Heda User Zeuge! Heda User Kindgottes!
Ich mische mich nicht in Eure Diskussion ein, sondern ich würde gerne was los werden. Vielleicht passt es in Euer Gespräch, vielleicht nicht, denn ich bin so frech und schreibe, ohne alles gelesen zu haben.
"Dem Namen nach lebst Du, aber Du bist tot."
Wie ist es, wenn etwas tot ist, abgestorben ist? Dann ist es nicht mehr da. Man sieht es nicht mehr, kann es nicht mehr anfassen, es nicht mehr riechen - es ist in Vergessenheit geraten.
Ich denke, jeder von uns war einmal an dem Punkt, wo er das Leben in sich gefühlt hat oder auch in seinen Händen gehalten hat. Der Vater hält sein neugeborenes Kind in den Händen - zum allerersten Mal - und fühlt, "DAS IST ES! Das ist das Leben - das ist Neu und Alt in einem. Das bist Du und das bin ich."
Als Kinder stehen wir im Normalfall - egal, wie alt wir sind - unserem Vater zugeneigt gegenüber, weil es ein Bewußtsein dafür gibt, dass wir von ihm abstammen. Wir wissen, ohne den Vater wären wir nicht. Wir würden nicht existieren. In den ersten Jahren können wir es noch nicht artikulieren, sondern es ist einfach die Freude, die Überschwenglichkeit, die Liebe, die wir für ihn mehr und anders als für jeden anderen empfinden.
"Dem Namen nach lebst Du, aber Du bist tot."
Wir tragen, im Normalfall, den Namen unseres Vaters. Wir leben, im Normalfall, die Tradition unseres Vaters weiter. Wir stehen, im Normalfall, in Beziehung zu unserem Vater.
"Dem Namen nach lebst Du, aber Du bist tot."
Aber wo ist die Liebe hin? Wohin die Überschwenglichkeit? Sind wir nicht erwachsen geworden? Sind wir nicht in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen? Müssen wir uns nicht in einigen Bereichen von unserem Vater trennen und eigene Erfahrungen sammeln, etwas aus eigener Kraft schaffen?
... aber Du bist tot."
... Du bist tot."
... tot."
Warum bloss?



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