ggg, demzufolge ist ja Jesus weder gut, noch gütig, noch tüchtig, noch brauchbar ....., wenn man Wortklauberei betreiben will......

agathos: a) tüchtig, brauchbar; b) gut, gütig. (ähnl. kalos, wesenhaft gut, aber nicht notwendig zum Vorteil anderer) (Elberfelder).

Soviel zur Wortklauberei.


Zur Geschichte vom „guten“ Meister:
Also müsste aus dem obigen Zitat (Mt 18,16ff) zuerst überlegt werden, was die eigentlichen Aussagen sein können.

Da steht vorher, dass da „einer“ zu Jesus kommt und ihn fragt, was er Gutes tun soll, um Anteil am ewigen Leben, ewigen Heil erhalten zu können. Fasst schroff tönt es nun von Jesus: „Was heissest du MICH gut?“. Es ist eine Zurechtweisung.
Oder, was willst du denn von MIR für eine Antwort, was fragst du Menschen um Dinge, die eigentlich von Gott gegeben sind, oder die du selber mit Gott ausmachen musst? Höre doch nicht auf mich, sondern höre auf den Guten, auf den Ewigen, und du weisst es ja eigentlich selber.
Und so fährt Jesus ja weiter: „Du kennst ja die Gebote.“

Tja, und der Mann kann von sich sagen, dass er das alles in seinem Leben gehalten hat. Wer getraut sich schon dies von sich zu sagen? Nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, kein falsches Zeugnis geben, Eltern ehren, und den Nächsten lieben wie sich selbst.

Jesus weist hier ausdrücklich auf die Gebote hin, welche zum Heil sind, keine Glaubensdogma, Kirchenlehre, welches man in einem Gebet sprechen muss. Und zwar werden hier nur die „zwischenmenschlichen“ Weisungen zitiert, wie man den Nächsten ehrt und achtet.

Eigentlich genügt das, alles andere ist mehr, aber manchem genügt es nicht, die einen wollen vollkommen sein. So auch der Mann, er fragt, was ihm dazu noch fehlt. Jesus weiss um seinen Reichtum und er sagt in etwa: vollkommene Nächstenliebe besteht darin, dass du nicht mehr hast als dein Nächster: „Verkaufe alles und gib es den Armen...“. Reichtum ist das, was dem Armen, dem Nächsten fehlt, das Lebensnotwendige.


Die "Vollkommenheit" besteht nun nicht in der Nachfolge Jesu, wie das gerne dargestellt wird, sondern im Geben, so nach dieser Begebenheit.
Die Nachfolge Jesu wäre dann, dass man dem himmlischen Vater vertraut, dass er täglich das Nötige gibt (eben durch solche, die Reich sind ;) ), wenn man am Morgen noch nicht weiss, wo man am Abend schläft, und sich so ganz der Fürsorge Gottes hingibt.


Was ist nun Gut? So ist hier „Gutes“ das, wenn es andern dient, ihn auferbaut und ihm hilft.


Was hilft Wissen, wenn man es nicht tut? Was nützt Glauben, wenn man es nicht tut?

Was nützt das Gute, wenn man es nicht werden lässt?



Lehit

Alef