Nun Baldrian
Klar ist es so, dass, wenn man einzelne Verse aus, und sie mit anderen aus dem Kontext gerissenen zusammenbaut ein etwas eigenes Bild entsteht, was die Verse im Kontext so nicht sagen.
So Bibelzitatreimer gibt es zur genüge, und auf diese Art lässt sich das eine wie auch das Gegenteil „beweisen“. Deshalb halte ich nicht speziell viel von dieser Art, wollen sie vor allem Polemik betreiben.
Deine Darstellung ist nun mal ohne jeden Hintergrund, sie ist einfach typisch dogmatische christliche Lehre… Das lässt sich aus der Verstückelung und Darstellung schnell ableiten. Aber sicher, belehre mich eines besseren, dass du wirklich den jüdischen Hintergrund (der Tenach) kennst.
Nein, die Rechtfertigung Abrahams war nicht durch die Hingabe des Sohnes Isaaks. Das ist einfach eine Aussage aus der Luft gegriffen. Der Bund mit Abraham war schon lange vorher.
Und ebenso wenig wie Abraham schlussendlich seinen Sohn nicht geopfert hast, hat Gott keinen Sohn geopfert.
Ein Opfer darf nicht auf solche Weise zerschunden sein. Opfer dürfen nicht leiden.
Gott ist doch kein blutrünstiger Gott, der sich nur mit Blut, sprich mit dem qualvollen Tod von dem IHM geschaffenen Wesen befriedigt.
Paulus, naja, wie lange war er denn zu Füssen Gamaliels? Ein Semester? Also wenn er etwas genauer hingehört hätte, hätte er das Judentum verstanden, dass man sich nicht durch Gesetzeswerke vor dem Ewigen rechtfertigen will, wie er das irrigerweise behauptet. Was soll man von einem solcher „Lehrer“ halten, der die Weisungen Gottes als überholt erklärt? Da driftet er gewaltig ab.
Opfer waren NIE Zweck und Mittel für Vergebung. Wer so die Torah liest und meint zu verstehen, der hat sie nicht verstanden.
Zu Jesaja 53 kann ich dir gut die entsprechenden Threads hier empfehlen, wo das Thema behandelt wird. Wie gesagt, Die Juden wurden auch durchbohrt, geschlagen, vergast, ja sogar ihres geistigen Erbes beraubt, auf dass die Nationen ihren Frieden haben…
Alef



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