Ergebnis 1 bis 10 von 46

Hybrid-Darstellung

  1. #1

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    4. Wenn der genetische Code eines Menschen durch dessen Verhaltensänderung geändert würde (also nicht nur dessen Keimzellen), so müssten diese "Meme" den veränderten Code praktisch in alle Zellen schreiben. Sie müssten also irgendwie zentralgesteuert werden.
    Oder aber diese "Meme" sind nochmal schlauer und wissen, in welchen Zellen diese Genänderung einen Vorteil bringt. Woher wissen sie das?

    5. Sollte es also zu einer Änderung in einem Menschen kommen (wozu es meines Wissens nach keinen Anhaltspunkt gibt), was wäre dann gewonnen im Falle von z.B. Down-Syndrom, Turner-Syndrom oder Klinefelter-Syndrom?
    In diesem Falle Turnersyndrom müsste ein X-Chromosom komplett kopiert werden.
    Im Falle von Klinefelter-Syndrom müsste ein X-Chromosom komplett vernichtet werden.
    Im Falle von Downsyndrom müsste das dritte 21. Chromosom komplett vernichtet werden.
    Aber die typischen Andersbildungen haben ja bereits stattgefunden!

    Sie können ganze genetische Kapitel so verändern, dass sie nicht mehr lesbar sind,...
    6. Was wäre, wenn die "Meme" sich irren und einen Genabschnitt unleserlich machen? Diese Gene sind in Jahrmillionen entstanden und mögen sich vielleicht in zukünftigen Generationen als nützlich erweisen.
    Sind denn dann die "Meme" so schlau, diese Genabschnitte wieder zu rekonsturieren?

    Was meint denn Dr. Blume dazu?
    Im Wikipedia steht übrigens über Epigenetik:
    Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.
    Wäre doch auch noch eine Aufgabe für Dr. Blume!
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  2. #2
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    Lieber KindGottes,

    ich bin mir nicht sicher, inwiefern deine Fragen zu dem von dir gewünschten Erfolg führen, auch wenn ich dein bemühen verstehe und schätze. Ich bin mir auch nicht sicher, inwiefern du die Antworten von zeuge an mich verfolgt hast. Ich sehe aber das Problem, dass Zeuge hier Ausschnitte aus (vermeintlich) wissenschaftlichen Arbeiten heranzieht, ohne wirklich ein Interesse an einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung zu haben. Vielmehr möchte er nach seiner Aussage darauf verweisen, inwiefern seine biblisch gewonnenen Ansichten sich nach und nach in der Wissenschaft andeuten (zumindest habe ich ihn so verstanden). Inwiefern das eine überzeugende Vorgehensweise ist, muss jeder für sich wissen, so oder so glaube ich jedoch, dass ihr nur schwer überein kommen werdet.

    Vielleicht aber ein paar vermittelnde Worte noch zur Sache. Evolution beziehst du recht deutlich auf den biologischen Sektor von Mutation und Selektion. Natürlich ist dieses Verständnis nicht falsch, wenn wir aber den Begriff weiter fassen und Evolution als Entwicklung verstehen, dann gibt es tatsächlich auch eine kulturelle Evolution in der Form, dass neben natürlichen Umweltfaktoren auch kulturelle und technische Entwicklungen die Evolution in der Form beeinflussen, dass neue Selektionsmaßstäbe entstehen (schon allein über die Rückwirkung von Kultur auf die Umwelt).

    Was die Idee der Meme betrifft, das steht auf einem anderen Blatt. Übrigens, Dr. Blume hat in Religionswissenschaft promoviert mit einer sehr interessanten Arbeit über Neurotheologie und ihre Grenzen und Chancen. Allerdings wollte auch er meines Wissens nach auch nie behaupten, dass sich die Kultur bzw. Gewohnheiten auf direktem Weg in Form von chemischen Veränderungen in den Genen einer einzelnen Person manifestiert.....

  3. #3
    Zeuge Gast

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    Die Medizin hat schon lange herausgefunden, daß die Chemie lange nicht alles ist.

    Selbstheilungskräfte und wie wir sie aktivieren
    Die Macht unserer Selbstheilungskräfte

    Dr. Doris Wolf - Diplom Psychologin, Psychotherapeutin

    Alle Aufgaben unseres Körpers sind aufeinander harmonisch abgestimmt. Wenn wir seelisch und körperlich gesund sind, dann herrscht in unserem Körper ein inneres Gleichgewicht. Diese innere Harmonie ist jedoch sehr empfindlich. Durch negative Gedanken und Gefühle gerät es sehr schnell durcheinander. Wenn dies unser Gehirn feststellt, dann schlägt es sofort Alarm. Es leitet dann Gegenmaßnahmen ein, die das Gleichgewicht wieder herstellen sollen. Unser Gehirn ist eine Art Überwachungsbehörde, die darauf achtet, dass einzelne Mitglieder nicht aus der Reihe tanzen.

    Unser Gehirn ist mit dem Heizungsthermostat unserer Wohnung vergleichbar. Wenn Sie den Heizungsthermostaten in Ihrer Wohnung auf 20 Grad eingestellt haben, dann gibt der Thermostat an die Heizung eine Nachricht, wenn die Raumtemperatur unter 20 Grad sinkt. Sie gibt der Heizung den Befehl, solange zu feuern, bis die Raumtemperatur wieder auf 20 Grad ist.

    Unser Gehirn ist eine Art Schaltzentrale, die mit jedem Organ und jeder Zelle unseres Körpers in ständiger Verbindung steht. Fällt ein Teil aus, dann registriert dies unser Gehirn. Es leitet sofort Maßnahmen ein, die zum Ziel haben, die Ordnung wieder herzustellen.

    Wenn wir uns beispielsweise in den Finger schneiden, dann registriert dieses unser Gehirn. Es schickt sofort an die Unfallstelle eine Truppe weißer Blutkörperchen, die die Aufgabe haben, eindringende gefährlich Keine abzuwehren und zu vernichten. Damit wir nicht verbluten, verengen sich die Blutgefäße an der Unfallstelle und das Blut gerinnt. All dies und noch viel mehr geschieht ohne unser Zutun und ohne, dass wir die ganze Hektik in unserem Körper bemerken.

    Wenn wir stürzen und uns einen Knochen brechen, dann läßt unser Körper diesen Knochen wieder zusammenwachsen. Er tut dies ganz ohne fremde Hilfe. Alles, was ein Arzt tun kann, ist dass er einen Gipsverband anlegt, damit der Knochen gerade und nicht schief zusammenwächst. Unser Körper ist es jedoch, der diesen Knochen wieder zusammenwachsen lässt. Ja, unser Körper tut noch mehr. Er lässt den Knochen, an der Stelle, an der er gebrochen ist, kräftiger werden, so dass die Gefahr eines erneuten Bruches an derselben Stelle geringer ist.

    Jeder Arzt kann nicht mehr tun, als die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, damit die im Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte in Tätigkeit treten können. Ein Arzt kann eine Krankheit nicht heilen. Dies kann nur unser Körper.

    Da unser Körper in der Lage ist, sich selbst zu heilen, sagt man auch, dass wir einen inneren Arzt haben. Dieser verfügt über alle notwendigen Therapiemaßnahmen, um unseren Körper in einem gesunden Zustand zu erhalten oder ihn wieder gesund zu machen. Dieser innere Arzt bedient sich der Selbstheilungskräfte, über die unser Körper in großer Zahl verfügt. Dem englischen Arzt David Colemann zufolge sind die Selbstheilungskräfte unseres Körpers so wirksam, dass sie ohne fremde Hilfe mehr als 90% aller Krankheiten selbst überwinden können. Unser Körper verfügt über eine körpereigene Apotheke. Er hat die wichtigsten 30 bis 40 Medikamente, die man für die Heilung der verschiedenen Krankheiten benötigt, auf Lager. Bei Bedarf gibt er sie an unseren Körper ab.

    Unser Körper gleicht einer pharmazeutischen Fabrik, die Medikamente herstellt, die uns keinen Pfennig kosten. Unser Körper stellt sie kostenlos zur Verfügung. Wenn wir verstehen, uns dieser natürlichen Heilmittel zu bedienen, dann können wir nicht nur sehr viel Geld sparen, sondern bekommen auch keine Nebenwirkungen, wie bei vielen Medikamenten, die wir schlucken. Und wir vermeiden es, von den Medikamenten körperlich abhängig zu werden.

    Der Arzt Albert Schweitzer sagte, dass jeder Kranke in seinem Inneren einen Arzt besitzt. Da der Kranke dies nicht weiß oder er es nicht versteht, diesen inneren Arzt zu aktivieren, geht er zu einem Arzt und fragt diesen, was er tun könne. "Das Beste", so Albert Schweitzer, "was wir tun können, ist, diesem Arzt, der im Innern jedes einzelnen wohnt, eine Gelegenheit zur Wirkung zu geben".

    Der innere Arzt in uns reagiert jedoch sehr empfindlich auf negative Nachrichten. Wenn man die Hoffnung auf Genesung aufgibt, wenn man sich als hoffnungslosen Fall ansieht, dem nicht zu helfen ist, dann führt diese negative Erwartungshaltung dazu, dass man krank bleibt. Nur wenn man dieses Bild des hoffnungslosen Falles gegen ein eher optimistisches Bild austauscht, dann kann man gesund werden. Wer sich selbst aufgibt, ist verloren. Deshalb sagte Coué auch: "Jede Krankheit ist heilbar, nicht aber jeder Kranke". Er wollte damit klarmachen, dass wir Menschen selbst eine große Verantwortung für unsere Gesundheit tragen. Wenn wir nicht dabei mitwirken, wieder gesund zu werden, dann machen wir es unserem Körper sehr schwer oder gar unmöglich, wieder gesund zu werden.

    Umgekehrt können wir den inneren Arzt gleichsam zu Höchstleistungen anspornen, wenn wir uns positive und aufbauende Gedanken machen. Die wichtigste Voraussetzung zur Entfaltung unserer Selbstheilungskräfte ist der Glaube, gesund zu werden. Der Glaube kann zwar keine Berge versetzen, aber wir können uns durch ihn von selbst schwersten Krankheiten befreien.

    Eine aufsehenerregende Geschichte ereignete sich in den 50er Jahren. Zu der damaligen Zeit wurde ein Mittel gegen Krebs erforscht, in das man sehr große Hoffnungen setzte. Die Presse berichtete ausführlich darüber, dass wohl der Durchbruch geschafft sei. Ein Patient, der unter einer fortgeschrittenen Krebserkrankung der Lymphdrüsen litt, bat seinen behandelnden Arzt, dieser möge ihm doch dieses neue Mittel geben. Der Arzt willigte ein. Nach der Verabreichung des Medikaments ging es dem Patienten von Tag zu Tag besser. Nach kurzer Zeit verschwanden die Tumoren und der Patient konnte als geheilt entlassen werden. Als dann aber die Nachricht durch die Presse ging, dass das Medikament bei weitem nicht die Hoffnungen erfüllte, die man in es gesetzt hatte, ja dass es wirkungslos sei, erlitt der Patient einen schweren Rückfall. Sein Krebs kam wieder zum Vorschein. Dieses mal berichtete der Arzt dem Patienten, dass man nun ein Mittel gefunden habe, das ihn sicherlich heilen werde. Der Arzt gab dem Patienten mehre Spritzen, die nicht anderes enthielten, als Kochsalzlösung, eine völlig wirkungslose Substanz. Und wieder begannen sich die Krebszellen so weit zurückzubilden, dass der Patient als geheilt angesehen werden konnte. In beiden Fällen hatte der Glaube des Mannes, dass ihm geholfen werden kann, die Heilung bewirkt.

    So wie unser Glaube die Macht besitzt, unser Leben zu erhalten, so kann der Glaube auch unser Leben zerstören. Vielleicht haben Sie schon einmal von Vodoo gehört. Vodoo ist ein Zauber in manchen Naturvölkern, wie etwa bei den brasilianischen Indianern. Es gibt Stämme, die dem Medizinmann ungeheure Macht zusprechen. Sie glauben, dass sie sterben müssen, wenn der Medizinmann sie zum Tode verurteilt. Verurteilt ein Medizinmann ein Stammesmitglied zum Tode, da dieses eine Straftat begangen hat, auf die der Tod steht, dann stirbt dieses Stammesmitglied tatsächlich innerhalb von Stunden, ohne dass man eine Todesursache feststellen kann. Ein Arzt, der im Süden von Afrika praktizierte, beobachtete, dass Männer aus dem Bantu-Stamm im mittleren Alter innerhalb weniger Stunden gestorben sind. Man hatte ihnen gesagt, sie würden bei Sonnenuntergang sterben. Die Medizinmänner in den Naturvölkern bedienen sich des Glaubens der Eingeborenen. Die Eingeborenen sind davon überzeugt, dass der Medizinmann sie gesund machen könne. Gleichgültig, was der Medizinmann tut, ob er ein Zauberwort spricht, die guten Geister beschwört oder ein Mittel verabreicht, im Glauben der Eingeborenen helfen diese Mittel und deshalb werden sie auch gesund. Der Glaube, nicht die Worte oder die Medizin machen sie gesund.

    Eine Tageszeitung berichtete einmal über einen Mann, der versehentlich in ein Kühlhaus eingeschlossen worden war. Da es schon sehr spät war und der Mann wusste, dass niemand mehr bis zum nächsten Morgen kommen würde, wusste er, dass er sterben würde, da kein Mensch bei minus 30 Grad eine Nacht ohne entsprechende Hilfsmittel überleben kann. Dieser Mann schrieb deshalb einen Abschiedsbrief an seine Frau und seine Kinder. Am nächsten Morgen fand man den Mann tot auf. Dies verwunderte alle, da über Nacht die Kühlanlage ausgefallen war und dadurch die Temperaturen so niedrig waren, dass der Mann hätte eigentlich überleben können müssen. Dieser Mann starb an seinem Glauben, sterben zu müssen.

    Der Lebenswille eines Patienten hat einen enormen Einfluss darauf, ob dieser eine schwere Operation überlebt oder nicht. Menschen, die keinen Lebenswillen haben und sich aufgeben, haben viel schlechtere Chancen, als die die weiterleben wollen. Das wird sehr deutlich bei krebskranken Menschen. Fehlt der Lebenswille und resigniert der Kranke, dann hat er auch trotz modernster Techniken keine Überlebenschance.

    Ein amerikanischer Psychotherapeut, nach dem auch eine Therapiemethode benannt ist, Herr Moreno, sagte sich im Alter von 90 Jahren: "Ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte. Ich habe mein Leben gelebt. Nun will ich sterben". Herr Moreno war innerhalb weniger Tage tot. Jeder Gedanke ist eine Kraft.

    Wer sich positive und aufbauende Gedanken macht,
    der fördert seine inneren Selbstheilungskräfte.
    Wenn unsere Enstellung eine so große Macht über unseren Köper hat, warum soll sie dann nicht auch unser Genom verändern können?
    Geändert von Zeuge (27.04.2009 um 16:39 Uhr)

  4. #4

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    Zitat Zitat von Kasper Beitrag anzeigen
    Übrigens, Dr. Blume hat in Religionswissenschaft promoviert ...
    Habe ich schon angenommen.
    Danke!
    Danke auch für Deine Stellungnahme die sehr treffend ist.

    @Zeuge

    statt ellenlange Zitate reinzustellen, die niemand lesen will, und die nur den Server füllen, wäre eine Kurzfassung in eigenen Worten besser dazu kann ja denn noch ein Link sein, falls es jemand genauer interessiert.

    Zudem: ich war zur Zeit der Beulenpest in Indien.
    Ich habe viele Kranke gesehen.
    Weißt Du welch ein Segen moderne Antibiotika sind.
    Wie war es, als die Beulenpest hierzulande im Mittelalter ausbrach?
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Zeuge
    Wenn unsere Einstellung eine so große Macht über unseren Köper hat, warum soll sie dann nicht auch unser Genom verändern können?
    Nun ja, gerechterweise muss man natürlich zugestehen, dass dies nicht völlig undenkbar ist. Allerdings gibt es meines Wissens nach bisher keinen beobachtbaren Hinweis, der diese Möglichkeit belegt oder wahrscheinlich macht. Und wie weit würde dies gehen? Würden überzeugte (Alt)Nazis nur blonde Kinder bekommen, weil sie ihr Schönheitsideal in ihren Genen anreichert? Beweist der Konfessionswechsel eines Menschen, dass seine Eltern nicht fest genug an Gott geglaubt haben und so das "Gläubigen-Gen" oder gar das "Christen-Gen" nicht vererbt haben?
    Wir dürfen nicht vergessen, dass zwar die Kraft des Geistes bzw. der Suggestion sehr stark ist, da würde ich dir sofort zustimmen. Es ist aber ein Unterschied, ob ich in das System des Bioorganismus eingreife (zu dem die Psyche dazugehört), oder in seinen zellulären Aufbau. Beispiele für Dominanz des Geistes über den Körper gibt es sicherlich einige, aber ich kann es mir noch so sehr wünschen und mich noch so sehr unter Hypnose suggestiv manipulieren lassen, zwei zusätzliche Arme werden mir deswegen wahrscheinlich ebenso wenig wachsen, wie ich mich oder meine Kinder z.B. in einen Asiaten verwandeln werde. Alles hat halt seine Grenzen, und alles was möglicherweise darüber hinaus liegt, ist Spekulation.

    Andererseits ist Spekulation oft auch die Wissenschaft von morgen, also wird die Zukunft vielleicht zeigen, ob du mit deinem Glauben recht hast oder nicht – nur als „Wissen“ ist es zu diesem Zeitpunkt vielleicht aus dem Glauben heraus vertretbar, aus wissenschaftlichem Denken heraus aber schwer zu akzeptieren.

  6. #6
    Zeuge Gast

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    @Kasper

    Es geht hier doch nicht um das Aussehen, sondern um das Verhalten, welches, auch wenn es im Genom gespeichert ist, dennoch von jeder Generation aufs Neue gelernt werden muß. (So wie jedes Kind das Gehen und sprechen lenen muß, obwohl die Veranlaung dazu in seinem Genom vorhanden ist.) Das Genom erleichtert nur das Erlernen des entsprechenden Verhaltens.
    Wenn aber das entsprechende Verhalten nicht gelernt und praktiziert wird, wodurch dieses Genom als überflüßig, b.z.w. für das Überleben nicht notwendig erscheint, sondern das gegengesetzte Verhalten erlernt und hartnäckig praktiziert wird, dann wird das Genom mit der Zeit umgeschrieben damit die Spezie dieses neue, scheinbar für das Überleben notwendige, Verhalten schneller erlernen und besser beherrschen kann.
    Geändert von Zeuge (28.04.2009 um 16:08 Uhr)

  7. #7
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    Lieber Zeuge,

    ich muss mich entschuldigen, denn ich habe dir tatsächlich unbeabsichtigt unrecht getan, als ich meinen letzten Beitrag verfasst habe. Ich habe aus dem Auge verloren, dass du ursprünglich nicht von zwangsläufigen Entwicklungen sondern nur von Prädispositionen gesprochen hast. Ich denke Anlass für mein Missverstehen war deine Formulierung „Wenn unsere Einstellung eine so große Macht über unseren Köper hat, warum soll sie dann nicht auch unser Genom verändern können?“ – danke dir für die Klarstellung.

    Tatsächlich kann ich deiner letzten Aussage insofern zustimmen, dass ich es durchaus wahrscheinlich finde, dass die Veranlagung zu einem bestimmten Verhalten verschwindet, wenn sie nicht länger genutzt wird, wohingegen neue Verhaltensmuster sich evolutionär durchsetzen und damit auch zur Veranlagung werden können. Ich denke der einzige Diskussionspunkt um den wir uns hier drehen ist die Frage nach der Funktionsweise und damit verbunden vielleicht auch der Wirkgeschwindigkeit.

    Und hier sehe ich immer noch die zwei unterschiedlichen Standpunkte. Der von dir vertretene Standpunkt, dass sich das Gen eines Einzelnen durch dessen Verhalten „umprogrammieren“ lässt, mit dem Gedanken verbunden, dass der Geist eine gewisse Dominanz über den Körper ausübt.
    Der andere Standpunkt ist, dass die Prädisposition sich langfristig (also über Generationen hinweg) entwickeln, und zwar in Folge von natürlicher Selektion, die das Überleben des „angepassteren“ Verhaltens eher sichert, als das des Nicht-Angepassten.

    Beide Theorien haben in meinen Augen ihren Schwachpunkt. Von dem Schwachpunkt der Dominanz des Geistes über den Körper einmal abgesehen (zu dem ich mich ja bereits äußerte), sehe ich in deiner Interpretation der Fakten das Problem, dass eine solche direkte Entwicklung fast schon permanente Evolutionssprünge bedeuten würde. Wenn also ich als unmusikalischer Mensch lerne Klavier zu spielen, dann müsste mein Kind eine musikalische Veranlagung haben. Und zwar auch dann, wenn das Kind bei einem anderen Elternpaar aufwächst (es also nicht in der Erziehung liegt). Und wenn ich Rassist werde (mich also anderen gegenüber abwertend verhalte), dann wird es mit einer Veranlagung zum Fremdenhass geboren? Dies über Gene und nicht über Erziehung erklären zu wollen, scheint mir doch etwas zweifelhaft und auf eine Erklärung der Erbsündenlehre zielgerichtet zu sein. Aber das ist ja nur meine Meinung und muss kein Maßstab sein.

    Die Frage für mich ist aber wie so oft, können wir (und damit meine ich nicht zwingend nur uns beide) zu einem gemeinsamen Nenner finden, auf dessen Basis wir im Respekt füreinander und damit auch der individuellen Ansicht des Einzelnen uns gegenseitig einräumen, dass alle Ansichten darüber hinaus Vermutungen, Theorien oder Glaubensinhalte darstellen?

  8. #8
    Zeuge Gast

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    Zitat Zitat von Kasper Beitrag anzeigen
    Ich denke der einzige Diskussionspunkt um den wir uns hier drehen ist die Frage nach der Funktionsweise und damit verbunden vielleicht auch der Wirkgeschwindigkeit.

    Und hier sehe ich immer noch die zwei unterschiedlichen Standpunkte. Der von dir vertretene Standpunkt, dass sich das Gen eines Einzelnen durch dessen Verhalten „umprogrammieren“ lässt, mit dem Gedanken verbunden, dass der Geist eine gewisse Dominanz über den Körper ausübt.
    Der andere Standpunkt ist, dass die Prädisposition sich langfristig (also über Generationen hinweg) entwickeln, und zwar in Folge von natürlicher Selektion, die das Überleben des „angepassteren“ Verhaltens eher sichert, als das des Nicht-Angepassten.
    Wir haben in der Matimatik nur zehn Ziffern, mit denen wir eine Unmenge von Zahlen kombinieren.
    Der Mensch hat aber mehr als zehn Genen, aus denen sein Genom kombiniert ist.
    Matematisch gesehen, haben wir unbegrenzte Möglichkeiten, im Gestalten unseres Genoms.

    Bevor die Information in einem bestimmten Gen festgeschrieben wird, wird sie erst durch Kombination verschiedenen Genen "zusammengebastelt". Diese Gen-Kombinationen sind flexibel, und lassen sich im Laufe unseres Lebens verändern.
    Damit die entsprechende Information aber in einem bestimmten Gen festgehalten wird, bedarf es mehrere Generationen.

    Die Dominanz des Geistes besteht vor allem in der Macht, gegen unser Genom zu handeln. Und so, durch gegengesetztes Handeln das Verändern unseres Genoms zu bewirken.
    Wie schnell das Genom verändert wird, hängt davon ab, wie oft dieses Handeln praktiziert wird. (Manche Sachen tun wir mehrmals am Tag, manche aber einmal in etlichen Tagen, u.s.w.)

    Zu Israel sagte Gott seinerzeit:
    "Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein.
    Und du sollst sie deinen Kindern einschäfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst.
    Und du sollst sie als Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen deinen augen sein.
    Und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben."
    (Deut. 6:6-9.)
    So verändert man am schnellsten sein Genom: Wenn unser ganzes Leben von dem einen Gedanken beherrscht ist.

    Wenn aber auch das gegengesetzte Vehalten an den Tag gelegt wird, dann wird das Genom nicht komplett geändert, sonden wird die Information des vorrangigen Verhaltens festgehalten.
    Wenn der Mensch also ein Tag in der Woche in die Kirche geht um Gott zu preisen, und sechs Tage seine Mitmenschen veflucht, welche Information wird wohl im Genom festgehalten?

    Beide Theorien haben in meinen Augen ihren Schwachpunkt. Von dem Schwachpunkt der Dominanz des Geistes über den Körper einmal abgesehen (zu dem ich mich ja bereits äußerte), sehe ich in deiner Interpretation der Fakten das Problem, dass eine solche direkte Entwicklung fast schon permanente Evolutionssprünge bedeuten würde. Wenn also ich als unmusikalischer Mensch lerne Klavier zu spielen, dann müsste mein Kind eine musikalische Veranlagung haben. Und zwar auch dann, wenn das Kind bei einem anderen Elternpaar aufwächst (es also nicht in der Erziehung liegt). Und wenn ich Rassist werde (mich also anderen gegenüber abwertend verhalte), dann wird es mit einer Veranlagung zum Fremdenhass geboren? Dies über Gene und nicht über Erziehung erklären zu wollen, scheint mir doch etwas zweifelhaft und auf eine Erklärung der Erbsündenlehre zielgerichtet zu sein. Aber das ist ja nur meine Meinung und muss kein Maßstab sein.
    Wen die Musik oder der Rassismus zu deinem Leben wird, ganz bestimmt. Was aber nicht zwansgläufig bedeuten muß, daß dein Kind es auch ausleben wid. Die Veranlagung muß durch Eziehung gefördet werden.
    Und in einer, von der Sünde beherrschten Gesellschaft, geschieht die Förderung der Veranlagung zur Sünde, sowieso.
    Sogar die, von dieser Veranlagung Befreiten, lernen das sündhafte Verhalten immer wieder aufs Neue, da sie kein anderes Verhalten sehen, um es zu lernen.

    Die Frage für mich ist aber wie so oft, können wir (und damit meine ich nicht zwingend nur uns beide) zu einem gemeinsamen Nenner finden, auf dessen Basis wir im Respekt füreinander und damit auch der individuellen Ansicht des Einzelnen uns gegenseitig einräumen, dass alle Ansichten darüber hinaus Vermutungen, Theorien oder Glaubensinhalte darstellen?
    Der Ausgangspunkt dieser Diskussion war die biologische (wissenschaftliche) Erklärbarkeit des stellvertretenden Todes Christi.

    Wenn wir an einen Gott, den Schöpfer glauben, dann muß doch dieser Schöpfer nicht nur den gesammten Bau (auch den genetischen) des Menschen kennen (da er ja sein Schöpfer ist), sondern auch jedezeit diesen Bau verändern können.
    Ob er es nur durch Erziehung (Thora bei den Juden) tut, oder auch durch dierektes Eingreifen (Evangelium bei den Christen), liegt bei ihm.
    Ob wir an die Wirksamkeit seiner Methoden glauben oder nicht, liegt bei uns.
    Nur wer die Wirksamkeit der entsprechenten Methode am eigenen Leib erfahren hat, wird sie mit Begeisterung weiter empfehlen. Für ihn ist sie keine Theorie, sondern Wiklichkeit.
    Geändert von Zeuge (01.05.2009 um 10:33 Uhr)


 

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