Das Beispiel war vielleicht etwas unglücklich gewählt, denn tatsächlich könnte man hier eher die Frage nach der Befähigung der Eltern aufwerfen. Aber dennoch, das Beispiel mit einer Eltern-Kind-Beziehung finde ich gut... irgendwann kommt der Punkt, an dem die Eltern aus Liebe heraus die Autonomie und den „freien Willen“ der Kinder anerkennen müssen und sie letztlich auch wollen. Und dann müssen sie es aushalten, dass die Kinder trotz der Warnung ihre eigenen Fehler machen um daraus zu lernen.... und dabei auch Leid erleben. Und in diesen Fällen können die Eltern nur trösten, wenn sie die Freiheit der Kinder nicht beschränken wollen, können das Leid selbst aber nicht verhindern.
Letztlich kann das „Zulassen von Leid“ meiner Meinung nach sogar ein Akt der Liebe sein, indem der freie Wille anerkannt wird – um so mehr, wenn man selbst darunter mitleidet. Also finde ich die Frage "Warum lässt Gott Leid zu" zwar grundsätzlich berechtigt, aber ich frage mich, was wäre die Alternative?
Ein Leben ganz ohne Leid ist doch ein Leben ohne Fehler. Und was wäre das anderes als ein radikales Marionettendasein? Wer würde das wollen.....?




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