Hallo outiouti,
es erstaunt mich schon sehr, diese – deine Aussage. Denn die sog. Apokalypse des Johannes enthält nachweisbar auch Schriftbezüge zum Buch Henoch – welches z.B. in der koptischen Kirche als kanonisch gilt, Bezüge zu der Elijasapokalypse und noch weitere pseudepigraphische oder apokryphe Literatur.
Zudem, wenn man sich die Kanonsbildung anschaut und sich vergegenwärtigt, was bis ins 3. Jahrhundert alles als kanonisch oder nichtkanonisch galt, dann ist es eben nicht klar, ob es 66 Bücher waren.
Zudem spielt die Gematrie hier sicher eine gewisse Rolle, was besonders für das Frühchristentum und hier insbesondere die Apokalypse zutrifft, ob diese allerdings für die Kanonbestimmung letztlich ausschlaggebend war, ist zumindest historisch, nicht belegt.
Tatsache ist, dass gerade das sog. Johannesschrifttum und hier besonders die Apokalypse bis ins 3. Jahrhundert im Frühchristentum sehr umstritten war. Und historische Tatsache ist auch, dass erst nach einer umfassenden redaktionellen Neubearbeitung diese Schrift in den Kanon aufgenommen wurde, was übrigens auch auf das sog. Johannesevangelium zutrifft.
Letztlich sei noch erwähnt, dass selbst heutige kath. Bibelwissenschaftler die Autorenschaft eines Apostels Johannes nicht mehr ernsthaft vertreten, was insbesondere auf Teil 2 dieser Schrift zutrifft, welche nicht vor 120 n.Chr. entstanden sein kann. Übrigens wird nur Teil 1 mit 96 – 98 n. Chr. datiert.
Absalom




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