Eines Tages, in der frühen Zeit der Urgemeinde Jesu, wies einer der Anführer in dieser Glaubensgemeinde, einige an eine Reise zu machen. Er sagte nicht wohin und sie fragten nicht, sie ließen sich von der g"ttlichen Vorsehung leiten und vertrauten darauf, dass ihnen Ziel und Zweck der Reise offenbart würden, sobald es notwendig war.
Nachdem sie mehrere Stunden gelaufen waren, hielten sie an einer Straßenherberge, um zu essen und zu ruhen. Die Reisenden waren fromme Glaubende und als sie erfuhren, dass der Wirt ihnen Fleisch vorsetzen wollte, baten sie mit dem Schlächter sprechen zu dürfen. Sie prüften sein Wissen und seinen Glauben und untersuchten sein Messer auf mögliche Fehler. Die Diskussion über, was gut sei zu essen und was nicht, dauerte während der ganzen Mahlzeit an, denn sie fragten nach der Herkunft jeder einzelnen Zutat.
Während sie sprachen und aßen, meldete sich hinter dem Herd eine Stimme. Dort ruhte sich ein alter Bettler neben seinem Bündel aus. „Gute G"ttgleubige ...“, rief er, „ ... ihr achtet darauf, was euer Mund zu sich nimmt. Aber achtet ihr ebenso gut darauf, was er von sich gibt?“
Daraufhin beendeten die Reisenden ihr Mahl stumm, gingen hinaus und liefen nach Hause zurück. Jetzt wussten sie, warum ihr Anführer, der urchristlichen Glaubensgemeinde, sie an diesem Morgen auf die Reise geschickt hatte.
Einen lieben Gruß
Isaak



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