Ersten Teil des Satzes seh ich auch so. Zumindest vom Prinzip her.
Beim zweiten Teil seh ich es nur zur Haelfte so. Nachfolge bedeutet eben auch "Schritte zu gehen"... auch die "Schritte" aus "der Suende" hinaus.
Und im NT gibt es nebst den disbzgl.en "extrem paulinischen Auslegungen die vom einem 'Glauben alleine' sprechen" auch noch andere Stellen die dazu aufrufen schon auch selbst den Weg aus der Suende heraus zu gehen... mit den Geist Gottes als Hilfe. Johannes und Jakobus Briefe zB und natuerlich auch Jesus in seinen Gleichnissen wo er warnt davor "stehen zu blieben"...
Wo uebrigens gerade die sog. "Reform-Theolog(i)en" ihre "Doppelte Praedestinations [irr]Lehre" ableiten... aus solchen Versen der Paulus-Briefe.
Am Ende kommt bei diesen extremen Verzerrungen dann raus:
"Gott hat von Anbeginn der Welt vorherbestimmt, wer "den Glauben" erhaelt und wer nicht. Wer den Willen dazu hat und wer nicht. Wer Glaubt, der wird gerettet. Wer nicht, der wird ewig Verdammt. Und der Mensch kann von sich aus weder fuer noch gegen was tun.. es ist Gottes Suveraen welches das allein (vorher)Bestimmt(e). Die Ton-Gefaesse, die zur "Verdammnis" [von Gott] vorherbestimmt wurden, brauchen sich auch deswegen nicht beschweren... denn seit wann beschwert sich der Ton beim Toepfer?! Das ist das Zentrum des Christlichen Glaubens..." etc pp...
Luther ging da in diese theologische Richtung und die sog. "Reformer" nach ihm habens dann noch mehr pervertiert...
Paulus, selbst ein "Extremer und ganz Eifriger" durch und durch, bietet da natuerlich anderen "Extremen" eine gute Steilvorlage fuer solche "Konstrukte"...
Ich habs ja schon mal gesagt: Paulus Ansichten sind in meinen Augen nicht mehr und nicht weniger relevant als eine jegliche andere Ansicht von Menschen die auf der Suche bzw. Weg Gottes sind und schon ein Stueck vorangekomen sind dabei.
Paulus aber mach ich nicht zum Gott. So wie die meisten es [eher unbewusst] aber tun in dem sie seine Briefe [mit]einkategorisier[t]en als "absolut gueltiges irrtumsloses Wort Gottes".
Paulus war selbst noch auf dem Weg.... so wie wir.
Und Paulus hat das Ziel noch lange nicht erreicht gehabt.
Und "den Preis" des "Leben in Gottes Herrlichkeit" hat auch er noch nicht "in der Hand gehabt"...
Er hat sich sicherlich bemueht. Er setzte sicherlich alles daran, so wie wir, das Ziel zu erreichen. Das gestehe ich ihn voll und ganz ein.
Und so sollten wir uns nicht nur uns gegenueber, sondern auch Paulus gegenueber verhalten ... dass wir alle, er und wir, auf den Weg noch sind und das Ziel noch nicht erreicht haben.
Und das sage nicht [nur] ich... das sagt Paulus selbst:
"Dabei ist mir klar, dass ich dies alles noch lange nicht erreicht habe, dass ich noch nicht am Ziel bin. Doch ich setze alles daran, das Ziel zu erreichen, damit der Siegespreis einmal mir gehört, wie ich jetzt schon zu Jesus Christus gehöre. 13 Wie gesagt, meine lieben Brüder und Schwestern, ich weiß genau: Noch habe ich den Preis nicht in der Hand. Aber eins steht fest: Ich will alles vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir. 14 Mit aller Kraft laufe ich darauf zu, um den Siegespreis zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit. Denn dazu hat uns Gott durch Jesus Christus berufen. 15 Wir alle, die wir auf dem Weg zum Ziel sind,1 wollen uns so verhalten. Wenn ihr in dem einen oder anderen Punkt nicht meiner Meinung seid, wird Gott euch noch Klarheit und Einsicht schenken.' (Phil 3,12)
Alleine diese Aussage von Paulus spricht dagegen dass es sich mit "dem Glauben *allein* an das Suehnopfer Jesus" getan hat... weil sonst wuerde Paulus nicht das Geschrieben haben sondern eher so schreiben wie @Ed :-) der ja anscheinend meint "nur noch auf Gottes Rettung passiv im Glauben warten zu muessen" :-)
@Padma... damits nicht zu lange wird beende ich grad... Aber ich hab Deinen ganzen Beitrag mit interesse gelesen und geh evntl. spaeter gern noch darauf ein.




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