Lasse, was du hier zum „Schlechtesten“ gibst ist nicht nur sehr fadenscheinig recherchiert, sondern strotz geradezu vor ganz üblen Anfeindungen und Unterstellungen.
Ich schließe mich inhaltlich meinen Vorrednern an, es ist skandalös, wie du öffentlich Menschen wegen ihres Glaubens und ihrer Überzeugung brüskierst.
Solche Argumentationen, die jeglichem Fach- und Sachverhalt zuwider laufen, erinnern mich an Predigten, die man noch heute im vatikanischen Archiv einsehen kann. Ich möchte dir deshalb zu besagter Thematik folgendes Fachbuch empfehlen: Teufelsglaube und Hexenprozesse von dem kath. Professor für Kirchengeschichte (des Mittelalters) Herrn Georg Schwaiger. Es wird dich nicht verwundern, dass genau solche Argumentationen, wie du sie hier anführst, dort Gegenstand Fachwissenschaftlicher Untersuchungen sind und als ganz perfide theologisch - motivierte Geschichtslüge entlarvt werden. Zudem wirst du erstaunlich viel darüber erfahren, in wieweit dieses Bild über Naturreligionen, im Verlauf von 1200 Jahren, zum Absurdum Negativum verändert wurde und noch heute in den Köpfen herumgeistert. Die Folgen dieser theologischen Geschichtsfälschung dürfte allen noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt sein, und legen Zeugnis dafür ab, wie man mit gezielten Falschinformationen Menschen der Willkür einer Machtreligion aussetzen kann.
Bedenke, ein Großteil der weltweiten Verbreitung des Christentums, sind unglaublich viele Millionen Menschen durch missionarischen Terror und Gewalt zum Opfer gefallen. Der Satz: „Gott will es“, galt bis ins 19. Jahrhundert als Legitimation für die Ausrottung von Naturvölkern und ihrer Kulturen und Religionen. Bedenke auch, Gewalt beginnt immer mit Worten und das hat überhaupt nichts mit Toleranz zutun, sondern etwas mit der Achtung des Gegenüber und seiner Überzeugungen. Diese kann man im Dialog diskutieren aber sicher nicht zum Gegenstand willkürlicher Behauptungen machen.
Das du dich sorgst ist kein Freibrief für wilde Spekulationen, sondern es ist deine Angst vor dem Unbekannten, die du auf andere Projizierst. Das wird sehr deutlich an deinen Anfangsworten und wird deutlich an den Begriffen, die du argumentativ erwähnst. Du wirst zur Kenntnis nehmen müssen, dass es viele Religionen auf dieser Welt gibt und dein Christentum nur eine Religion von vielen Religionen ist. In einem Punkt ist Wicca dir voraus, sie glauben nicht an eine allein selig machende Wahrheit, an der Millionen von Menschen schon zerbrochen sind und hier gerade innerkonfessionell (man bedenke nur die Heilsabsprechungen und Verdammungen innerhalb des Christentums), sie halten alles für möglich und sind bemüht im Erkennen, im Suchen und Finden, aber sicher nicht in stupiden Nachplappern menschenfeindlicher Theologien. Daran darfst du dich gerne Messen lassen!
Abschließend kann ich dir nur sagen, gerade diese Sätze gelten all denen, die im täglichen Suchen und Ringen mit Gott - oder wer will auch Göttin - sind. Wiccas sind nicht ungläubig, ungläubig an die Liebeserklärung des Allmächtigen sind die, die Gottes Ebenbildlichkeiten betrüben durch ihren Religionswahn!
„Wir glauben an den Ewigen allmächtigen Gott, der alles erschaffen hat.
Wir glauben an SEINE überfließende Gnade und Barmherzigkeit und dass ER uns erretten möchte.“
So sei es!
Kleiner Nachtrag: Du solltest, bevor du andere als Heidentum deklassierst, eventuell damit anfangen, dass Heidentum deiner Religion zu beseitigen. Ich befürchte allerdings, dann wird nur ein ganz klein wenig Judentum übrig bleiben, welches selbst auch noch ziemlich kräftig uminterpretiert wurde. Empfohlen wäre da z.B. als erstes das Johannesevangelium, das in seinem Wesen auf den Denker Philo von Alexandrien zurückgeht - Stichwort Neuplatonismus. Bildung schadet bekanntlich nie! Und wie der Prolog, der geistig in seinem Ursprung von Philo stammt, schon sagt: Am Anfang war das Wort .... Ja Worte!!!





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