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Hybrid-Darstellung

  1. #1

    Standard

    Da anscheinend eine ziemliche Unklarheit über den Erlösungsbegriff im Buddhismus vorliegt, hier ein kurzer Auszug von einer ganz einfach erklärten Seite (für Teens ;-)):

    Erlösung vom Leiden

    In den meisten Religionen stellt die Erlösung des Menschen aus den Nöten und Begrenzungen irdischer Existenz das oberste Anliegen dar. Im Christentum meint Erlösung die Befreiung von Sünde und Schuld oder die Vergebung eines liebenden und barmherzigen Gottes. Anders im Buddhismus: Da dieser ohne Gott auskommt und auch keinen eigentlichen Sündenbegriff kennt (er spricht lediglich von “heilsamen” und “unheilsamen” Taten, die den Menschen in seiner Entfaltung fördern oder behindern), hat “Erlösung” eine von Grund auf andere Bedeutung. “Erlösung” meint im Buddhismus keine göttliche Errettung oder Gnadengabe, sondern die Preisgabe aller an die Welt haftenden Faktoren, das innere Freiwerden (das Loswerden oder sich Losbinden) von äußeren Eindrücken (Trugbildern) und vermeintlichen Notwendigkeiten.
    Wem dies gelingt, erreicht den Zustand des Nirvana. Nirvana heißt “Verlöschen” und meint das Verlöschen all dessen, was uns an die Welt bindet (Ich-Sucht, Gier, Hass und Ignoranz) Nirvana ist kein göttliches Geschenk, keine ewige Verheißung, kein Himmel, kein ewiges Paradies. Es ist ein Zustand der Zustandslosigkeit, in dem es im Verblassen aller Wünsche und Begierden nichts mehr zu erreichen gibt. Also kennt der Buddhismus kein Jenseits (Himmel oder Hölle) und kein ewiges Leben in einer anderen Welt, denn Leben ist gebunden an Geburt und Tod, so dass ein “ewiges Leben” als ein Widerspruch in sich selbst gesehen wird. Dem Buddhismus geht es um die Überwindung all unserer Wünsche, Illusionen und Begehrlichkeiten, nicht um ein fiktives Fortleben in anderen, überweltlichen Sphären

    (aus:
    http://www.buddhateens.org/erlosung-vom-leiden/).
    Es geht also nicht um das Anhäufen von gutem Karma in vielen guten Werken, wie hier in den letzten Beiträgen zT zu lesen war.

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von Padma Beitrag anzeigen
    Da anscheinend eine ziemliche Unklarheit über den Erlösungsbegriff im Buddhismus vorliegt, hier ein kurzer Auszug von einer ganz einfach erklärten Seite (für Teens ;-)):



    Es geht also nicht um das Anhäufen von gutem Karma in vielen guten Werken, wie hier in den letzten Beiträgen zT zu lesen war.
    Buddhismus, Yogietum und Christentum ist alles einunddaselbe. Es gibt nur eine Realität. Diese kann man, wenn man total verblendet ist, überhaupt nicht erkennen, oder eben etwas, oder klar.

    Das Leiden hat bei allen Menschen die gleiche Ursache. Ganz gleich, in welchem Volk er geboren ist, oder welcher Religion er angehört oder gar keiner.
    Ich denke, dem müssten alle zustimmen, sonst ist gar keine Verständigung möglich.
    Wenn das so ist, so müssen nur die Ursachen beseitigt werden, damit Glück und wahres, d.h. ewiges Leben in Erscheinung treten.
    Ein Yogie und ein echter Buddhist beseitigen erfolgreich die Ursachen des Leidens und erlangen so ewige Glückseligkeit (Moksha, Nirvana), das gleichzeitig ewiges Leben ist (denn beide gehen ja davon aus, dass der Mensch mit dem Tod nicht vernichtet ist).
    Christen warten aber darauf, dass ein anderer ihre Leiden beseitigt. Da sie nichts von Reinkarnation wissen, meinen sie, die Befreiung geschehe durch den physischen Tod. Nichts dergleichen lehrt die Bibel.
    So leben viele Christen in einer Illusion.
    Das muss eben eine Reformation klar aufzeigen. Sonst kann keine positive Veränderung eintreten.

    LG,
    Digido


 

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