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  1. #10

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    Zitat Zitat von Digido Beitrag anzeigen
    Wenn Jesus Karma und Reinkarnation nicht gekannt hätte, wäre er in diesem Fall menschlichen Wissens unterlegen gewesen...Ich denke, dass das niemand behaupten will.

    [...]

    Jesus musste nicht erst Karma und Reinkarnation lehren. Das war weitgehend bekannt. Jesus lehrte, wie Buddha, die Befreiung. Buddha lehrte ja auch nicht Karma und Reinkarnation. Das war alles schon da.
    Das Prinzip der Karmalehre wird im NT imho schon immer und immer wieder betont, vor allem in den Evangelien.

    Die deutlichste, praegnanteste und auch ebenso hochkaraetige Stelle im NT die ich kenne ist Mt 7,12: (und das ganze Kapitel im Kontext gelesen)

    "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten." (Mt 7,12)

    Den ersten Teil des Satzes kennen wir als "goldene Regel". Die "goldene Regel" ist nichts anderes als die "Empfehlung", weil Kern, der Karmalehre.

    Sprich, wenn "das Gesetz Gottes" jenes ist, dass uns nach unseren eigenen Mass gemessen wird (= Kern der Karmalehre), dann ist die "goldene Regel" einfach nur logische Konsequenz des christlichen Weges und somit des christlichen Lebens.

    Weil jeder will fuer sich natuerlich immer nur das beste... das ist normal und auch gut so sofern es natuerlich nicht in Egoismus ausartet. Und genau so sollen wir "der Welt" begegnen. Genauso wie wir fuer uns das beste wuenschen und tun, so sollen wir es auch anderen tun.

    Der zweite Teil des Satzes verleit diesem einfach nicht abstreitbaren "Prinzip des Karmas" aber jetzt das volle Gewicht.

    Denn unter "das Gesetz" und "die Propheten" verstand man damals nichts anderes als die wichtigsten religioesen Uberlieferungen ihrer Propheten und, ganz wichtig, Moses.

    "das Gesetz und die Propheten" also kann man als ihre damalige "heilige Bibel" sehen.

    Jesus sagt hier, zumindest nach meiner Interpretation, nichts anderes aus, als einen Hauptpfeiler der budhistischen und auch hinduistischen Lehren (beide damals schon Existent) mit der "juedischen Bibel" zu identifizieren.

    Er sagt quasi (meine Interpretation): "Die Aussage unsere Propheten und unserer Gesetze sind: "Saat und Ernte! [= Karmaprinzip] Achtet darauf und lebt danach"...

    So versteh ich das...

    Jetzt gehts aber noch weiter... das ganze Kapitel naemlich handelt um "den Eintritt in das Himmelreich" ... dessen Weg durch die "enge Pforte" beschritten werden nur kann.

    Im Kontext kann ja diese "enge Pforte" nur das gemeint sein, was er eben zuvor gesagt hat bzgl. der goldenen Regel und dass dies "das Gesetz und die Propheten" ja ist.

    Der "breite Weg" den die Masse geht fuehrt dagegen ins Verderben... sie missachten also das goettliche "Gesetz und die Propheten" ... sie missachten also "die goldene Regel"... sie missachten die Karmalehre... glauben nicht daran... ignorieren dies "goettliche Gesetz"... halten es als "Irrlehre" sogar noch im schlimmsten Fall...

    Das bedeutet: Sie meinen, sie waeren fuer ihren Taten nicht verantowrtlich gemacht.
    Sie meinen, Gott wuerde ihnen aufgrund ihres "rechten Glaubens" einfach alls so unter den Tisch kehren...

    Sie meinen, es bedarf nicht den weg durch die "enge Pforte" zu gehen die da lautet "goldene Regel", welche nur die logische Konseuenz von "Saat und Ernte" ist... dem PRinzip des Karmas.


    Ich kann nur allen Christen die sich diesen Titel ihrer Selbstdefinition nach zuschreiben wirklich nur ans Herz legen, das Kapitel Mt 7,12 zu lesen und zu studieren und vorher Gott um die "rechte Interpretation" und das "rechte Verstaendnis" zu bitten/beten.

    Wer da glaubt, er koenne ins Reich Gottes gelangen ohne die Bedeutung von Mt 7,12 innerlich erfasst zu haben und vor allem danach auch gelebt zu haben... der koennte durchaus derjenige sein, der dann, rein "plastisch" gesprochen, vor der verschlossenen Himmelstor steht, und schlichtweg nicht reingelassen werden kann und nur zur hoeren bekommt (Mt 7,23): "Hinweg mit dir...geh wieder".


    Glaubt da ja niemand er koenne hier auf Erden Unheil anrichten ohne Ende und ohne Einsicht und die Weltgerichte austricksen und der gleichen... und aufgrund seines "lediglichen Glaubens" an "den HERRN, HERRN" dann auch nach seinem leiblichen Tod noch ins Paradies gelangen...

    Jemand der sich Christ nennt, aber nicht der Weisung "des Weges" in Mt 7,12 (nach)folgt nach bester Muehe und Gewissen und "Selbstreflektion" ist in meinen Augen ein "Pseudo-Christ"... kein "echter Nachfolger des Weges" ... sein "HERR HERR Bekenntnis" wird ihm da einfach nichts bringen...


    Eine weitere Stelle wo der Kern des Karmas eindeutig und klar ausgesprochen wird steht gleich ueber der gerade behandelten Mt 7,12 Stelle (passender Weise), naemlich: Mt 7,1:

    "... mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden"

    Das ist nichts anderes als das was Karma bedeutet... der Kern dessen.... direkt und unmissverstaendlich von Jesus selbst gelehrt.


    Ist gibt noch viele andere Stellen im NT die dieses Prinzip des Karmas immer und immer wieder wiederohlen und betonen und ebenso auch immer wieder mit dem Eintritt in das Himmelreich als Abghaengigkeit darstellen.

    Kann jedem nur empfehlen sich diese Stellen durch zu lesen und sie ernst zu nehmen...

    "Saat und Ernte" = Karma = "Goldene Regel" sollte man echt nicht ignorieren oder als nur "nice to have" betrachten...
    Geändert von net.krel (01.08.2015 um 18:18 Uhr)


 

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