Nun, ich denke diese Fragen kann man nicht so einfach beantworten. Jeder von uns definiert Freiheit vermutlich anders, dabei würde ich nicht ausschließen das kulturelle, familiäre und soziale Umstände bzw. Prägungen eine wesentliche Rolle spielen.
Was für den Einen Freiheit bedeutet kann beispielsweise für einen Anderen eine Einschränkung sein.
Das nur mal allgemein.
Freiheit im Glauben zu definieren ist mit Sicherheit noch wesentlich schwieriger.
Wobei ich hier zwischen dem persönlichen Glaube und religiösen "Zwängen" unterscheiden würde.
Es ist meiner Meinung nach ein Unterschied ob ich meinen Glauben "frei" gestalte und dabei mit dem Herzen und Gewissen diese Freiheiten auslebe oder ob ich mir meine Freiheiten innerhalb von Geboten, religiösen und kulturellen "Gewohnheiten" anpasse.
Ein Beispiel: Wenn ich an einem Gottesdienst teilnehme und gewisse Handlungen (wie z. B. das Beten etc.) deshalb mitmache weil es eben so üblich ist in der Gemeinschaft in der ich mich befinde, dann tue ich dies zwar freiwillig aber allein diesem "Massendrang" zu unterliegen kann für einen Anderen der keine Gemeinde oder Kirche besucht unter Umständen keine freiwillige Form des Glaubens mehr sein sondern eine Einschränkung in der persönlichen Entfaltung= Freiheit.
Wobei ich nicht sagen möchte das Menschen die keiner Kirche angehören absolut frei von bestimmten Prägungen sind.
Das Thema ist eben sehr komplex und individuell.
Ich hoffe ich konnte trotzdem einigermaßen verständlich machen worauf ich hinaus will.
Desweiteren denke ich nicht das ich automatisch frei bin wenn ich tun und lassen kann was ich möchte. Jeder Mensch unterliegt automatisch irgendwelchen Dingen die er tun "muß". Aber das muß ja nicht unbedingt immer etwas schlechtes sein. Manchmal sind bestimmte Einschränkungen auch notwendig und nützlich.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich denke es gibt keine allgemeingültige Definition von Freiheit, dass wird wohl jeder anders empfinden.




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