2. Gottes Herz verstehen

Gottes Wort macht klar, dass Gott in uns Wohnung genommen hat. In der Tat ist eine Offenbarung dieser Wahrheit eine wesentliche Vorbedingung für die Anbetung Gottes.

a. Der Vater
Viele Leute finden es schwierig, Gott als Vater anzubeten, weil sie ein falsches Vaterbild haben. Manche haben schmerzliche Erfahrungen mit ihren leiblichen Vätern. Andere überbetonen das alttestamentliche Bild eines Gottes, der mit Feuer und Donnerstimme vom Himmel her straft. Doch Jesus sagte zu der Samariterin, dass wahre Anbeter "den Vater anbeten" (Joh. 4, 23).
Jesus kam nicht nur, um uns von unseren Sünden zu erlösen und von unseren Krankheiten zu heilen, sondern auch um den Vater zu offenbaren. Das Beispiel, das er uns mit seinem eigenen Leben gegeben hat, sollte uns veranlassen, Ängste oder falsche Vorstellungen fahren zu lassen, die wir von Gott als Vater haben. Durch Christus lernen wir ihn kennen und ihm vertrauen, ihn lieben und darum auch anbeten.
"Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater, und wer der Vater ist, als nur der Sohn, und wem der Sohn ihn offenbaren will." (Lk. 10, 22)

b. Jesus Christus
Jesus offenbart uns den Vater. Aber Jesus ist auch selber Gegenstand unserer Anbetung; denn er ist im Vater und der Vater ist in ihm:
9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? 10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. (Joh. 14)
Jesus ist mehr als die Offenbarung des Vaters; er ist für uns auch der Weg zum Vater:
18 denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. (Eph. 2)
Jesus empfängt auch Anbetung für sich selbst. Sowohl Menschen wie Engel sollen ihn anbeten:
6 Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!« (Hebr. 1)
Die Bibel erklärt, dass eines Tages ein jeder Mensch Jesus anbeten wird:
9 Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil. 2)


c. Der Heilige Geist
Wie wir bereits sahen, ist wahre Anbetung ohne die Hilfe des Heiligen Geistes unmöglich:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Joh. 4)
Gott ist Gegenstand unserer Anbetung, aber er ist auch die Motivation dafür. Seit der Zeit, als wir gläubig wurden, hat Gottes Heiliger Geist in unserem menschlichen Geist Wohnung genommen. Nun wohnt er in uns.
Der Heilige Geist leitet uns in der Anbetung. Indem wir ihn kennen und auf seine Leitung eingehen, beten wir mit größerer Freiheit und Vielfalt an. Aufgrund unserer Beziehung zum Vater "ruft" der Geist in uns.
6 Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater! (Gal. 4)