Dazu ein Beispiel lieber Ingo,
meine über alles geliebte Ehefrau wünschte sich von mir Täglich, seit den letzten drei Jahren, dass ich ihr helfe, ihr Leben zu beenden, weil es in der Tat kein ertragbares Leben mehr war. Ich fragte sie aber, ob ich denn den Notarzt verständigen solle, wenn sie, wegen Verschleimung zu ersticken drohte. Sie antworte, ohne Zögern mit "Ja, natürlich!"
Meine Erfahrung ist, niemals pauschal für oder gegen Sterbehilfe reden, schreiben und sprechen.
Für mich gibt es einfach keine etlastbare Hilfestellung für Mitmenschen, an die die Frage der Sterbehilfe gestellt wird.
Und man sollte in solchen Situationen vielleicht eher sehr innerhalb der vorliegenden und gelebten Beziehung heraus, gemeinsam entscheiden.
Schlimm wird es, wenn die Beziehungen schon vor solchen Entscheidungen nicht ausreichend ausgereift sind oder alles den Ärzten, Medizinern und gar Sterbehelfern überlassen werden muss.
Daher beginnt für mich das Lindern des Leides schon in der ungetübten Zeit der Liebe zum Menschen und ich liebte meine Frau und sie mich und wir Beide den Ewigen. So war es zwar schwer, die Schwelle zu überschreiten aber nicht notwendig die Qual zu kürzen und das im beiderseitigen sensieblem ständigen Abstimmen.
Angst vor Qual und Sterben ist menschlich und die Natur hat selbst darin wirksame Konzepte. Nur Lebensverlängerungen machen so mache Qualen länger als notwendig und das eben, weil wir oft nicht loslassen können und wollen. Das aber bitte nicht allgemein gesehen verstehen.
Also, warum nach der Verantwortung G"ttes zum Leid fragen, wenn wir genügend selbst das Leid ertragen lernen können und zwar dort wo es nicht zu vermeiden ist und das Leid da lindern wo es linderbar ist, aber vielleicht doch eher nur mit eindeutiger und zeitmomentaner gemeinsamer Zustimmung des Leidenden und Pflegendem abzukürzen.
Ich würde jedem wünschen niemals vor solchen Entscheidungen stehen zu müssen, aber ab und an sind diese Situationen unvermeidbar.
Wer kann beginne schon jetzt und zwar mit seinen Vertrauten daran etwas vorzubereiten.
Ansonsten empfinde ich allgemeine und pauschale Reden und Schreiben darüber eher als nicht hilfreich. Wenn gleich das nur für mich gilt.
lehit
Isaak



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