hallo ihr lieben
erstmal danke für alle eure guten antworten....hab sie mitverfolgt aber ich kam nich dazu was zu schreiben. ich will auch heute noch über was anderes schreiben. am donnerstag ist was passiert was mich wieder mehr in diese gedankenspirale von leben und tod und seele gezogen hat.
eine gute freundin unserer familie is vor nem guten jahr an krebs erkrankt. sie bekam unterleibskrebs der dann später gestreut hat. wir haben immer viel zusammen unternommen und ich mochte sie sehr. obwohl wir ja nicht verwandt sind gehörte sie aber iwie mit zu der familie. ich, bzw. wir haben sie auf ihrem ganzen weg begleitet. im juni lagen wir sogar zusammen im krankenhaus und waren nur durch einen flur getrennt (die beiden stationen waren getrennt durch den flur). wir kamen uns dann gegenseitig besuchen und haben uns getröstet. ich wurde ja wieder enlassen aber ihr ging es immer schlechter. vor ein paar monaten kam sie dann auf die palliativstation. das ist so ne station wo menschen hin kommen die keine chance mehr auf heilung haben. ich war sie da auch zwei mal besuchen aber dann habe ich gemerkt das ihr die besuche zu viel werden und ich fand es dann richtig das zu akzeptieren und hab mich so durch die blume von ihr verabschiedet. da sah sie schon ganz ganz schlimm aus, ganz eingefallen und nur noch haut und knochen. sie konnte nix mehr essen, wurde eig nur über infusionen iwie am leben gehalten.
vor gut nem monat kam sie in ein hospiz. obwohl ich ja wusste das sie früher oder später am krebs sterben wird war das iwie noch so weit weg von mir solange sie am leben war. ich hab oft gefragt wie es ihr geht und hab lustige und traurige geschichten gehört.
in der nacht von mittwoch auf donnerstag ist sie dann gestorben. ich habs morgens in der schule erfahren...
ich glaub zuerst hatte ich so nen richtigen schock. ich konnte das gar nich fassen das die jetzt tot ist, einfach weg und für mich nie mehr greifbar. das kam mir so unreal vor, ich wusste doch noch genau wie sie aussah, wie ihre stimme geklungen hat und hab ich daran erinnert letztens erst mit ihr geredet zu haben.
danach wurde ich sehr traurig und hab nur geweint weil ich sie vermisst habe und es so traurig ist das sie gestorben ist. die war ja auch noch nicht so alt. gestern hatte ich dann noch viele gespräche darüber und obwohl ich immer noch sehr traurig bin fang ich langsam an zu akzeptieren das es für sie einfach besser ist, denn jetzt hat sie keine qualen mehr und es geht ja um sie..nich um mich oder sonst wen.
trotzdem lässt mich das nich los und ich denke viel darüber nach...wo sie jetzt wohl ist, ob sie überhaupt iwo ist. sie war keine christin...ihre familie waren zeugen jehovas und sie hat eig immer sehr darunter gelitten hat sie mir mal gesagt. wenn ich die fundi christen frage dann is sie jetzt nich bei gott...denn sie war ja ne "ungläubige". aber was ist dann mit ihrer seele.
das war gruselig... zum schluss konnte man sehen das die seele iwie so aus den augen verschwunden is. sie hat nur noch iwo hin geguckt und auch nich immer auf andere reagiert. ich weiss nicht ob sie da schmerzen hatte oder wieso das so war. aber das war als wär sie da nimmer "drin" gewesen, als wär sie iwie schon vor ihrem tod weg gewesen.
es fällt mir unheimlich schwer das alles zu begreifen und es macht mir auch angst vor dem, was mir mal bevorstehen wird. wenn ich sehe das menschen so sehr leiden bevor sie (endlich) sterben...
ich weiss nicht was ihr für erfahrungen gemacht habt. für mich war es das erste mal das ich einen menschen auf so nem weg begleitet/gesehen habe und ich hab total seltsame gefühle dabei.
lg lily



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