hallo,


ich habe vor einiger Zeit ein Fachbuch über diese Problematik gelesen, welches eine Theorie vorgestellt hat, die Sex-Gender-Orientation heißt. Leider habe ich mir nicht den Autor gemerkt.

Die Theorie ist für mich sehr schlüssig:
Sex
wird definiert durch die Merkmale XX oder XY sowie durch die hormonelle Prägung während der ersten Wochen der Schwangeschaft. Meistens ist ein Körper eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen, aber es gibt auch Zwischenstufen (Zwitter) - es handelt sich um eine Laune der Natur, nicht um eine Krankheit, daher muss auch keine operative "Behebung" der Andersartigkeit erfolgen.
Gender
wird durch die Verhaltensmuster und Denkmuster definiert - meist verhalten sich Menschen mit XX weiblich und empfinden sich auch so, meist verhalten sich XY-Menschen männlich und empfinden sich als Männer. Es kommt aus nicht endgültig geklärten Gründen vor, dass das Geschlechtsempfinden nicht mit dem genetischen Geschlecht übereinstimmt - dann spricht man von Transsexualität. Auch das ist keine Krankheit. Es können sich jedoch aus dem Konflikt mit einer nicht-akzeptierenden Umwelt vor allem seelische Erkrankungen entwickeln.
Orientation
beschreibt das "Beuteschema". meist ist es dem körperlichen Geschlecht entgegengesetzt, jedoch kann es auch gleichgesetzt sein, Mischformen inbegriffen.

Die 2 häufigsten Formen sind XX - weiblich empfinden - weibliches Beuteschema und XY - männlich empfindend - männliches Beuteschema

Abweichungen sind möglich und - da der oft propagierte "evolutionäre Schaden" praktisch nicht vorhanden ist (jahrhundertelang war es für Kinder geradezu ein Überlebensvorteil, wenn die Familie durch kinderlose Mitglieder unterstützt wurde) - gar nicht so selten.

Es ist nicht sinnvoll, alle Abweichungen zu verteufeln - wenn Gott eine Armee aus perfekten genau gleichen Menschen gewollt hätte, hätter er das jederzeit tun können.

Für mich ist es vor allem wichtig, einen Menschen möglichst so anzunehmen, wie Jesus ihn annehmen würde. Und er würde nicht Hölle und Moritat schreien.