit und das hat wohl so jedes Volk an sich. Ja sicher Auserwählt…, aber wie schon die Weisen Israels erkannten, es sind andere Völker auch.
Kein Baum hat ein Blatt gleich den anderen Blatt. Und doch gehören alle Blätter zu diesem Baum. Das ist der kleine aber feine Unterschied! Einheit ja, aber keine Gleichmacherei. In der Vielfalt des Seins, dass ist die „Zauberformel“!Willst du damit Gott unterstellen, die Einheit der Menschheit zu verhindern?
Es gibt massenhaft Beispiele in der Tanach, wo Gott das ganze Volk als eine Einheit betrachtet.
Wenn wir begriffen haben, dass nur Einer Meister – Herr und Gott ist, werden wir uns nicht über den Anderen erheben, jedoch könnten wir eventuell durch unser Tun und Handeln Vorbild sein. Messias ist ein Gesalbter und das sollten wir in der TAT alle sein.Soll das heißen, jeder ist bemüht für den anderen ein Messias zu sein, ohne ihn für sich als Messias anzuerkennen?
Das ist ein falscher Ansatz! Gott ist kein Diktator, Gott ist Imperator – ein gewaltiger Unterschied!Und unsere Welt ist so wie sie ist, weil die Menschen sich der Diktatur Gottes nicht fügen wollen.
Und für die Folgen ihrer eigensinnigkeit beschuldigen sie noch Gott: warum läßt er Leiden zu, warum setzt er seine Diktatur nicht mit drastischen Maßnahmen durch?
Ich beschuldige nicht Gott, sondern ich sage: Gott läst uns leiden, weil wir Gott leiden lassen und Gott steht als Imperator über diesem Leiden. Wir leben in einer Partnerschaft und diese ist ziemlich einseitig geworden, einseitig zu ungunsten Gottes. Wir tragen somit die Konsequenzen für unser Handeln selbst. Wir leiden, weil wir Leiden verursachen. Das hat mit Gott nur wenig zutun. Wir sind für unser Tun und Handeln selbstverantwortlich! Gott zeigt uns täglich SEINE Wege und es liegt einzig an uns selbst uns selbst zu überwinden, um diese Wege wahrhaftig werden zu lassen. Das Buch Kohelet beschreibt dieses ganze „Theater“ ziemlich gut.
Absalom



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