"Warum lässt Gott Leid zu - Ausrufezeichen"
Diese Fragestellung an und für sich ist bereits falsch. Das ist ungefähr so, als wenn ich fragen würde: "Warum ist es nachts kälter als draussen?" Und eigentlich wollen gewisse Zeitgenossen mit dieser Fragestellung ja beweisen, warum sie nicht an "Gott", welchen auch immer, glauben können.

Wenn ein Deutscher diese Frage so stellt, dann meint er einen "Gott", der mit dem Elohim in der Urfassung der Bibel nichts zu tun hat, sondern eher mit einem Konstrukt aus Babylon/Rom. Dasselbe gilt für Jesus, dasselbe für Maria usw.

Die vermeintliche Frage, warum Gott Leid zulässt, ist eigentlich ein Vorwurf an die Adresse dieses (dreieinigen) Gottesverständnisses. Eigentlich müsste die Frage gestellt werden: "Warum fügt Elohim Leid zu?" - und dann könnten wir weiter kommen. Die Torah und die Nebiim (Das Gesetz und die Propheten) sind voll von Antworten - aber welcher Christ liest sie schon? - Von den sogenannten "Nichtchristen", "Ungläubigen", "Gottlosen" usw. einmal ganz zu schweigen. (Wobei: Juden sind ja auch Nichtchristen, aber bei ihnen ist das etwas anderes.)

5Mo 28:15 Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme Jahwes, deines Gottes, nicht gehorchst, daß du darauf achtest, zu tun alle seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen.
....Und was dann folgt ist Leid, Leid und nochmals Leid.

Gemäss der christlichen Unsitte, das Böse (Satan, Teufel und Dämonen) zu personifizieren, müsste auch hier der Fluch einmal personifiziert werden. Warum ist man noch nicht auf diese Idee gekommen? Wir sähen dann nämlich, dass der Fluch Schuld am Leid ist und nicht etwa ein (christlicher) Gott. Oder, wenn man wollte, man könnte sogar erkennen, dass Elohim das Leid zufügt, niemals aber zulässt. Ein Elohim, der sich auf das Zulassen beschränken würde, der wäre niemals allmächtig.

Wenn ein Vater seinen Kindern einen Klapps auf den Hintern gibt, dann fügt er ihnen Schmerzen zu. Das hat aber einen Grund; denn ein Vater, der das nicht macht, hasst seine Kinder....

Spr 13:24 Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.
Verstehen wir jetzt besser, worum es eigentlich geht?

Gruss, Shomer