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  1. #1
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    Ich bin der Meinung, dass Pauschalisierungen, wie im Eingangsthread geschrieben, unterlassen werden sollten. Es kann Jemand einer Glaubensrichtung angehören, die ich nicht mag und dennoch ein lieber Mensch sein.
    Ich würde auch nicht sagen, dass irgendeine religiöse Richtung abzulehnen ist, wenn ich daran denke, dass es "einen" Gott für alle Menschen gibt- Gewalttaten nehme ich aus.

    @Provisorium ich glaube daran, dass es das "Böse", bzw. den Teufel gibt und ich glaube daran, dass man ihm entrinnen kann, wenn man seine Fehler, bzw. Verfehlungen erkennt und bereut und um Vergebung bei Gott, bzw. Jesus bittet. Das ist ja gerade das erlösende im Christentum- das ist auch eine wichtige Arbeit der Seelsorger im Strafvollzug. Gott hasst die Sünde, liebt jedoch die Sünder (Bibelstelle ist mir entfallen). Ebenso mag er reuige Menschen, die ihm vertrauen und zu ihm kommen.
    So verstehe ich meinen Glauben und habe ihn so gelernt.
    Stella
    Galater 3, 27-28

    Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, gehört nun zu Christus. Nun gibt es nicht mehr Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen. Denn ihr seid alle gleich - ihr seid eins in Jesus Christus.


    Es gibt fünf Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und das Leben der Christen. Viele Leute lesen nie die ersten vier.
    Ravi Zacharias

  2. #2
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    Zu Auge um Auge: http://gnadenkinder.de/board/showthr...1-Auge-um-Auge


    Auch das Christentum hat die Tendenz, dass gewisse Menschen(-gruppen) Böse sind, oder zumindest Feinde und nur „böse“ Werke tun, da das Gute nur durch den Glauben an Jesus gemacht werden kann. Die Welt ist böse und schlecht.



    Gibt es das personifizierte Böse wirklich? Oder ist einfach der Mensch zum Bösen fähig?

    Im Volksglauben schleicht sich so vieles ein, in welcher Religion auch immer ob nun christlich, jüdisch oder anderer. Da wird Altes und Fremdes übernommen, leicht geändert, im Sinn aber immer noch das andere.
    Durch den Glauben AN den Bösen und sein Heer der Dämonen entstanden viele Riten, Bräuche und Handlungen im Alltag, welche uns davor beschützen sollen. Bestimmte mystische Handlungen oder Gegenstände sollen die Geisterwelt beeinflussen.


    Die Tenach, also Mose und die Propheten (und auch die „offizielle“ jüdische Lehre) lehrt nun aber kein solches duales Gegensätzliches von einem guten Gott und dem bösen Widersacher-Gott. Alles, das Gute, das Heil wie auch das Schlechte, das Böse kommt alles aus dem einen einzigen Gott, da er der Ursprung von allem ist. ER ist einzig. Dämonen (denen auch geopfert wurde) werden wie fremde Götter bezeichnet, welche keine Götter sind.

    Wir als Menschen haben beides in uns, wir können Gutes tun und Schlimmes verhüten, oder auch Böses tun und Schlimmes verursachen. Es ist unser eigenes Handeln. So ist der Mensch nicht IN Sünde geboren, wie der Psalm oft (falsch) übersetzt und interpretiert wird, sondern zur Sündfähigkeit (wie Gott ihn schon in Adam gebildet hatte).

    Wie weit darf nun Glauben gehen? Zuerst mal findet Glauben auch innerhalb der Familie statt, mit den eigenen Kindern, wo wir beeinflussend deren Glauben formen wollen. Glauben kann nicht isoliert von den Taten betrachtet werden.


    Glaubens- und Religionsfreiheit sind auch in der Gesellschaft und Politik sehr brisante Themen.

  3. #3
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    Bis ans Ende dieser Welt - bis wir vor Jesus stehen, denn dann wird sich zeigen, ob unser Glaube sich bewährt hat.

    LG

    Jamy

  4. #4
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    Völlig OT - und doch wieder nicht: Der Tod meines Katers (ja, zuckt jetzt nur zusammen, aber wartet auch ab) hat mich grad wieder unendlich viel gelehrt.

    Wer mag, schaue in meinen Blog. Ich habe erleben dürfen, was es bedeutet, Gottes Nähe unmittelbar zu erfahren und Seine heilige Gegenwart zu erleben in dieser Zeit des Abschieds.

    Dankbarkeit, dass mein Katerle SO gehen durfte - aber auch unendliche Dankbarkeit, Gottes Gegenwart wieder so direkt erfahren zu können.

    Glaube - lassen wirs zu, endet Glaube nie, denn es gibt für ihn keine Grenzen. Glaube ist ein besonderes Geschenk unseres Herrn.

    Ihm sei Dank.

    Jamy

  5. #5
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    Die Aussage (Zitat von Provisorium):
    Nimmt Dir jemand einen Zahn, dann darfst Du ihm auch einen Zahn nehmen (Ausgleich)

    … ist in dem Sinn nicht „korrekt“ wiedergegeben, weil es nicht steht, dass du dann einen Zahn nehmen sollst. Es geht auch weniger um „Zähmung“, höchstens um Erziehung.
    Es steht „geben“ und nicht „nehmen“, also kein „rächen“. So entscheidet ein Gericht über die Sache, wenn es zur Anklage kommt und man sich nicht gütlich einigen kann.


    Die Formulierung ist deswegen, dass, wer in Gottes Wegen/Weisungen geht und leben will, für seinen angerichteten Schaden von „selbst“ aufkommen wird. So geht die Aussage viel tiefer, denn wenn ihm genommen wird, so fühlt er sich ohne Einsicht bestohlen, gibt er aber aus freien Stücken und Einsicht für seine Schuld, so liess er sich korrigieren (mal einfach gesagt).

    Und da besonders diese Aussage von „Auge für Auge“ im Volksmund und Tradition der Kulturen quasi als Berechtigung für Rache dem Volke Israel belastet wird (obiges Zitat von Leo Baeck), ist es um so wichtiger, die Tiefe der Aussage zu kennen.

    Vielleicht ist einfach die Wortwahl, und was man hinter bestimmten Worten versteht das/ein Problem für Verständnis. Das mögen auch gewisse Nuancen der Betonung sein.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Alef Beitrag anzeigen
    Die Aussage (Zitat von Provisorium):
    Nimmt Dir jemand einen Zahn, dann darfst Du ihm auch einen Zahn nehmen (Ausgleich)

    … ist in dem Sinn nicht „korrekt“ wiedergegeben, weil es nicht steht, dass du dann einen Zahn nehmen sollst. Es geht auch weniger um „Zähmung“, höchstens um Erziehung.
    Es steht „geben“ und nicht „nehmen“, also kein „rächen“.
    "Wer irgendeinen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben. Wer aber ein Stück Vieh erschlägt, der soll´s ersetzen, Leben um Leben. Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat. Schaden um Schaden, Auge um Auge, Zahn um Zahn" (3.Mose 24, 17-20).

    Die Aussage: "Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat" hat durchaus "nehmenden" oder auch "rächenden" Charakter.

    Ich kann überhaupt nicht verstehen, wieso man jetzt daraus so Spitzfindigkeiten konstruiert bis hin zu der Aussage, dass so eine Deutung jahrhundertelange christliche Verleumdung sei. Ich kann an meiner Deutung nichts falsches erkennen.

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  7. #7
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    Sorry Provisorium

    Das kommt genau davon, wenn man Texte aus anderen Kulturen, das heisst der jüdischen Kultur und Sprache aus dem Kontext reisst und neu Interpretiert.

    Deine Darlegung ist keinesfalls offizielle jüdische Lehre und Verständnis jener Passagen.


    Was meintest du mal? Der Geist macht lebendig, und der Buchstabe tötet. So wird der Buchstabe aus der Torah geahndet, aber den Geist erkennt man nicht…





    Zu Auge um Auge: http://gnadenkinder.de/board/showthr...1-Auge-um-Auge

  8. #8
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    Dann steht da also nicht: "Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat"
    Und wo reiße ich etwas aus dem Kontext? Ich beziehe mich ja gerade auf den Kontext und zitierte den Kontext.

    Aber schon klar, ich habe keine Ahnung und erkenne den Geist nicht!
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  9. #9
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    Du zitierst die Passage nur aus einem bestimmten Kapitel, und vernachlässigst die anderen, wo dieses Thema behandelt wird.

    Und Gottes Geist lehrt hier eben kein Rachegebot.....


    Und darf der eigene Glaube soweit gehen, dass anderen, von denen man die Texte nimmt, anders deutet?
    Geändert von anonym002 (24.11.2013 um 15:34 Uhr)

  10. #10
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    Ich vernachlässige gar nix und deshalb habe ich auch geschrieben, dass es um Gerechtigkeit und Verhältnismäßigkeit geht.

    "Ajin tachat ajin" bedeutet "Auge für Auge" und beinhaltet ein grundlegendes halachisches Prinzip, also des jüdischen Religionsgesetzes. Ein Mensch, der einem anderen Menschen eine Verletzung zugefügt hat, wird von der Thora verpflichtet, die Verletzung finanziell zu entschädigen. Die mündliche Thora (der Talmud) erklärt und diskutiert ausführlich (Bawa Kama, Kap. 8), dass diese finanzielle Entschädigung auf fünf Gebieten zu leisten ist: Schadenersatz, Schmerzensgeld, Heilungskosten, Arbeitsausfallersatz und Schamgeld (wenn sich jemand geniert, mit einer körperlichen Verletzung sich öffentlich zu zeigen)." (Rabbiner DAVID BOLLAG)

    Das und nur das hatte ich im Sinn. Ich habe es halt nur an dem sinngebenden Beispiel von "Auge für Auge..." durchgespielt.

    Das, was Glaube nicht machen sollte, ist in einem anderen Gläubigen immer nur das Schlechte sehen und ihn im Zweifel als Verleumder darstellen zu wollen.

    LG
    Provisorium
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