Poetry schrieb:
Hallo Lichtsamen,
das sehe ich anders. Für mich ist "geistliche Unfreiheit" keine Sache der Zugehörigkeit einer Kirche sonder für mich ist es persönliche Einstellung.
Kleines persönliches Beispiel:
Ich bin Mitglied der EKD aber vor gut einem Jahr aus allen Ämtern aus- udn zurückgetreten. Ich kann in meiner Gemeinde meine Glaubenszweifel äußern, ich kann Kritik kundtun und ich kann meinen Glauben so ausleben wie ich das möchte, ohne Einschränkungen. Ich zahle meine Kirchensteuer um die vielen Projekte zu unterstützen, die Menschen in verschiedensten Notsituationen unterstützen. Das Zahlen dieser Steuer ermächtigt mich aber auch zur Mitbestimmung und zur Kritik.
Wo bin ich also unfreier als zum Beispiel Du?
Grüße,
poe
Wenn du dich in deiner Kirche nicht eingeengt fühlst, so ist das deine Sache.
Ich jedenfalls würde mich zu sehr eingeengt fühlen, denn ich müsste als Mitglied die kirchlichen Präambeln und Vorschriften einhalten, bei deren Verstoß man mich gewiß ausschließen würde. Ich könnte nicht meinen Glauben so bezeugen und leben, wie ich das möchte, weil man mich als anstößig und unerwünscht und als Unruhestifter ansehen würde. Und wenn ich dann auch noch dafür bezahlen müsste, dass man mir moralische Vorschriften macht, so ist mir das zuwider.
Bei Jesus brauche ich nichts zu bezahlen, da bekomme ich alles umsonst.
Bei Jesus gibt es auch keine Präambeln, die besagen, dass ich ausgeschlossen werde, wenn ich, die speziell mir, in meiner Person gegeben menschlichen Möglichkeiten von Gut und Böse in beide Richtungen auslebe.
lg



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