Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
Interessant ist auch noch folgendes:

Jesus hinterlies kein einziges von ihm verfasstes Schriftstueck.
Mußte er auch nicht, denn es stand bereits alles geschrieben.

39 Ihr forscht in der Schrift, weil ihr meint, durch sie das ewige Leben zu finden. Aber gerade die Schrift weist auf mich hin.
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben? (Joh. 5)

Das NT beschreibt Jesus - ausnahmslos - als jemand der seine Juenger und Nachfolger zu Lebzeiten muendlich lehrte
Gemäß dem, was in der Tanax geschrieben steht.

oder nach seinem leibliche Tod "von Geist zu Geist"...
Nur die, die sich an sein überliefertes Wort hielten.

15 Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten;
16 und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit,
17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
24 Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
25 Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weile.
26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Joh. 14)

Also, erst das Wort halten, dann kommt der persönliche Kontakt.

Oder aber auch Paulus, welcher Jesus nie leiblich begegnet ist sondern aussschlieslich rein geistig-inneren "Kontakt" hatte (laut seinen[?] Briefen und laut der Apostelgeschichte)...
1 Saulus aber schnaubte immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn, ging zu dem Hohenpriester
2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er einige, die des Weges wären, fände, Männer wie auch Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führe.
3 Als er aber hinzog, geschah es, dass er sich Damaskus näherte. Und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht aus dem Himmel;
4 und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
5 Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
6 Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst!
7 Die Männer aber, die mit ihm des Weges zogen, standen sprachlos, da sie wohl die Stimme hörten, aber niemand sahen. (Apg. 9)

Es war also kein geistg-innerer Kontakt, sondern ein physikalisch-äußerer.

17 Es geschah mir aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, dass ich in Verzückung geriet
18 und ihn sah, der zu mir sprach: Eile und geh schnell aus Jerusalem hinaus! Denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen.
19 Und ich sprach: Herr, sie selbst wissen, dass ich die an dich Glaubenden ins Gefängnis werfen und hin und her in den Synagogen schlagen ließ5;
20 und als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, stand auch ich dabei und willigte mit ein und bewachte die Kleider derer, die ihn umbrachten.
21 Und er sprach zu mir: Geh hin! Denn ich werde dich weit weg zu den Nationen senden. (Apg. 22)

Und das war eine Erscheinung, wie bei den Propheten.

Und kurz vor seiner Ermodung, als ihn seine Juenger fragten, was sie denn dann ohne ihn nur tun sollten, antwortete Jesus [laut Johannes Evangelium] nicht(!) lest in der kommenden Bibel ueber mich nach und dann wisst ihr alles, sondern:

"...der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe" (Joh 14,26)
Du bist ein Falschspieler. Gerade hier, wie ich oben zitiert habe, stellt Jesus, als Bedingung für den Empfang des Heiligen Geistes, das Halten des Wortes.
Welches Wortes, wenn man den Geist noch nicht hat? Des überlieferten, mündlich und schriftlich.

Waere Jesus dieser Schrift- respektive Bibelfundamentalist gewesen, wie ihn Du Dir entsprechend Deiner persoenlichen Anschauung ausmalst, haette er so etwas nie geantwortet... sondern viel mehr so etwas:

Zitat von ed
... in der Bibel ist alles, was Got uns von sich offenbart hat. Mehr gibt es nicht.





Hat er aber (laut Joh Evangelium) nicht...
Hat er doch. Er hat auf sein Wort verwiesen, das sie von ihm gehört hatten.
Und nach seiner Auferstehung öffnet er ihren Sinn zum Verständnis der Schrift.

44 Er sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses und in den Propheten und Psalmen.
45 Dann öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verständen,
46 und sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten (Lk. 24)


Wozu, wenn die Schrift jetzt überflüssig ist?

Stattdessen sagte er abschliesend vor seinem Tod vielmehr:

"Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen." (Joh 16,12)
Das aber alles im Gesetz und den Propheten geschrieben steht. Man muß es nur richtig verstehen. Wozu damals die Menschen noch nicht bereit waren.

Das Johannes Evangelium endet mit dem Satz:

"Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt würde die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären" (Joh 21, 25)
Ob man zwei Vorfälle geschildert hat, wo Jesus Kranke heilte, oder zweihundert, spielt keine entscheidende Rolle.
Alles notwendige steht geschrieben.

Zusammengefasst kann man sagen:
Jesus hinterlies uns kein NT sondern er bevorzugte dass die Menschen den "inneren Kontakt" zu Gott (wieder?) erlernen moegen...
Und dieses Erlernen geht nur durch das Forschen in der Schrift. Wenn man die Schift hat.
Es ist eine andere Sache, wenn man die Schrift nicht hat, aber den Kontakt mit Gott sucht. Der kann ihn finden auch ohne der Schrift.
Wer aber die Schrift hat, sie aber nicht ernst nimmt, oder sie ablehnt, weil einem das in ihr geschriebene nicht paßt, der findet keinen Kontakt zu Gott.

Also merkwuerdiger weise genau das, wo ich immer und immer wieder auf heftigsten Widerstand treffe... um so (Bibek)Fundamentalistischer umso heftiger... sieht man ja an unseren Dialog recht deutlich find ich...

Wer koennte wohl nur was dagegen haben "Gottes Wort" und somit Fuehrung, direkt zu "empfangen"?

Eingentlich muesste sich jeder Christ doch freuen wenn man den direkten Kontakt zu Gott vertritt anstatt im Gegensatz dazu "aus zweiter Hand"...
Es wird nicht gegen den direkten Kontakt mit Gott gestritten, sondern gegen den Weg zu diesem Kontakt.
Bei uns ist er durch das Wort Gottes.
Bei dir aber durch eigene Einbildung.

Wobei die Bibel (inkl. NT) noch nicht mal aus zweiter Hand sondern letztendlich aus "unbekannter Hand" uns ueberliefert wurde... denn wir wissen nicht durch wieviel "Muender" und "Revidierer" die Saetze der gesamten Bibel erst gegangen sind bis diese uns so vorliegen wie sie es heute tun... aber was fest steht ist dass alles um einiges mehr als nur um "2 Ecken" ueberliefert wurde...
Geplapper des Ungläubigen.

Hitler ließ die Bibel für seine Ideologie umschreiben. Was hat es gebracht? Kennst du diese umgeschriebene Bibel?
Die gibt es nicht. Alle einzelne Fragmente befinden sich in irgendwelchen Archiven.

Wie sollen dann irgendwelche einzelne Menschen die tausende Exemplaren der Bibel verändert haben können?
Bereits zu Jesu Zeit gab es Tausende und abertausende Synagogen.
Und in jeder Synagoge war ein komplettes Satz der Schriften der Tanach. Die meistens in derselben Synagoge auch kopiert wurden, wenn eine Schriftrolle erneuert werden mußte.
Sollte dieser Schreiber irgendwas im Text ändern, wäre es sehr bald an den Tag kommen.
Denn bei den Juden wird die Tora jedes Jahr ganz durchgelesen. Dann findet ein Fest statt. Und das Lesen der Tora fängt von neuem an.
So hat jeder Jude die ganze Tora in seinem Leben zig mal gehört, und selbst gelesen. Denn ab 12-13 Jahren darf ein jüdischer Knabe in der Synagoge aus der Tora öffentlich vorlesen.
Wie soll da ein einzelner Mensch in der Schrift irgendwas ändern können? Was sich dann im ganzen Judentum sehr rasch verbreiten soll.
Das ist einfach unmöglich.

Aber den Ungläubigen ist das egal. Haupsache irgendeinen Blödsinn behaupten, und selbst daran glauben, ohne viel nachzudenken.

Wie Kardinal Faulhaber gesagt hat: "Es ist unglaublich, was die Ungläubige alles glauben müssen."

Unsere beiden Positionen koennten man in aller Kuerze so zusammenfassen:

Du vertrittst eine "indirkete Verbindung" zu Gott... eben durch den Bibelfundamentalismus...

Und ich vertrete primaer die direkte Verbindung zu Gott...
Nen. Sonern ich vertrete einen legalen Weg zum direkten Kontakt mit Gott, durch die Tür, b.z.w. durch das Tor.
Du aber vertrittst einen illegalen Weg, über den Zaun.