Lieber Samu

Sach 8,3 So spricht der JHWH: Ich kehre nach Zion zurück und wohne mitten in Jerusalem. Und Jerusalem wird »Stadt der Treue« genannt werden und der Berg des JHWH Zebaoth »heiliger Berg«.

Sach 8, 23 So spricht der JHWH Zebaoth: In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist.



Ich sehe das, was du hier machst, als einen Teil dieses oben zitierten Verses, auch wenn diese Verheissung vom Propheten Sacharja erst zukünftig ist. Aber Prophetie ist ja zeitlos.

Ja, ich packe gerne den Rockzipfel eines jüdischen Mannes, um zu lernen. Deshalb möchte ich dich doch ermutigen, weiter „Aufklärungsarbeit“ zu machen.

Selber muss ich gestehen, dass ich mit dieser christlichen Opfertheologie schon auch Mühe bekommen habe. Braucht Gott wirklich Opfer um zu Vergeben? Und noch mehr, musste er sich wohl selber opfern? Selber kann ich mir fast nicht vorstellen, dass Gott in seiner Liebe und Barmherzigkeit auf einmal so eng sein kann (auch wenn das so im Hebräer ausgedrückt wird, aber vielleicht müsste man ja auch zu dieser Stelle zuerst mal eine Auslegung jüdischer Sichtweise betrachten, oder auch überlegen, welche Motive den Schreiber zu einer solchen Äusserung veranlasste). Ich bin mal diesem Wort „Opfer“ im NT nachgegangen, und musste feststellen, dass es ja dieses Wort im griechischen Text nicht gibt. Da wird von „dahingegeben“, „dargebracht“ usw gesprochen. Dadurch bekommen die Texte eine andere, eine breitere Bedeutung.

Aber ich will nun mit dem nicht in einem Bienennest rumstochern.

Danke

Alef