Hallo Baldrian
Also, das Wort Alma idt einfach eine junge Frau, unabhängig ob verheiratet oder eben nicht.
Und hier der hebräische Text:
יד: לָכֵן יִתֵּן אֲדֹנָי הוּא לָכֶם־־אוֹת הִנֵּה הָעַלְמָה הָרָה וְיֹלֶדֶת בֵּן וְקָרָאת שְׁמוֹ עִמָּנוּ אֵל׃
Und da steht: הָעַלְמָה also die Alma, und mit bestimmendem Artikel.
Hier einfach gewaltsam zu sagen, dass es eine Jungfrau ist, ist gewagt. Wenn der Prophet wirklich eine Jungfrau gemeint hätte und es dermassen wichtig wäre, hätte er Betulah בְּתוּלָה geschrieben.
Weiter lesen wir da im Jesaja 7:
Der Name sollte Immanu_El sein, wie Jesus offensichtlich nicht hiess.
Jes 7,15 Rahm und Honig wird er essen, bis er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen. 16 Denn ehe der Junge weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dir graut.
Also von diesen 2 Königen lesen wir bei Jesus nichts. Und zu Jesu Zeit war auch nicht gerade „Rahm und Honig-Essen“, bei dieser Not unter den Römern.
Dieses Kapitel spricht von der Prophezeiung, die dem jüdischen König Achaz gemacht wurde, um ihm seine Angst vor zwei eindringenden Königen (aus Damaskus und Samaria) zu nehmen, die sich anschickten, Jerusalem zu erobern – etwa 600 Jahre vor Jesus. Jesaja’s Prophezeiung betrifft den unmittelbar bevorstehenden Zeitraum (und nicht 600 Jahre später wie das Christentum behauptet). Im Vers 16 wird das überaus deutlich: “Denn bevor der Knabe weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen zwei Königen du dich fürchtest.”
Nun, die Septuaginta, über die Entstehung gibt es ja einige Legenden, und diese 70 Schreiber hatten ja nur die Torah so übersetzt, alles andere entstand durch einzelne im laufe der Jahrhunderte. Weiter wird selbst das griechische Parthenos nicht mal nur für Jungfrau verwendet, sondern gar für eine verwittwete Frau.
Nun, das Reich, von dem die Propheten schreiben, ist aber in dieser Welt. Ein fiktives Reich lässt sich mystisch immer erklären. Ich habe ja auch mein Reich…
Was kein Auge gesehen hat usw… nun, das können alle sagen und dazu was behaupten. Es ist einfach mystisch, esoterisch und spekulativ, auf solche Redner zu hören. Wie schon gesagt, ein Schreiber, der die Torah verwirft, ist nicht glaubwürdig, und befindet sich neben der Torah, neben den Weisungen Gottes.
Ich habe übrigens nirgends behauptet, dass Jesus nicht von Gott „gezeugt“ sein könnte, sondern nur diese zwanghaft erfüllende prophetischen Aussagen im NT kritisiert, welche offensichtich ohne Beleg und mit viel Phantasie aus dem Kontext gerissen werden.
Nun, jedes Kind ist ein Wunder Gottes, wie es auch immer gezeugt worden ist, und eigentlich wäre eine normale Zeugung wesentlich glaubhafter auch für Gottes wirken, da kein Mensch ja beweisen kann. Du warst nicht dabei, und die Schreiber der EV waren auch nicht dabei… und da bekanntlich besonders die Geburtsgeschichten und ewige Jungfrauenschaftgeschichten im Legendenhaften sind, wie auch ausserbiblische Schriften aufweisen, so ist es schon sehr.
Es ist ebenso ad absudrum, wenn da behauptet wird, dass Gott da Mensch spielt.
Der Mensch ist scheinbar Wundersüchtig, auf dass er Glauben kann.
Alef



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