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Also in meiner griechischen (Interlinear), und auch in einigen anderen Übersetzungen steht hier das Wort „NEUEN“ (Bund, Pakt) nicht.
In der Einheitsübersetzung steht es auch nicht, auch im griechischen Text kommt es nicht vor.

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Ich frage mich weiter, was diese jüdischen Jünger so empfunden hatten, als sie aufgefordert wurden, Blut zu trinken, da das nach den Weisungen Gottes nicht gestattet ist.
Ihnen war bestimmt klar, dass das nur symbolisch gemeint ist.

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Matthäus hat als einziger den Zusatz „zur Vergebung der Sünden“. Weiter sagt jeder etwas anderes und ich bin wieder mal selber erstaunt, wie unpräzise besonders so (angeblich) „heilsnotwenige“ Aussagen überliefert sind. Da kann man nur rätseln, was Jesus wirklich sagte (nein, nicht auf griechisch...).
Gerade dass die Aussage in den verschiedenen Evangelien leicht voneinander abweicht, spricht aber für ihre Authentizität. Wenn alle vier Evangelisten denselben Wortlaut wiedergeben würden, würde der Verdacht naheliegen, dass sie voneinander oder von einer gemeinsamen Quelle abgeschrieben haben. Es ist nun einmal so, dass sich Zeugen an Ereignisse oder Aussagen leicht abweichend erinnern. Die Abweichung spricht also dafür, dass der Satz von verschiedenen Zeugen in verschiedenen Quellen überliefert wurde und es somit mehrere Zeugen gab, die Jesu Aussage tatsächlich hörten.

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Es obliegt nicht dem Volke, über die anderen Gericht zu sitzen, und Selbstjustiz ist sowie so nicht Inhalt und Lehre der Torah.
Wennschon hätten jene Ankläger mit der Ehebrecherin vor den Rat müssen, und ganz sicher nicht zu Jesus, der keine Rechtsbefugnisse hatte. Aber darauf wollte sich Jesus sicher nicht einlassen, sondern wollte viel lieber ihre Falschheit aufzeigen.
Jesus hat aber nicht die Unzuständigkeit des "Gerichts" bemängelt, sondern generell, dass die Frau für ihr "Verbrechen" gesteinigt werden sollte. Jesus sagte ja auch: "Auch ich verurteile dich nicht." Er als Messias hätte alles Recht der Welt gehabt, diese Frau zu verurteilen. Trotzdem tat er es nicht, ignorierte also bewusst das Gesetz.