oh schön, so viele verschiedene Meinungen und Aspekte.
das werd ich jetzt erstmal anschauen und "Kauen"
danke
lg tiffi
oh schön, so viele verschiedene Meinungen und Aspekte.
das werd ich jetzt erstmal anschauen und "Kauen"
danke
lg tiffi
Also ein paar Gedanken die mir gerade noch dazu kommen:
- Es gibt bestimmte Bedingungen die vorgegeben sind –
das und wann ich geboren werde, wohin, wie ich bin, wer meine Eltern sind, in welchen kulturellen Zeitraum und welches Land ich geboren werde, welche Werte es in der Familie gibt, in der Nachbarschaft….welches Schulsystem usw
Nun scheint es aber doch einen Spielraum zu geben,
wie ich auf ein vorgegebenes Bezugssystem reagiere.
Zwei Menschen erleben dasselbe, reagieren aber ganz anders.
Weil sie erstens ganz anders sind, das Erleben anders verarbeiten (also eigentlich gar nicht dasselbe erleben, nur äußerlich),
weil sie gewisse Einstellungen und Werte vertreten, eine bestimmte Perspektive sehen oder nicht oder eine bestimmte Kraft aus Situationen schöpfen oder aber resignieren.
Freiheit bedeutet, ich habe eine Wahl – in der Bedingtheit
Zitat Seleiah
Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Alternativen auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines handelnden Subjekts. (wikipedia)
Abgesehen davon; man ist nie frei, letzendlich ist man immer von irgendwas abhaengig
So scheint es ja eine Freiheit zu geben, wie ich etwas sehe, bewerte, damit umgehe, welche Wichtigkeit und Relevanz ich dem zumesse. wie ich mein Leben gestalte, mit anderen umgehe usw
Es gibt viele Geschichten über Erlebnisse in Gefangenschaft – der eine schreibt Gebete und singt sich in den Tod, der andere überlebt und schreibt Anleitungen zum Selbstmord.
(Wobei – schwarz weiß gibt es da nicht)
Gäbe es gar keinen Spielraum, wäre der Mensch nur eine Blackbox, ohne irgendwelchen Vorgänge, sondern alles wäre automatisiert (manche scheinen ja auch so zu sein),
ohne Verantwortung, ohne Entscheidung, ohne die Möglichkeit einer Ausrichtung.
Ich persönlich glaube, zu dem Mensch gehört das entscheiden und die Möglichkeit zum ausrichten dazu.
Zitat nitro:
So steht für mich die elterliche Beeinflussung neben der genetischen Disposition an erster Stelle, da das Formen eines "wehrlosen" Menschen der größten Verantwortung obliegt und die Beeinflussungsmöglichkeiten im zunemenden Alter abnehmen, da der Mensch sich aus seinen Erfahrungen speist und auf Grundpfeilern der elterlichen Beeinflussung und seiner Genetik das Leben zu bestreiten hat.
deinen Ausspruch finde ich hier interessant und kann ihn für mich auch bejahen
Ein anderer Zusammenhang der mir auch auffällt
– hat Freiheit nicht auch damit zu tun, was ich als Wahrheit anerkenne, als das was gegeben ist und was mich leitet?
Freiheit wovon - aber auch Freiheit wozu oder wofür?
Und ist Wahrheitssuche nicht der Anfang einer Freiheit,
der Beginn das alte gegebene auf den Prüfstand zu stellen und den Raum zu erweitern?
Bedeutet Wahrheitsfindung dann, ich habe (für mich! Nicht als Maßstab für alle) die Leitlinie gefunden an der ich mein Leben ausrichten möchte und das ich für mich frei wähle und dafür anderes bewusst verwerfe –
Bei einem Christen das göttlich geprägte Gewissen, die Liebe, die Verantwortung als Mensch für die Schöpfung, das Gebot zur Liebe, zum Frieden und zur Sanftheit, zur Freude und Dankbarkeit (uvm)
@nitro:
Freiheit und Elternschaft/Erziehung, hmm, das ist für mich ein ziemlich leerer Fleck auf der Landkarte, aber ich kann deine Gedanken nachvollziehen
- Zitat Seleiah
Freiheit im glauben bedeutet frei zu sein was man glauben will. Wenn eine glaubensform mir irgendwas vorschreibt, mir bedingungen vorgibt, oder ich kompromisse eingehen muss, konsequenzen fuer den "freien willen" erhalte oder sonstwas in der richtung existiert nur ein eingeschraenktes handeln und denken, aber kein freies
Ich denke auch, dass es einschränkt aus Angst zu glauben, oder weil es eine Vorschrift ist.
Dass ich es nicht wähle weil ich es als gut erkannt habe und richtig – sondern weil andere es wollen oder eine Drohung dahintersteht z b. - dann ist es nicht anders als ein gefügig gemacht sein, ein sich hereinpressen irgendwo - lebendig tot
Das andere, einen Kompromiss oder Konsequenzen zu erleben, ich denke das wird sich jedoch nicht auflösen, weil diese Welt bedingt ist und folgerichtig.
Und Freiheit im Sinne von „Konsequenzlosigkeit“ die gibt es nicht, mein (nicht) denken tun und sein hat immer Wirkung.
Zum grenzenlosen Ausleben ohne Kompromisse - Spätestens wo zwei Menschen aufeinandertreffen die keine Kompromisse machen, braucht es entweder unendlich viel Raum (da wäre der Mars wohl das richtige) und Schutz voreinander zwischen diesen oder sie vernichten sich gegenseitig (es sei denn sie ticken völlig gleich).
Vielleicht ist das das paradoxe am Freisein – es befreit nicht vom äußeren bedingtsein und von logischer Folge und Verantwortung – aber äußere Umstände können mir meine Freiheit nicht rauben – sei es Krankheit, Haft, Bedrohung.
Ich finde das hast du sehr eindrücklich dargestellt, Kind Gottes, durch deine Zeit als „Auswanderer“und mit den erlebten „Einschränkungen“(„“ – weil man das relativ sehen kann)
Boah, ich kann noch soviel fragen + schreiben zu euren Gedanken und finde das total spannend,
später mehr
tiffi
Habe lange über Deine Fragen nachgedacht, Tiffi. Über den Inhalt, und auch darüber, wie ich antworten könnte, ohne in einen überlangen philosophischen Aufsatz abzuschweifen.
Vielleicht trifft es dieses Bild - mit einer kleinen Anleihe bei Sokrates:
Nehmen wir das Leben als Theaterbühne. Schauspieler betreten die Bühne. Aber ohne feste Rolle im Sinne einer festgelegten Handlung und Textes. Nein, einfach nur ausgestattet mit einigen grundsätzlichen Charakterzügen, Neigungen und Abneigungen, einem bestimmten Äußeren.
Die Schauspieler sind durch ihre (spärlichen) Vorgaben zwar gebunden, können sonst aber frei entscheiden. Die Interaktionen der einzelnen Rollen geben eine gewisse Handlung vor bzw. legen sie nahe. Vielleicht wurden die Schauspieler ja auch vor beginn des Stückes gefragt, welche Eigenschaften etc sie haben wollen. Die Freiheit des Schauspielers läge hier in der Ausgestaltung seiner Rolle.
Entsprechen kommen wir mit Vorgaben in dieses Leben. Die Ausgestaltung liegt jedoch auch (nicht nur) in unserer Hand.
Unsere größte Freiheit liegt wohl darin, daß wir lernen können zu bestimmen, wie wir auf Ereignisse reagieren, und über Dinge denken. Denn letztlich resultiert daraus unser Handeln.
Soweit mal ein kleiner Abriß meiner Gedanken. Hoffe er war nachvollziehbar.
Gruß
LD
Freiheit gibt es nur bei Gott , weil diese Freiheit nicht beschränkt ist ...jede andere Freiheit definiert sich durch irgendein Nich frei sein können - Gott ist so frei das er gut ist ....also Freiheit ist Gut .
mfg
Wieso - Gott ist absolut gut - absolute ( damit absolut gute )Freiheit ist nur bei Gott - demnach absolute Freiheit ist absolut gut ....
wenn Du es als Beschränkung empfindest , das Gott nicht lügt - dann bist Du nicht frei im Empfinden des Guten ....
mfg
Absolut wuerde bedeutetn dass es frei jeglicher werte waere, somit waere es nicht gut, aber auch nicht schlecht, sondern Absolut
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