Lieber Albi, ich glaube du irrst dich da ein wenig. Nicht ich habe DAS Christentum zur Sprache gebracht, sondern du und zwar in einer Formulierung, die für mein Empfinden eine Trennlinie zwischen ProBeatrice und dem Christentum suggeriert, die es in der Form ja nicht gibt. Denn die Formulierung „[ist logischer] als das Christentum“ könnte ich (in Ermangelung einer eigenen sich auf Christus berufenden Tradition) ja noch auf die kirchliche Form beziehen, aber mit dem Zusatz „das in ein paar hundert Sekten zersplittert ist“ impliziert, dass ProBeatrice nicht „dazugehört“. Zumindest ich verstehe also deine Ausführung zu ProBeatrice nicht als eine Variante DES Christentums, sondern als Variante ZUM Christentum. Und das ist inhaltlich nun ja leider nicht korrekt.
Hm, natürlich ist es gut möglich, das Beatrice recht haben kann, ich dürfte mir da auch kein Urteil erlauben selbst wenn ich es könnte und wollte. Aber da Luther & co. Vor Beatrice existierten, wären sie wohl kaum ein Sektenableger von der geistigen Loge, es sei denn in der Biologie hätte sich mit der Umkehrung der Reihenfolge von "Stamm" und "Ableger" etwas grundlegend geändert. *g*
Selbstverständlich hast du recht. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie schriftlich überlieferte Botschaften in ihrem Sinn entstellt werden – wenn man dies nicht bereits als Unmöglichkeit in sein Glaubenskonstrukt einbindet. Aber woran machst du den unterschied an dem Verhalten des Vatikans und dem von Beatrice fest? Ich meine beide funktionieren letztlich als Mittler zwischen dem Menschen und Gott (oder soweit ich informiert bin bei Beatrice letzlich zwei wiederum vermittelnden Geistwesen), der ja sein Wissen bzw. die Interpretation seiner Botschaft nicht jedem einzelnen überlässt, sondern eben diese menschlichen Vermittler gebraucht. Und beinhaltet nicht jeder Kontakt über einen Dritten die Gefahr von Informationsbeschränkung? Natürlich finde auch ich die Bestrebungen des Vatikans nicht gut, wobei er leider bei weitem nicht die einzige Organisation ist, die so vorgeht – das findet man heutzutage leider viel zu oft. Aber kann man aus dem offensichtlichen Fehler einer Fraktion auf das Nichtvorhandensein derselben Fehler bei einer anderen schließen?
Wenn dir die Frage nicht zu persönlich ist – inwiefern?




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