»Ich sehe den Himmel offenstehen!«, rief er. »Ich sehe den Menschensohn, wie er an der rechten Seite Gottes steht!«
(Apostelgeschichte 7,56)
Gibt es denn an diesem Bibelvers etwas herumzudeuteln? Ich meine, es ist doch eindeutig, dass Stephanus hier zwei Gestalten im geöffneten Himmel sieht und nicht etwa zwei in eins.
*winke*
Ingo
Schönheit ist eines der seltenen Wunder, die unsere Zweifel an Gott verstummen lassen.
(Jean Marie Anouilh)
Schade, seit Seite 13 keine Antwort vom User absalom mehr.
lehit
Isaak
Okay lieber absalom,
Zeit ist Leben ...
... und es gibt noch viel mehr als das Gnadenkinderforum
... und es war bisher immer informativ und nett, sich mit Dir auszutauschen
... und das auch deshalb, nicht nur, aber auch weil wir an vielen Stellen unserer Überzeugungen und unseres angeeigneten Wissenstandes nicht einer Meinung sind und sein müssen.
Selbst der Stand des Wissens und noch mehr der Glauben darf frei sein.
Wissen - Glauben - Freiheit
Das ist die Dreieinigkeit welche meine Wenigkeit bevorzugt.
Als dass sich meinen Kopf, mein Gemüt (Seele) und mein Glauben sich mit einem dreiteiligen G"tt beschäftigt.
Ich habe mir überlegt, was könnte man an Texten zur Trinität noch anfügen oder eben lassen.
Im Endeffekt muß ich Isaak zustimmen, was geht mich dieses Glaubenssystem an? Es ist mir insoweit fremd, dass es nicht zu meinen religiösen Überzeugungen gehört und ich mit solchen Ansichten nicht harmonieren kann, da solche mathematischen Konstrukte meine Überzeugungen und Ansichten von Gottes Allmacht und Unfassbarkeit einengen und auf Zahlen reduziert.
Auf der anderen Seite ist Religionswissenschaftlich gesehen dieses Thema sehr interessant, da man gerade hier die eigentlichen Wurzeln des Christentums am besten erkennen kann und historische Entwicklungen einer werdenden Religion nachvollziehen kann.
Letztlich ist es nun einmal so, dass zumindest aus religionshistorischer Sicht das Christentum zum kulturellen und religiösen Erbe des Imperium Romanum wurde und dies mit einer unglaublichen Integrationskraft. Und dies beschränkt sich eben nicht nur auf Formalbegriffe (Imperator Rex, Pontifex Maximus, Sakramentum, etc, etc), sondern umfasst eben auch die göttliche Trias inkl. theologischer Ausschmückungen und Erklärungsmuster.
Was mich allerdings stört ist, mit welch unverholender Akribie theologische Institutionen der Kirche sich um historische Sachverhalte winden und dann solche Sätze wie: Geheimnis des Glaubens.., etc formen anstatt klar und deutlich zu ihren kulturellen und religiösen Wurzeln zu stehen. Dies scheint aber ein Problem für alle Religionen zu sein, egal ob Judentum, Islam oder sonst etwas. Nun ja, die Religionsgeschichte / Wissenschaft war schon immer ein „Stiefkind“ der religiösen Institutionen, denn sie dient nur ungern verklärten Bilderbuchwelten.
Fazit, es gibt zu diesem Thema nichts, was nicht längst schon gesagt und dargelegt wurde.
Absalom
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