Dieser Mann - Peter Staaden - hat keine Ahnung, wie fahrlässig sein Anliegen ist. Das Unwissen unzähliger Generationen über den Ursprung und Sinn dieser Schriften, dessen Beginn in der bronzezeitlichen Epoche anzusetzen ist und das uns ein Weltbild vermittelt, dass trotz zahlreicher redaktioneller Überarbeitungen immer noch genug Sprengstoff für Religionsbegründete Unmenschlichkeiten, Morde und sogar Krieg enthält, hat religiösen und weltlichen Machthabern mehr als einmal sichere Tätergefolgschaft verschafft. Im guten Glauben an die angebliche Göttlichkeit solcher Aussagen, dass sei angemerkt.

Man wird nicht umhin kommen, wenn man nüchtern das Fazit aus unserer Menschheitsgeschichte zieht, mehr als deutlich zu hinterfragen wessen Geistes Kind sich hinter angeblich göttlichen – heiligen Schriftstücken, geschrieben von Menschenhand, verbirgt.

Denn eins ist auch ein Resultat aus einer nüchternen Betrachtung von 2000 Jahren Bibelschriftenschreiberei, dieser Bibelgott muß oft überaus unschlüssig darüber sein was ES nun wirklich will.

Oder liegt es eventuell daran, dass jede menschliche Epoche sein ganz eigenes Gottesbild hat, welches den ganz irdischen Bedürfnissen und Erfordernissen Rechnung trägt. Das möge erklären, warum in den sog. heiligen Schriften wir Kriegsgöttern, Rachegöttern, Friedensgöttern, Leidensgöttern, Umsinnungsgöttern, Widerspruchsgöttern, Mordgöttern, Liebesgöttern, etc begegnen. Oder liegt es eventuell daran, dass manche sog. Offenbarungsträger schwerhörig waren oder gar sein wollten oder gar einem Machtgott verfallen sind, der rein zufällig ihre ganz persönliche Macht stärkte?

Wie dem auch sei, ich kann diesem Mann in keiner Weise zustimmen und halte sein Anliegen für gefährlich, realitätsfremd und sehe darin mehr denn je einen Aufruf zur Bibelblindheit und blindem Bibelglauben. Das ist wahrlich ein sehr ungöttliches Verhalten.


Absalom