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Thema: Nondualität

  1. #11

    Standard

    @ net.krel

    das "Thomas- Evangelium" ist mir nicht gut genug bekannt, muss ich zugeben.

    Ich erinnere mich, das aber das eins- zwei oder drei (Trinität ?) in meiner Kommunikation mit Christen meist nicht in mein Verstehen passte, weil ich diese religiöse Aufspaltung nicht verstehe.
    Daher betrachte ich mich, auch wenn ich all diese Bücher kenne und versuche zu verstehen (und sie wahrscheinlich einfach anders lese), eher als Gast in einem christlichen Forum. Danke dass ich hier sein kann und lernen darf.
    Aber ich möchte da auch keine "alten Streitthemen" unter Christen hervorrufen.

    soweit ich weiß, ist Nondualität "religionsübergreifend", überall zu entdecken, oder irre ich?

    Ich war lange nicht mehr hier, muss mich erst wieder zurecht finden.

    firefly
    denn wieviel von dem, was ich heute weiß, hätt` ich lieber nie gesehn....

  2. #12

    Standard

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Digido- "löchern" kannst du mich gern im Sinne von Fragen stellen, aber ich werde dir nicht auf alle deine Fragen Antworten geben können, befürchte ich.

    Ja, ich habe/hatte einen "Lehrer" , dem ich viel verdanke.

    Meine Erfahrungen haben mich ruhiger werden lassen, mich gelehrt, Dinge los zu lassen. Keinen "Gegensatz" überall sehen zu müssen ,sondern mit einem größeren Blickwinkel zu "sehen", so erinnere ich mich, war so der Startpunkt, als mich mein "Lehrer" "fand" in einem Tal.

    Im Alltag bin ich Mensch wie jeder andere, aber wohl zunehmend interessierter an dem, was mich umgibt und höre lieber zu, statt zu erklären oder zu schreiben.
    Hallo firefly,

    danke für Deine Auskünfte!

    "heiterer" im Alltag zu werden, ist nicht mein Ziel.
    Auch nicht glücklicher? - Aber ich denke doch, dass Deine jetzige Haltung zu beidem beiträgt.

    Ich suche nicht mehr, seit ich vor doch schon einigen Jahren begann zu lernen, aber ich entdecke.
    Ja.
    Meist befreiend, manchmal aber zugegeben auch "schwere Kost", aber beides gehört zusammen.
    Was würdest Du z.B. als "schwere Kost" bezeichnen?
    ( im Sinne von erkennen und verstehen lernen) hinterlassen immer nur Freiheit, Ruhe, Freude, oder nicht?)
    Ich dachte eigentlich, ja. Kannst Du ein negatives Beispiel nennen?
    Warum interessiert dich dieses Thema? wenn ich dich fragen darf?

    firefly
    Grundsätzlich interessiert mich alles, was mit Spiritualität oder dem menschlichen Leben zusammenhängt. Ich hatte vor längerer Zeit Begegnungen mit non-dualistischer Literatur und ein- zweimal auch mit Lehrern, wie Samarpan, Arthur und noch einem anderen, dessen Name mir nicht einfällt (fängt mit "M" an). (Eben noch eingefallen: Madukar!)
    Was sie allgemein oder auf die Fragen von Zuhörern gesagt haben, hat mich nicht sehr beeindruckt (obwohl ich die Wahrheit ihrer inneren Haltung anerkennen konnte). Sie schauen einen ja längere Zeit in die Augen. Die Folge war in meinem Fall bei Arthur bis in den nächsten Tag hinein sehr positiv, während das bei meinen beiden Mitbesuchern nicht der Fall gewesen zu sein schien (haben sich vielleicht gewehrt), denn nach der Veranstaltung unterhielten sie sich, wie immer, über alles mögliche, während in mir eine Ruhe und Frieden war, sodass ich gar keinen Anlass sah, sich noch über etwas zu unterhalten. Jetzt hatte ich ja, was ich suchte.

    Lg,
    Digido

  3. #13

    Standard

    Ja (@Firefly) ... das Thomasevangelium ist eher unbekannt und von den beiden "Federfuehrenden Grosskirchen" auch offiziell nicht anerkannt.

    (was mich persoenlich aber nicht stoert... denn was diese beiden anerkennen oder nicht-anerkennen, spielt bei mir keine Rolle)

    Ich erwaehnte die Verse nur... um zu zeigen dass gemaess diesem Evangelium Jesus auch ein Lehrer der Non-Dualitaet war.

    Bis auf die sehr wenigen Mystiker im Christentum... ging diese Lehre... ja, diese elementare Kernlehre... im Christentum komplett unter.

    Vergessen wir nicht: Gemaess der Aussage von Jesus (im Thomas-Evagnelium) ist das Erreichen des Bewusstseins der Nun-Dualitaet ... Vorraussetzung um in das Reich Gottes einzugehen.

    Dass diese Lehre im offiziellen Christentum komplett Unbekannt ist (geworden ist, in laufe der Zeit) ... spricht fuer sich.


    Ich hatte einmal (aber schon viele viele Jahre her) die Erfahrung der Non-Dualitaet gemacht. Das war zu einem Zeiptunkt wo mir genau das gefehlt hatte um weiter zu kommen.

    Das geht einher mit einer neuen... einer ziemlich neuen Identifizierung. (Eben ein Paradigmenwechsel)

    Vorher kannte man nur... dass man ein koerperlicher Mensch sei.

    Danach aber wusste man... dass man viel mehr ist. Und sogar auch noch viel mehr ist, als die Seele. (da diese auch noch eine begrenzte Form ist... wenngleich natuerlich feinstofflicher Natur)

    Man ist in der tiefsten Wurzel seiner Identitaet... oder anders gesagt: Man ist in seinem tiefsten Sein... Eins mit Gott.

    Und es gibt kein Ausserhalb Gottes und auch kein Getrennt-Sein Gottes... und ueberhaupt gibt es keine Trennung von nichts und niemanden und etwas.

    Ja... es macht fuer mich absolut Sinn, im Vers 22 des Thomas Evangelium, wo Jesus wie folgt zitiert wird:

    "Wenn ihr die zwei zu einem macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere [...] dann werdet ihr in das Königreich eingehen"

    Ich bin mir Sicher... Jesus meinte genau dieses Bewusstsein: Die Erkenntnis dass man in Wahrheit Eins mit Gott ist.

    Was wiederum nur via Non-Dualitaet erreicht werden kann.
    Geändert von net.krel (03.07.2021 um 09:31 Uhr)

  4. #14

    Standard

    oh moment...
    Den Begriff "negativ" möchte ich, wenn du erlaubst, schnell aus den Gedanken löschen.
    Ich habe es wohl so ausgedrückt und anders gemeint.

    Negativ ist nichts an den Erfahrungen, kann es für mich nicht.

    "Schwere Kost" ist nicht negativ im Sinn von "schlecht" gemeint.
    Es bedeutete mehr und mehr auf zu geben, loszulassen. Das betraf lange Zeit meine "duale Sicht" aus dem vertraut geglaubtem Bahai.
    Ich suchte nach Einheit, machte aber die Erfahrung, das irgendetwas mich fast zum Stillstand brachte.
    Es galt los zu lassen, ziehen zu lassen, mein Ringen um Stille und Verstehen.

    Die Wurzel blieb gleich aber ich bekam eine andere Wahrnehmung.
    Das führt oft zu Verwirrung.
    Aber da ist nichts "negatives" denn wo ich loslasse, verschmelze ich.

    firefly
    denn wieviel von dem, was ich heute weiß, hätt` ich lieber nie gesehn....

  5. #15

    Standard

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    Es bedeutete mehr und mehr auf zu geben, loszulassen.
    Hallo firefly,
    ja, nur durch Loslassen entwickeln wir uns weiter...
    Das betraf lange Zeit meine "duale Sicht" aus dem vertraut geglaubtem Bahai.
    Da hast Du doch in Net.krel einen Bundesgenossen! Er (Hallo Net.krel) ist (war) auch Bahai!
    Ich suchte nach Einheit, machte aber die Erfahrung, das irgendetwas mich fast zum Stillstand brachte.
    Du identifiziert dich jatzt auch mit dem Urgrund? Einssein mit Gott?
    denn wo ich loslasse, verschmelze ich.

    firefly
    sehr schön!

    LG,

    Digido

  6. #16

    Standard

    Zitat Zitat von Digido Beitrag anzeigen
    Da hast Du doch in Net.krel einen Bundesgenossen! Er (Hallo Net.krel) ist (war) auch Bahai!
    Ohh... das wusst ich noch gar nicht :-)

    Also rein foermlich, offiziell... war ich nie Mitglied der Bahais.

    Bin aber mit den Bahai-Lehren vertraut und stimme ihnen auch zu.

    ok.. bis auf eine Sache vieleicht: Die Bahais verneinen Reinkarnation. Was mich persoenlich zwar nicht stoert... aber bei mir faengt es bei Reinkarnation quasi erst an :-)

    Und ich halte es auch fuer einen schweren Fehler ... Reinkarnation zu verneinen... vor allem nach all den Forschungsergebnissen auf diesen Gebiet... die sie Eindeutig bestaetigen.

    Zudem hat sich bei den Bahais so eine Art "Vatikan" ... etnwickelt ("das universelle Haus der Gerechtigkeit") ...

    Sie streiten es zwar ab dass es nicht zu vergleichen sei mit dem klerikalen Vatikan der RKK... aber das seh ich auch anders.

    Und den Klerikern dort ... bei diesen bezweifle ich dass sie im Geiste Baha'ula und Abdul'Baha agieren. Und somit auch nicht im Geiste von Jesus Christus.

    Daher war ich also offiziell noch nie Mitglied der Bahaigemeinde... da ich ihren "Vatikan" ablehne.

  7. #17

    Standard

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Ohh... das wusst ich noch gar nicht :-)
    Hallo net.krel,

    ich hatte so in Erinnerung, dass Du mit ihnen sympathisiertest.
    Also rein foermlich, offiziell... war ich nie Mitglied der Bahais.
    Das hatte ich auch nicht erwartet.
    Bin aber mit den Bahai-Lehren vertraut und stimme ihnen auch zu.

    ok.. bis auf eine Sache vieleicht: Die Bahais verneinen Reinkarnation. Was mich persoenlich zwar nicht stoert... aber bei mir faengt es bei Reinkarnation quasi erst an :-)
    Wenn sie Reinkarnatiuon verneinen, haben sie wirklich ein großes Manko!

    Und ich halte es auch fuer einen schweren Fehler ... Reinkarnation zu verneinen... vor allem nach all den Forschungsergebnissen auf diesen Gebiet... die sie Eindeutig bestaetigen.
    So isses!
    Zudem hat sich bei den Bahais so eine Art "Vatikan" ... etnwickelt ("das universelle Haus der Gerechtigkeit") ...

    Sie streiten es zwar ab dass es nicht zu vergleichen sei mit dem klerikalen Vatikan der RKK... aber das seh ich auch anders.

    Und den Klerikern dort ... bei diesen bezweifle ich dass sie im Geiste Baha'ula und Abdul'Baha agieren. Und somit auch nicht im Geiste von Jesus Christus.

    Daher war ich also offiziell noch nie Mitglied der Bahaigemeinde... da ich ihren "Vatikan" ablehne.
    Wie bei allen organisierten Religionen. Nichts Neues...

    LG,
    Digido

  8. #18

    Standard

    Baha'ula und sein Sohn hatten angekuendigt... dass einmal eine Zeit kommen wird, wo die Menschheit in Frieden und Harmonie leben wird.

    Und dass bei internationalen Streitfragen kein Krieg mehr als letztes Mittel angewandt wird, sondern eben ein "Universelles Haus der Gerechtigkeit" welches den Streit schlichtet.

    Persoenlich glaub ich auch daran dass diese Zeit einmal kommen wird... (sie ist ja noch nicht da) ... aber das ist ein natuerlicher Entwicklungsprozess.


    Die Bahaigemeinde hat sich dieses "Universelles Haus der Gerechtigkeit" jedoch jetzt schon aufgesetzt (natuerlich wird es international nicht anerkannt)

    Obwohl die Zeit dazu noch gar nicht reif ist. Selbst Abdul'baha hatte seinerzeit gesagt dass es noch zu frueh dazu ist.

    Denn erst muessen ein paar andere Angelegenheiten erreicht werden.

    zB die Gleichberechtigung von Mann und Frau. (International)

    Und auch die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Spiritualitaet.
    (beides stellt naemlich in Wahrheit kein Widerspruch dar)

    Ebenso muss das internationale Massenbewusstsein erkennen... dass in Wirklichkeit alle Menschen eine Familie sind da wir alle die gleiche Lebensquelle (Gott) haben.

    Religionen muessen als sich gegenseitige unterstuetzende Hilfen angesehen werden... und nicht, wie aktuell, als Konkurenten.

    Erst dann... wenn obiges (und noch ein paar andere Dinge mehr, zB das Verschwinden der Korruption, und dass der Mensch in erster Linie ein Geistwesen ist, zB) erreicht wurde...

    Erst dann kann Weltfrieden entstehen und soetwas wie ein international anerkanntes "Haus der Gerechtigkeit" aufgesetzt werden...

    In diesem Wahrhaftig Gotterleuchtete Menschen agieren (was aktuell natuerlich nicht der Fall ist) und ihre Empfehlungen bei Streitfragen aussprechen.
    (internationaler Streit wird natuerlich aber zeitgleich einhergehend auch immer weniger und weniger werden)

    Vorher aber macht es keinen Sinn.


    PS: Aktuell sind im "Universellen Haus der Gerechtigkeit" auch keine Frauen waehlbar. Das ist ein eindeutiges Zeichen dass die Macher dort die eigene Lehre brechen und wie der Vatikan ein klerikales Patriachen-System ist.
    Geändert von net.krel (18.07.2021 um 05:46 Uhr)

  9. #19

    Standard

    Du identifiziert dich jatzt auch mit dem Urgrund? Einssein mit Gott?
    @Digido
    auch wenn ich befürchte, dass so mancher eine Antwort darauf anders verstehen könnte, als ich sie meine, will ich versuchen zu beantworten, so einfach es geht.
    Ich nehme an, Du fragst nach satori (oder kensho, als kleines satori im Selbst)?
    Ja , doch es ist nicht allein "verstehen" sondern "erleben", eintauchen in - aber ich denke, das führt hier zu weit, denn die Wege zum Urgrund sind für jeden Menschen individuell.
    Da mir schon einige Male entsetzte Gesichter begegnet sind, bin ich vorsichtig.
    Was ich damit nicht vermitteln möchte, ist, dass ich dem Göttlichen irgendwelcher Religionen die Göttlichkeit nehmen oder mich dem "gleich setzen" wollen würde.
    Ich bin vorsichtig mit Worten.

    @net.krel
    Weltfrieden und das "Haus der Gerechtigkeit" - ein scheinbar unerreichbares "Ziel", wenn man es aus dieser Wahrnehmung um zu setzen meint.
    Auch hier muss ich mit den Worten achtsam umgehen, denn zu be-urteilen, liegt mir fern.
    Kommt der Frieden nicht aus dem Ursprung, dem Innersten, dem was Wurzel des Lebens ist, bleibt es äußerliches Ringen und Einheit wächst nicht.

    Eine Einheit besteht nicht aus Unterschieden und irgendwelchen "Patriachischen Systemen". Eine Einheit ist.

    Im Ursprung sind keine Unterschiede, die trennen sollten.

    Siehst du alle Religionen als Konkurreten?
    denn wieviel von dem, was ich heute weiß, hätt` ich lieber nie gesehn....

  10. #20

    Standard

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen
    @Digido
    auch wenn ich befürchte, dass so mancher eine Antwort darauf anders verstehen könnte, als ich sie meine, will ich versuchen zu beantworten, so einfach es geht.
    Ich nehme an, Du fragst nach satori (oder kensho, als kleines satori im Selbst)?
    Ja , doch es ist nicht allein "verstehen" sondern "erleben", eintauchen in - aber ich denke, das führt hier zu weit, denn die Wege zum Urgrund sind für jeden Menschen individuell.
    Da mir schon einige Male entsetzte Gesichter begegnet sind, bin ich vorsichtig.
    Was ich damit nicht vermitteln möchte, ist, dass ich dem Göttlichen irgendwelcher Religionen die Göttlichkeit nehmen oder mich dem "gleich setzen" wollen würde.
    Ich bin vorsichtig mit Worten.
    Hallo firefly,
    danke für Deine erhellende Antwort. Nein, bei mir musst Du nicht vorsichtig mit den Worten sein. Für mich ist es selbstverständlich, dass wir alle Eins mit dem Urgrund, der Buddha-Natur mit Christus sind.
    Da Du die japanischen Begriffe benutzt, nehme ich an, dass Du mittels Zen zum Satori gelangt bist? Ja, natürlich soll dieses Einssein nicht bloße Erkenntnis, sondern Erfahrung sein.
    Da ich selbst Zen niemals geübt habe, möchte ich deshalb fragen, ob das von Dir erlebte Satori eine anhaltende Glückseligkeit ist, oder ob sie auch immer wieder erneuert werden muss?

    LG,
    Digido


 

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