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Heilig sind wir alle oder aber keiner von uns Menschen.
Heilig stammt wortgeschichtlich von „Heil“ ab, was etwas Besonderes bezeichnet und sich abgeschwächt noch in heil = ganz wieder findet (vgl.: im englischen: heilig = holy von whole). Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Heilig ein religiöser Begriff mit der zugedachten Bedeutung zur göttlichen Sphäre zugehörig, einer Gottheit geweiht.

Das "Heilige" wurde im 20. Jahrhundert zu einem Element, den 'wahren Gegenstand' der Religionswissenschaft zu bestimmen. So wurde das Heilige zum bestimmenden Element von Religion und zum zentralen Gegenstand der Religionswissenschaft.[1] Dieser Begriff des Heiligen orientiert sich weitestgehend an jüdisch–christlichen Kategorien des Transzendenten. Er ist daher nicht geeignet, als universale Kategorie der Religionsgeschichte zu dienen. Denn der latente monotheistische Hintergrund versperrt den Zugang zu den polytheistischen Religionen.

Im Judentum ist „קדוש“ ("kaddosch", hebräisch: heilig) ein Wort, das vor allem die einfache Bedeutung von besonders oder das Besondere hat und damit im Gegenteil zu profan (im Sinne von weltlich, normal, alltäglich) steht.

"Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin Ich, der Ewige, euer Gott." (3 Mos 19,2)

Im Neuen Testament gibt es drei griechische Wörter, die mit heilig übersetzt werden:

* άγιoς – hagios – die Übersetzung des hebräischen qadosch in der Septuaginta, im Lateinischen dann mit sanctus übersetzt. Es ist mit Abstand der häufigste der drei Begriffe im Neuen Testament. Diese Bezeichnung wird für den Heiligen Geist gebraucht, für die Heiligen (die, die Jesus ihren Herrn nennen), damit sind nicht die gesetzlich Frommen gemeint, sondern die von Gott Berufenen.
* όσιoς – hosios – die Übersetzung des hebräischen chasid in der Septuaginta. Mit chasid oder hosios wird der bezeichnet, der gemäß den göttlichen Geboten handelt – die Heiligung des Lebenswandels fällt unter diesen Begriff.
* ιερός – hieros – im Lateinischen dann mit sacer übersetzt. Das, was der göttlichen Macht gehört oder von ihr erfüllt ist – der Gegensatz zu hieros ist profan.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heilig

Kurz gefaßt: von sich aus ist kein Mensch heilig. Die Gegenwart Gottes in uns macht uns zu Heiligen.
"Ich, der Herr, es bin, der euch heiligt." (Ex. 31:13.)
Und Gott ist in uns, wenn wir in ihm sind.
"Der Herr ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid." (2Chr. 15:2.)
"Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch." (Joh. 15:4.)


Ich würde mich jedoch nicht auf diese Weise vor Andere setzen wollen.
Warum soll ich verschweigen, was Gott in Jesus mit mir gemacht hat?
"Aber ihr seid reingewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden im Namen Jesu Christi, des Herrn, und im Geist unseres Gottes." (1Kor. 6:11.)