Zitat Zitat von luxdei Beitrag anzeigen
Da stimme ich dir zu. Glaubensgewissheit ist stets subjektiv. Stets vor dem Hintergrund des subjektiven Verständnisses eigener Erfahrungen gewonnene Überzeugung. Da gibt es nichts objektives. Wozu dann aber missionieren? Andere zu missionieren, macht doch nur dann Sinn, wenn ich meine eigene Überzeugung als wahrer ansehe, als die anderer. Womit ich dann aber die von Dir geäußerte Erkenntnis, dass es keine absolute Gewißheit geben kann, leugne. Wenn wir doch zu der obigen Erkenntnis fehlender Objektivität durchgedrungen sind, dann sollten wir doch auch die Aufrichtigkeit und den Mut finden, unser Handeln entsprechend auszurichten.

Gruß
LD
Hi Luxdei,

nun, ich sehe meinen Glauben als wahr an. Ich sagte, dass ich nicht sagen würde, er sei der einzig Wahre. Dazu kenne ich zu wenig Religionen. Dass Jesus lebte, ist bewiesen.
Auch die Änderungen durch Konstantin, halten mich nicht ab, von der Wahrheit meines Glaubens überzeugt zu sein. Den Tag des Herrn begehe ich mit meiner Gemeinde Samstags. Ich ehre eben nicht Sonntags den Sonnengott. Die Änderungen sind auch nicht so groß, dass sie die Kernaussage der Bibel oder die Taten des Herrn verändertn hätten, oder der Bibel neuen Inhalt oder Sinn gaben. Auch die zeitlich und zahlenmäßigen minimalen Widersprüche der Evangelien untereinander ändern nichts am Handlungsablauf im Leben Jesu. Der ist überall im Grunde gleich, oder?

Fakt ist, Wissenschaftler versuchen seit 2000 Jahren die Bibel zu widerlegen und sind im Grunde nicht weitergekommen. Das ist Wahrheit.

Dass ich meinen Glauben für wahrhaftiger als alle anderen mir bekannten Religionen ansehe, ist Fakt. Würde ich mehr Wahrheit in einem anderen Glauben finden, würde ich den doch annehmen. Die Wahrheit des eigenen Glaubens brauche ich doch zum Glauben, nicht erst zum Missionieren.

Nur die Tatsache, dass ich auch die kritischen Texte zum Wort Gottes lese und weiß, dass Textstellen der Bibel verändert wurden, lässt mich an meinem Glauben nicht zweifeln. Ich wusste von Anfang an, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde. Es sind meine Erlebnisse mit Gott, die meinem Glauben Kraft geben und stärken. Der Glaube meiner Gemeinde, lebt nicht vom Bibellesen, sondern von der Beziehung zu Jesus (ev. Fk, char., apost.).Missionieren heißt: eine Glaubenslehre verbreiten. Die Bibel bildet die Grundlage meines Handelns und Glaubens, aber die Nahrung und Stärkung ist der Herr.

Wie gesagt, ich glaube an Gott, Jesus, Erlösung...aber auch an die Fehlbarkeit der Menschen, die die Bibel schrieben. Wir könnten uns jetzt über Hermeneutik austauschen, aber ich denke, dass wird zu krass.

Ich bin überzeugt genug, dass ich ruhigen Gewissens meine Glaubenslehre verbreiten kann. Aber das ist eigentlich nicht meine Intention hier und das solltest du auch wissen, da ich ja schon einige Zeit hier bin. Aber ich bin auch jederzeit bereit, das Handeln und die Grundlagen von missionarisch tätigen Usern, hier im Glaubensforum, zu verteidigen (wenn sie nicht von den Redlichen kommen), da ich selbst aus einer Missionsgemeinde komme.

Liebe Grüße
MaKo